20 Minuten – «Die Anal-Plugs bereiten mir Schmerzen!» – News – 20 Minuten

Frage von Georg (27) an Doktor Sex: Ich bin homosexuell und seit fünf Jahren mit meinem Freund zusammen. Lange Zeit spielte ich beim Sex gern den aktiven Part. Aber in letzter Zeit habe ich mehr und mehr das Bedürfnis, passiv und empfangend zu sein. Woher dieser Wunsch kommt, kann ich mir nicht erklären. Nun begannen wir langsam damit, in entspannter Stimmung mit kleinen Dildos zu experimentieren. Dies klappte super.

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Jedoch sind wir jetzt bei einer Grösse von Anal-Plugs angelangt, die mir Schmerzen bereitet. Ihr Durchmesser reicht aber noch bei weitem nicht an den des Penis meines Freundes heran. Nun mache ich mir Sorgen, weil ich bald mit ihm Geschlechtsverkehr haben möchte. Unsere Kollegen erzählen, dass bei ihnen das Eindringen gleich beim ersten Mal ohne Probleme klappte. Was können wir tun, dass dies auch bei uns ohne Schmerzen gelingt?

Antwort von Doktor Sex

Lieber Georg

Auch wenn deine Kollegen etwas anderes erzählen: Manchmal braucht es etwas Zeit und möglicherweise auch das eine oder andere klärende Gespräch, bis das anale Eindringen problemlos und ohne Schmerzen gelingt. Wenn die ersten Hürden aber einmal überwunden sind und eine gewisse Routine vorhanden ist, sollte Analsex ohne Schmerzen möglich sein.

Der Bereich um den Anus und die Prostata, die über den Enddarm ertastet werden kann, sind erogene Zonen. Manche Männer – und nicht nur Schwule – haben daher grossen Spass, wenn sie dort berührt und stimuliert werden. Einige kommen dabei sogar zum Orgasmus. Aufgrund der in der Kindheit erlebten Reinlichkeitserziehung begegnen viele Menschen diesen Bereichen des Körpers aber mit Vorbehalten oder gar Ablehnung.

Vielleicht hast auch du eine solche Haltung verinnerlicht, weshalb du dich nun beim Üben mit den Plugs verspannst, was unweigerlich zu Schmerzen führt. Eine andere Möglichkeit ist, dass deine Einstellung nicht zu deiner neuen Rolle passt. Mache dir deshalb unbedingt bewusst, dass der passiv-rezeptive Part bei dieser sexuellen Praktik eine völlig andere Haltung erfordert als der aktiv-penetrierende.

Wichtig scheint mir insbesondere, dass du aufhörst, beim Sex zu denken. Wie du sicher weisst, kann das Gehirn sich nicht um zwei Tätigkeiten gleichzeitig und gleichermassen kümmern. In deinem Fall bedeutet dies: Entweder verarbeitet es Gedanken oder Empfindungen. Sobald du dich aber deinen Gedanken zuwendest, verlierst du den Kontakt zum Körper.

Es ist dir dann nicht mehr möglich, ruhig und bewusst zu atmen und dich zu entspannen. Und wie immer, wenn man nicht bei der Sache ist, übernimmt der Autopilot. Dieser ist aber nicht darauf programmiert, eine anale Penetration zu erdulden. Daher schlägt das Stammhirn sofort Alarm, die Muskeln spannen sich im ganzen Körper an und – genau: Autsch, du empfindest Schmerz!

Deine Frage an Doktor Sex: doktor.sex@20minuten.ch[4]

(wer)

Quelle:

www.20min.ch

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