Geburtsmonat hat Einfluss auf die spätere Krankheitsgeschichte – Merkur.de

  • Franziska Kaindl

    vonFranziska Kaindl
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Der Geburtsmonat bestimmt über das Leben – zumindest war das bei Horoskopen bisher so. Doch laut Forschern entscheidet er auch über bestimmte Krankheitsrisiken.

Mit den Auswirkungen des Geburtsmonats über das Leben beschäftigt sich normalerweise die Astrologie. Mittlerweile erkennen aber auch Forscher einen Einfluss auf die Gesundheit an.

Schon seit einigen Jahren gibt es wissenschaftliche Untersuchungen zu Geburtsmonat und der damit einhergehenden Lebensqualität. Eine Studie der Columbia-Universität in New York will nun einen Zusammenhang zwischen Krankheitsrisiken und dem Monat, in dem jemand geboren ist, hergestellt haben. Zum Beispiel sei die Wahrscheinlichkeit von Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder ADHS bei einer Geburt zu gewissen Jahreszeiten erhöht.

Wieso hat der Geburtsmonat Einfluss auf spätere chronische Krankheiten?

Als Grundlage für die Studie dient eine Untersuchung der Universität Alicante, die mehr als 29.000 Menschen auf 27 verschiedene chronische Krankheiten prüfte – abhängig von ihrem Geburtsmonat.

Professor Jose Antonio Quesada, der an dieser Forschung teilnahm, erklärte express.co.uk[1]: „In dieser Studie haben wir einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und dem Auftreten verschiedener chronischer Krankheiten und langfristiger gesundheitlicher Probleme nachgewiesen.“

Das liege daran, dass zu unterschiedlichen Jahreszeiten auch eine unterschiedliche UV-Strahlung herrsche, die den Vitamin-D-Spiegel beeinflusse. Zudem seien Schwangere – und somit auch ihre Föten – in den Wintermonaten häufiger Viren ausgesetzt, die Einfluss auf die spätere Gesundheit hätten.

Letztendlich bedürfe es aber noch weiteren Studien, um die Zusammenhänger besser festmachen zu können.

Geburtsmonat wirkt sich bei Männern und Frauen unterschiedlich aus

Interessanterweise enthüllte die Studie auch Unterschiede bei der Anfälligkeit für Krankheiten bezüglich des Geschlechtes – so sind im Juni geborene Männer der Wahrscheinlichkeit nach zu einem Drittel weniger von Depressionen betroffen und werden zu einem Fünftel weniger von Schmerzen im unteren Rückenbereich heimgesucht.

Frauen, die im Juni geboren wurden, haben ein geringeres Risiko (33 Prozent), an Migräne zu leiden und zu 35 Prozent weniger Beschwerden in den Wechseljahren.

Sehen Sie in der Zusammenfassung, welche Geburtsmonate von welchen Krankheiten betroffen sind

Die Forscher der spanischen Studie stellten eine Liste mit den Krankheitsrisiken bezüglich der Geburtsmonate zusammen – aufgeteilt in Männer und Frauen.

Januar 

Männer: Verstopfung, Magengeschwüre, Untere Rückenschmerzen

Frauen: Migräne, Probleme in den Wechseljahren, Herzinfarkt

Februar 

Männer: Schilddrüsenerkrankungen, Herzerkrankungen, Arthritis

Frauen: Arthritis, Schilddrüsenerkrankungen, Blutgerinsel

März 

Männer: Katarakte (Trübung der Augenlinse), Herzprobleme, Asthma

Frauen: Arthritis, Rheuma, Verstopfung

April 

Männer: Asthma, Osteoporose, Schilddrüsenerkrankungen

Frauen: Osteoporose, Tumore, Bronchitis

Mai 

Männer: Depressionen, Asthma, Diabetes

Frauen: Chronische Allergien, Osteoporose, Verstopfung

Juni 

Männer: Herzleiden, Katarakte, chronische Bronchitis

Frauen: Inkontinenz, Arthritis, Rheuma

Juli 

Männer: Arthritis, Asthma, Tumore

Frauen: Chronische Nackenschmerzen, Asthma, Tumore

August 

Männer: Asthma, Osteoporose, Schilddrüsenerkrankungen

Frauen: Blutgerinsel, Arthritis, Rheuma

September  

Männer: Asthma, Osteoporose, Schilddrüsenerkrankungen

Frauen: Osteoporose, Schilddrüsenerkrankungen, bösartige Tumore

Oktober 

Männer: Schilddrüsenerkrankungen, Osteoporose, Migräne

Frauen: Hohes Cholesterin, Osteoporose, Blutarmut

November 

Männer: Chronische Hautkrankheiten, Herzleiden, Schilddrüsenerkrankungen

Frauen: Verstopfung, Herzinfarkt, Krampfadern

Dezember 

Männer: Katarakte, Depressionen, Herzleiden

Frauen: Chronische Bronchitis, Asthma, Blutgerinsel

Treten diese chronischen Krankheiten wirklich bei jedem auf?

Dass diese Krankheiten tatsächlich auftreten, ist nicht in Stein gemeißelt. Die Forscher betonen lediglich, eine statistische Wahrscheinlichkeit zwischen Geburtsmonat und später auftretenden, chronischen Krankheiten erkannt zu haben. Ob dies auch wirklich eintrifft, entscheidet immer noch der Einzelfall.

Neben dem Geburtsmonat hat auch das Trinkverhalten der Mutter während der Schwangerschaft Einfluss auf das Baby – erfahren Sie hier, wie ein Glas Wein das Aussehen Ihres Kindes verändert[2]. Lesen Sie außerdem sieben kuriose Fakten zur Schwangerschaft[3].

Von Franziska Kaindl

Sport nach der Geburt: Darauf sollten Mütter achten 

Zur Fotostrecke[4]

Quelle:

www.merkur.de

Was tun Altersforscher gegen das Altern? – SPIEGEL ONLINE

„Ich habe nie geraucht. Ich trinke sehr wenig Alkohol. Versuche, mich ausgewogen zu ernähren; viel Fisch, kein Schweinefleisch, Rindfleisch nur, wenn ich weiß, wo es herkommt. Ich treibe mehrmals in der Woche Sport, und ich versuche, regelmäßig sieben bis acht Stunden zu schlafen.“

Christoph Englert, 55, Genetiker am Leibniz-Institut für Alternsforschung in Jena

„Ich vermute leider, dass wir durch Lifestyle-Veränderungen nicht so viel an unserer Lebensspanne ändern können. Aber immerhin habe ich das Rauchen auf eine reine Schnorrer-Existenz reduziert – das ist so peinlich, dass man das nicht häufiger als einmal am Tag tut.“

Sebastian Knell, 50, Philosoph und Autor des Buches „Die Eroberung der Zeit. Grundzüge einer Philosophie verlängerter Lebensspannen“

„20 Liegestütze, 40 tiefe Kniebeugen beim Kämmen und einige andere gymnastische Übungen, die alle großen Muskelgruppen ansprechen – so sieht das Training aus, das ich jeden Morgen nach dem Aufstehen mache, etwa eine Viertelstunde lang. Dabei versuche ich auch, mein Gehirn ein bisschen auf Trab zu bringen und zähle von 700 rückwärts, indem ich 6 abziehe, gefolgt von 7 und dann wieder 6 und so weiter. Wenn das sitzt, nehme ich ein anderes System z.B. minus 9 und minus 7 und so fort. Das ist eine schwierige Konzentrationsübung, und alle paar Tage gelingt mir das nicht. Dennoch halte ich gerade das für sehr effektiv.“

Konrad Beyreuther, 76, Molekularbiologe und Direktor des Netzwerks Altersforschung

„Bei gutem Wetter gehe ich joggen, im Park oder am Rhein, sonst ins Fitnessstudio gleich gegenüber, möglichst drei- bis viermal die Woche, das hält fit. Auf Reisen nehme ich immer meine Laufschuhe mit. Beim Essen konsumiere ich wenig Süßes oder Fettiges. Nach einer Woche Kaffee ohne Zucker schmeckt er nur noch ohne, das ist reine Gewöhnungssache.“

Björn Schumacher, 42, Direktor am Institut für Genomstabilität in Alterung und Erkrankung der Universität zu Köln

„Mein Dreiklang für gesundes Altern: Ich meide gesundheitsgefährdende Laster, achte auf die Ernährung und bin gerne geistig und körperlich aktiv, am liebsten gemeinsam mit anderen. Mich interessiert mein chronologisches Alter nicht und ich stelle mir das Altern nicht nur als Abwärtsspirale vor. Deshalb lautet bei Gesundheitsproblemen meine Devise: Einbußen nicht einfach hinnehmen, sondern schauen, was man selbst dazu beitragen kann, dass es wieder besser wird. Zahlreiche Studien zeigen: Menschen mit einer positiveren Sicht auf das Älterwerden verhalten sich gesundheitsbewusster, bleiben gesünder und leben länger.“

Susanne Wurm, 47, Psychogerontologin, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

„Natürlich merke ich, dass ich allmählich langsamer werde und weniger Ausdauer habe. Außerdem kommen mit dem Alter chronische Problemchen. Also mache ich eben etwas, wie Radfahren, Krafttraining, Gymnastik, und schlucke die Pillen, die meine Ärztin mir verordnet. Vor etwa zehn Jahren habe ich Hörgeräte bekommen. Das hat mir damals sehr zu schaffen gemacht: Jetzt bist du alt, jetzt geht es auch im Kopf langsam zurück, die Demenz lauert schon. Das lähmt. Irgendwann habe ich gedacht: Nicht mit mir, ist mir doch wurscht, was alle denken. Das war hilfreich.“

Clemens Tesch-Roemer, 59, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen

„Ich versuche, achtsam zu sein, mir keine vorschnellen Urteile zu bilden und immer freundlich zu bleiben. Glücklich wird man, wenn man großzügig ist, liebevoll, authentisch, direkt und offen. Das ist auch ein Rezept, um jung zu bleiben. Das Wichtigste aber ist, den Jahren mehr Leben zu geben. Mehr Jahre folgen dann oft automatisch.“

Ellen Langer, 70, Professorin für Psychologie, Harvard University

„Ich bin möglicherweise der faulste Mensch der Welt. Ich weiß, ich brauche Bewegung. Aber ich will etwas, was nicht länger als täglich fünf Minuten in Anspruch nimmt, wonach ich mich besser, nicht schlechter fühle und was fast nichts kostet. Ich mache ‚Static Contraction Training‘. Das sind isometrische Übungen in ihrer extremsten Form. Ich nehme außerdem Vitamin D3 und Bacopa zu mir. Letzteres soll unter anderem das Kurzzeitgedächtnis verbessern.“

David Gobel, 64, Mitgründer und Chef der Methuselah Foundation und Gründer des Methuselah Fonds, Springfield, Virginia

„Ich befolge die ketogene Diät, also viel Fett, aber kaum Kohlenhydrate. Ich zeichne meine Herzfrequenz und den Schlaf auf. Ich konsumiere außerdem viele Pharmazeutika – ich schlucke täglich zehn Tabletten: den Blutfettsenker Lipitor als Prophylaxe, den Blutzuckersenker Metformin, das Anti-Aging-Medikament ‚Basis‘, B- und D-Vitamine, Fischöl und Aspirin. Ich bin zu Selbstversuchen bereit, lasse aber auch häufig mein Blut untersuchen, um meine Leberenzyme und Nieren zu überwachen. Die Einnahme einiger dieser Tabletten ist nicht risikofrei, wir wissen bisher nichts über die Langzeitwirkungen. Ich fühle mich jünger, aber das könnte auch 100 Prozent Placeboeffekt sein.“

Robert Nelsen, 54, Mitgründer der auf Anti-Aging-Start-ups spezialisierten Risikokapitalfirma Arch Ventures, studierter Biologe, San-Francisco

„Ich tue eigentlich nichts gegen das Altern. Mein Vater ist 94 und hat ein tolles Gedächtnis. Ich hoffe, ich habe seine Erbanlagen geerbt. Ich weiß, dass sich Fettleibigkeit und mangelnde körperliche Ertüchtigung negativ auf meine Lebenserwartung auswirken. Ich betrachte mich als leicht übergewichtig, gehe aber nur ein- bis zweimal die Woche ins Fitnessstudio.“

Joe McCracken, 64, Mitgründer und Chef des Business Development bei Alkahest, einer Firma, die an Medikamenten für gesundes Altern arbeitet, San Bruno, Kalifornien

„Ich fühle mich mit 60 besser als mit 40. Ich achte mehr auf meine Ernährung, mache regelmäßig Sport und schlafe ausreichend. Ich schwimme viel und lege drei- bis viermal die Woche lange Strecken mit dem Mountainbike zurück. Ich esse Mindestmengen an Fleisch, damit ich nicht zu viele Proteine zu mir nehme, langsam wirkende Kohlehydrate und nur gute Fette. Bei Bedarf schlucke ich Nahrungsergänzungsmittel, allerdings angepasst an meine Blutwerte.“

Eric Verdin, 60, Präsident und CEO, Buck Institute for Research on Aging, Novato, Kalifornien

„Es erstaunt mich, wie viele seriöse Wissenschaftler in den USA Medikamente wie den Blutzuckersenker Metformin schlucken. Das Mittel ist zwar relativ sicher, aber ich würde keine Medikamente einnehmen, wenn ich nicht muss. Ich fahre lieber viel Rad. Wir kochen und essen normal. Und wenn ich ‚kochen‘ sage, meine ich, dass wir nicht einfach nur Essen in die Mikrowelle schieben.“

Tony Wyss-Coray, 52, Professor für Neurologie, Stanford University, Mitgründer der Firma Alkahest, die einer Firma, die an Medikamenten für ein gesundes Altern arbeitet, Stanford, Kalifornien

Nebenwirkungen aus dem Flakon – Süddeutsche.de

Jucken, Quaddeln und andere Hautprobleme: Kosmetika und Parfums bergen gesundheitliche Risiken. Doch für die Hersteller gelten erstaunlich durchlässige Regeln.

Von Werner Bartens

Die Suche nach dem neuen Herrenduft fiel anders aus als erwartet. Der junge Mann hatte diverse Parfums ausprobiert und sein Handgelenk damit betupft. Bevor er die Duftnoten genießen konnte, juckte jedoch seine Haut[1], er fühlte sich unwohl und nach einigen Minuten bildeten sich rote Quaddeln. Die Nesselsucht verschwand zwar bald wieder, nachdem ihm der Arzt ein anti-allergisches Mittel gegeben hatte. Die Lust auf eine neue Geruchsnote war dem Mann dennoch vergangen.

Wer schön sein will, muss leiden – diese Erkenntnis bezieht sich nicht nur auf den Aufwand, den es manchmal erfordert, seine Erscheinung in einen passablen Zustand zu bringen. Vielmehr können darunter auch die gesundheitlichen Risiken verstanden werden, die durch Kosmetika, Parfums und andere Schönheitspflege drohen. Hautärzte und Vorsorgemediziner um Michael Kwa warnen im Fachblatt JAMA Internal Medicine (online)[2] vor den Nebenwirkungen von Haartönungen, Lippenstiften und Co.

Haut Die Glatze des Bösen

Die Glatze des Bösen[3]

Wer im Film der Fiese ist, erkennt man auf den ersten Blick: Es ist der mit den größten Haut- und Haarproblemen. Dermatologen und Betroffene protestieren dagegen. Von Berit Uhlmann mehr …

Die Wissenschaftler der Northwestern University Chicago haben Meldungen über Nebenwirkungen ausgewertet, die seit 2004 bei der US-Kontrollbehörde FDA zu Kosmetika und anderen Pflegeprodukten eingegangen sind. Während die Zahl zunächst zwischen 125 und 350 jährlichen Fällen schwankte, sind die Berichte über unerwünschte Reaktionen seit 2014 deutlich gestiegen. Waren es in jenem Jahr bereits 436 Nebenwirkungen, stiegen die entsprechenden Meldungen im Jahr 2015 auf 706 und erreichten 2016 gar 1591. „Es gab Aufsehen um Gesundheitsrisiken durch Lippenstift, Lidschatten und anderes Make-Up, sodass die Wahrnehmung für das Thema gestiegen ist“, so die Autoren.

In jedem dritten Produkt, so die Vermutung, stecken hormonell wirksame Substanzen

2014 waren allein 127 Berichte über Nebenwirkungen einer Haarspülung bei der FDA eingegangen. Auf weitere Nachfrage zeigte sich, dass sich 21 000 Konsumenten bei der Firma über Haarausfall und Hautreizungen beschwert hatten, ohne dass diese die Gesundheitsbehörden davon unterrichtet hätte. In den USA müssen – wie in Deutschland auch – kosmetische Produkte kein Zulassungsverfahren durchlaufen. Lediglich bestimmte Inhalts- und Zusatzstoffe wie Konservierungs- und Farbstoffe müssen geprüft und zugelassen sein, aber dies ist keine Garantie dafür, dass die Produkte unschädlich sind. Zwar sollen die Hersteller die Unbedenklichkeit ihrer Produkte gewährleisten, doch wie das zu geschehen hat, ist nicht genau festgelegt.

In einem Kommentar in JAMA Internal Medicine[5] fordern Ärzte der Duke University mehr Geld für Kontrollbehörden und verbindliche Register für kosmetische Produkte. In Europa gibt es zwar Register; trotzdem vermuten Umweltschützer in bis zu jedem dritten Kosmetikprodukt hormonell aktive Substanzen. Auch wenn einzelne Inhaltsstoffe unbedenklich sein sollten, ist unklar, was die Mischung – der „Cocktail-Effekt“ – am und im Körper auslöst. Die EU Kommission betreibt ein Internetportal, in dem kosmetische Mittel vor der Vermarktung aufgeführt und Inhaltsstoffe in Nanogröße angegeben werden müssen. Zudem sind Hersteller verpflichtet, die Rezeptur ihrer Produkte zu hinterlegen, damit Giftzentralen bei Bedarf darauf zurückgreifen können. Vor Risiken und Nebenwirkungen sind Konsumenten damit nicht vollständig geschützt.

Haut Läuse im Lippenstift?

Läuse im Lippenstift?[6]

Sie machen pflichtschuldig einen Bogen um die Fleischtheke? Tierische Produkte meiden Sie damit aber nur zum Teil. Haben Sie eine Ahnung, wo überall tierische Bestandteile drin stecken? mehr… Quiz[4][7]

Gesundheit: Hausarztzentren sollen Versorgung auf dem Lande sichern – FOCUS Online

Mit einem Bündel von Maßnahmen will die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) einem Ärztemangel vor allem auf dem Land entgegenwirken.

Dazu gehören neue ambulante Versorgungsstrukturen, die Entlastung von Ärzten durch qualifiziertes Praxispersonal und der Einsatz von Telemedizin, wie die KVSH am Dienstag in Kiel erläuterte. Es werde immer schwerer, Nachfolger für Landarztpraxen zu finden. „Um auf diese Entwicklung reagieren zu können, sind neue Wege in der ambulanten medizinischen Versorgung und passgenaue regionale Lösungen gefragt“, sagte die KVSH-Vorstandsvorsitzende Monika Schliffke. Dazu gehört, dass sich Ärzte an einem gut erreichbaren Ort auf dem Lande zusammenschließen und mit einem Hausarztzentrum die medizinische Versorgung sichern.

Quelle:

www.focus.de

Rauchen/Nikotin – Deutschlandfunk

Sie stehen an Bistrotischen oder lehnen an Hauswänden, es ist kalt und regnerisch, die Stimmung mäßig. Raucher frönen ihrem Laster: Zigarette aus der Schachtel holen, Streichholz anzünden – an die Zigarette halten, ziehen und den Rauch inhalieren – schon erzeugt das Nikotin ein wohliges Gefühl im Gehirn.

„Nikotin ist nichts anderes als eigentlich das, was die Tabakpflanze herstellt, um Schädlinge abzuwehren.“

Oliver Erven, Psychiater und Oberarzt in der AHG Klinik Tönisstein in Bad Neuenahr-Ahrweiler, ein Krankenhaus, das sich auf die Behandlung von Süchtigen spezialisiert hat. 

„Von der Wirkung her ist es so, dass es sehr, sehr schnell im Gehirn ankommt, schneller als alle anderen Substanzen, weil es über die Lunge direkt aufgenommen wird, nach etwa zehn Sekunden ist es im Gehirn. Also, wenn Sie was über die Vene spritzen, braucht es deutlich länger, und damit hat es direkt unmittelbar die Wirkung im Gehirn.“

Anti-Raucher-Kampagnen zeigen Wirkung

Nikotin ist ein Nervengift, das die Wurzeln des Nachtschattengewächses „Tabak“ produzieren. Erst mit dem Reifen der Pflanze wandert das den Alkaloiden zugerechnete Nikotin in die Blätter. Diese Blätter werden geerntet, fermentiert, getrocknet, geschnitten und anschließend zu Zigaretten, Zigarren oder Pfeifentabak verarbeitet.

„Zum ersten Mal so Rumpaffen mit 14, hat eben auch dazugehört zur männlichen Sozialisation in der Dorfjugend, Bier trinken, Zigaretten rauchen, da war man der starke Kerl, wenn man mal Lungenzüge hinbekommen hat.“

1991 konsumierten Deutschlands Raucher knapp 150 Milliarden versteuerte Zigaretten, bis 2014 reduzierte sich die Zahl auf etwa 80 Milliarden. Die Anti-Raucher-Kampagnen zeigen Wirkung. Trotzdem sind – umgerechnet – rund 200 Millionen täglich gerauchter Zigaretten immer noch viel. Jede dieser Zigaretten enthält zwölf Milligramm Nikotin, beim Rauchen tatsächlich aufgenommen werden aber nur ein bis drei Milligramm. Die Dosis hängt von der Art des Rauchens ab: Wer mit tiefen Lungenzügen den Rauch inhaliert, hat eine höhere Nikotin-Konzentration im Blut, wer nur pafft und das Nikotin über die Mundschleimhäute absorbiert, entsprechend weniger.

„Morgens die erste Zigarette beim Kaffee, man bildet sich ein, die macht wach, abends die letzte hilft einem beim Einschlafen. Es ist vielleicht auch eher dieses Ritual, was man hat, man hat was in der Hand, man ist beschäftigt.“

„Es hat letztlich vom Wirkspektrum eine bivalente Wirkung, es kann je nach Situation dosisabhängig unterschiedlich wirken, und das ist natürlich auch genau das, was der Raucher dann als angenehm empfindet.“

Rund 4.700 Einzelsubstanzen gelangen in den Stoffwechsel

Nikotin ist ein Nervengift, das der menschliche Organismus zunächst einmal abwehrt. An die erste Zigarette erinnern sich fast alle nur mit Grausen: Übelkeit, Herzrasen, zitternde Hände sind häufige Symptome. Überwindet der Raucher diese natürliche Abwehr, baut der Körper nach und nach das Nikotin und alle anderen Stoffe, die der Rauch transportiert, in den Stoffwechsel ein – immerhin rund 4.700 Einzelsubstanzen.

„Viele davon werden zusammengefasst unter dem Begriff „Teer“, Teer und Kohlenmonoxid sind letztendlich also Oberbegriffe, die Hauptschadstoffe, die für eine Vielzahl von Folgeerkrankungen verantwortlich sind, eben dann auch für das Krebsrisiko, das mit dem Rauchen verbunden ist.“

Jannes Hecht, Diplom Psychologe und Leiter des Bereichs „Raucherentwöhnung“ an der AHG Klinik Tönisstein in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Zu den über 4.700 Substanzen im Tabakrauch zählen unter anderem Metalle, Benzol, Benzypren, das Lösemittel Hydrazin, Nitrosamine, Formaldehyd, Akrolein, Blausäure, radioaktive Substanzen wie Polonium und so weiter. Und die sind, so der Suchtmediziner Oliver Erven, giftig und können viele Krankheiten auslösen.

Das Krebsrisiko steigt

„Man muss sagen, 30 Prozent der Erkrankungen erstrecken auf das Herz-Kreislauf-System mit entsprechendem Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Veränderungen in diesem System, 30 Prozent betreffen die Lunge, da ist natürlich das Lungenkrebsrisiko, das jeder kennt, massiv erhöht, aber die chronischen Erkrankungen, Veränderungen der Lunge sind hier wegweisende; und 30 Prozent an Krebserkrankungen im weitesten Sinne. Hier haben wir ein sehr breites Spektrum, wir haben Blasenkrebs, wir haben Bauchspeicheldrüsenkrebs, der deutlich erhöht ist, es gibt Hinweise darauf, dass sich der Brustkrebs bei der Frau erhöht.“

Weitere Raucher-Krankheiten sind Impotenz beim Mann, Gebärmutterhalskrebs, Speiseröhrenkrebs und so weiter. Wer täglich mehr als 20 Zigaretten raucht, verkürzt statistisch sein Leben um acht bis zwölf Jahre. Rauchende Schwangere haben signifikant mehr Früh- und Totgeburten, das Gewicht Neugeborener reduziert sich um etwa 200 Gramm, die körperliche und geistige Entwicklung des Kindes verzögert sich. Aus medizinischer Perspektive ist Rauchen vor allem eines: schädlich! Fördert Rauchen denn die Kommunikation?

„Rauchen ist unter den heutigen Bedingungen kommunikativ. Heute muss man zum Rauchen vor die Kneipe gehen. Da steht man dann mit wildfremden Leuten und hat schon ein Thema, über das man sich unterhalten kann. Früher in der Kneipe hat es nicht kommunikationsfördernd gewirkt, heute schon.“

Körper regeneriert erstaunlich schnell

Dennoch können viele Raucher ihre Abhängigkeit kaum überwinden. Viele rauchen, um den alltäglichen Stress zu ertragen. Nicht umsonst zählen Angehörige medizinischer Berufe zu den stärksten Rauchern.

„Bei mir ist es auch der Stress auf der Arbeit, dass ich erst gar nicht aufhören möchte, weil, dann fang ich sowieso wieder an, wenn ich auf der Arbeit bin. Also umso mehr ich arbeite, umso mehr rauch ich auch. Man hat so ein Ritual nach dem Einsatz, wenn man dann am Krankenhaus fertig ist, raucht man sich noch eine, und bei mir so im Beruf, ich sag mal, sind fast alles Raucher.“

Der Kampf gegen den Glimmstängel lohnt aber auf jeden Fall: So schlimm die Folgen des Rauchens auch sein mögen, wer aufhört, regeneriert seinen Körper erstaunlich schnell. 

„Auch wenn man über viele Jahre geraucht hat, ist es so, dass viele Verbesserungen schon nach Stunden oder Tagen eintreten, dass zum Beispiel der Geruchs- und Geschmackssinn schon nach kurzer Zeit sehr viel besser funktioniert, aber auch das Langzeitkrebsrisiko nimmt durch das Nichtrauchen ab, sodass man ungefähr sagen kann, dass ein ehemaliger Raucher nach etwa 15 Jahren wieder das Risiko hat, wie ein Nichtraucher, diese Krankheiten zu bekommen.“

Auf der Suche nach Alternativen – Oberberg-Nachrichten.de

Heutzutage gibt es immer mindestens zwei Richtungen, zwei Optionen oder zwei Möglichkeiten. Mit Blick auf die Medizin wird dieser Trend ganz deutlich, denn während die einen auf die klassische Schulmedizin setzen, gewähren andere alternativen Heilmethoden einen Zugang zu der Liste an Möglichkeiten. Darauf haben nun auch die Versicherer reagiert, denn die Krankenzusatzversicherungen haben in punkto alternative Heilmethoden mächtig aufgestockt.

Warum den Alternativen mittlerweile Vertrauen geschenkt wird

Es ist der grundsätzliche Unterschied zwischen einem Arzt oder Facharzt und einem Heilpraktiker, der viele Deutsche jahrzehntelang verunsichert hat. Ärzte oder Fachärzte erwerben via Studium ihre Kenntnisse und Fähigkeiten. Darauf vertraut der Deutsche. Vor diesem Hintergrund ist das (neue) Vertrauen in alternative Heilmethoden eine Alternative in doppeltem Sinne, denn

  • 1.) Heilpraktiker haben eine andere (oft nicht gesetzlich geregelte) Ausbildung[2] durchlaufen und
  • 2.) Sie nutzen andere Methoden, um die Patienten von ihrer Krankheit zu heilen.

Globuli sind die “Medikamente” vieler Naturheilpraktiker. Foto: pixabay.com © silviarita (CC0 Public Domain)

Spannend ist nun die Tendenz, dass sogar der klassische Schulmediziner ab und an auf den Heilpraktiker verweist, um eine alternative zur klassischen Medikation inklusive Nebenwirkungen zu umgehen. Ob diese Tendenz einen Einfluss auf das Leistungsportfolio der Krankenzusatzversicherungen hatte, wird wohl nie geklärt werden können. Fakt ist aber, dass gerade der Leistungsbaustein „Heilpraktiker“ für Betroffene von großer Bedeutung ist.

Die Heilpraktiker Zusatzversicherung ist ein Sondermodell

Die gute Nachricht lautet: Die Heilpraktiker Zusatzversicherung wartet – je nach Anbieter – mit einem großen Angebot an Behandlungsbereichen und Methoden auf, die abgedeckt werden. Deswegen ist der Vergleich der einzelnen Anbieter unter Krankenzusatzversicherung.de[3] auch so wichtig. Nur wenn die entsprechende Behandlung auch Teil des Leistungsumfangs ist, wird die Versicherung auch die Kosten übernehmen. Zwei Faktoren müssen beim Versicherungsvergleich beachtet werden:

  • 1.) Muss darauf geachtet werden, dass die Behandlung auch im Leistungsumfangs niedergeschrieben ist. Wer sich im Zuge einer Immunisierungsmaßnahme für eine Eigenblutbehandlung entscheidet, diese aber nicht versichert ist, dann hat die Versicherung an dieser Stelle wirklich keinen Wert.
  • 2.) Muss darauf geachtet werden, wie hoch die Zuschüsse seitens der Versicherung sind. Achtung: Einige Versicherer übernehmen nur prozentuale Anteile der Kosten. Dies gilt es im genauen Vergleich zu klären. In aller Regel hängt auch der monatliche Beitrag davon ab, wie hoch die Zuschüsse seitens des Versicherers sind.

Auch der Zahnarzt- und der Augenarztbesuch sind „Spezialmodelle“ der Versicherung

Auch spezielle Methoden wie etwa die Fußreflexzonenmassage versprechen bei vielen Leiden Linderung. Foto: pixabay.com © andreas160578 (CC0 Public Domain)

Wem die Krankenzusatzversicherung

ON – Oberberg-Nachrichten | Am Puls der Heimat.

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Fußnoten:

  1. ^ Mittelstand-Nachrichten (www.oberberg-nachrichten.de)
  2. ^ Ausbildung (www.oberberg-nachrichten.de)
  3. ^ Krankenzusatzversicherung.de (www.krankenzusatzversicherung.de)

Ist das Sonnenbrand? Frau zieht sich beim Laufen diese ekelhaften Blasen zu – Derwesten.de

Ist das Sonnenbrand? Frau zieht sich beim Laufen diese ekelhaften Blasen zu

am 27.06.2017 um 09:32 Uhr
Die Beine von Julie Nisbet sind nach dem Lauf voller Blasen.

Die Beine von Julie Nisbet sind nach dem Lauf voller Blasen.

Foto: Julie Nisbet

  • Nach dem Laufen bemerkt Julie Nisbet große Blasen an ihren Beinen
  • Sie denkt an Sonnenbrand
  • Doch die Ursache könnte etwas ganz anderes sein

Newcastle.  Riesige orangenförmige Blasen zieren die Beine von Julie Nisbet, die Haut darunter: feuerrot! Die 34-Jährige Läuferin hat gerade mehr als 100 Kilometer in der Sonne hinter sich. Dabei dachte die Britin zunächst, dass sie sich einen richtig heftigen Sonnenbrand eingefangen hat, wie sie zu Fotos auf Twitter schreibt[1].

Sie bandagierte ihre Beine – doch auch diese Maßnahme sollte nicht wirklich helfen: Denn kurze Zeit später bildeten sich Blasen auf ihren Beinen, die größer und größer wurden.

Verletzung durch Bären-Klau

Ein Twitter-Nutzer macht sie darauf aufmerksam, dass sie sich die Verletzungen auch durch den Kontakt mit der Pflanze Riesen-Bärenklau zugezogen haben könnte, der in Verbindung mit Sonnenlicht ähnliche Reaktionen auf der Haut auslöst. Nisbet könnte die Pflanze bei ihrem Lauf berührt haben.

Wie sich die Schmerzen anfühlen, beschreibt die Mutter, die seit der Verletzung mehr als zwei Kilo verloren hat, so: „Ich würde jetzt lieber ein Kind bekommen.“ (bekö)

Fußnoten:

  1. ^ wie sie zu Fotos auf Twitter schreibt (twitter.com)
  2. ^ @ladbible (twitter.com)
  3. ^ pic.twitter.com/jFuNwOuT9l (t.co)
  4. ^ 21. Juni 2017 (twitter.com)