Dauerbelastung im Fußball: Nicht nur die Gesundheit leidet – tz.de

München – Die Dauerbelastung im Fußball ist nicht nur für die Gesundheit der Spieler ein Problem, sondern auch auf anderer Ebene. Ein Kommentar von Manuel Bonke.

Angenommen der FC Bayern schafft den Sprung ins Finale der Champions League – dann bestreiten die Münchner ihr letztes Pflichtspiel am 3. Juni. Genau 14 Tage später startet der Confed-Cup in Russland. Ein Jahr nach der EM in Frankreich haben zahlreiche Bundesligaspieler, die im DFB-Trikot auflaufen, also erneut keine richtige Sommerpause. Beim FCB hat Mats Hummels bereits angekündigt, lieber auf den Confed-Cup zu verzichten. Neben Hummels ist in München auch Thomas Müller einer der Vielspieler. Sein Körper hätte gegen eine normale Sommerpause sicherlich auch nichts einzuwenden. Jerome Boateng würde nach seinen zahlreichen Verletzungen im vergangenen Jahr wohl auch gerne auf das WM-Vorbereitungsturnier verzichten – endlich wieder richtig fit werden. Kein Wunder also, dass selbst Joachim Löw und auch Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge wegen der extremen Spieler-Belastung Alarm schlagen.

Es leidet aber nicht nur die Gesundheit der Spieler, sondern auch die Qualität im Spiel unter dem voll gepackten Länderspielkalender. Erinnern Sie sich? Der FC Bayern stolperte Anfang der Saison durch die Liga, erst nach den ersten Rückrunden-Spielen war die alte Dominanz der Roten zurück. Natürlich hatte das auch etwas mit der Trainerumstellung von Pep Guardiola zu Carlo Ancelotti zu tun. Und trotzdem: Top-Mannschaften leben nicht nur von der individuellen Klasse einzelner Spieler, sondern auch von Automatismen. Viele Spielzüge, die im Stadion und vorm Fernseher für Begeisterung sorgen, sind einstudiert und das Produkt harter Arbeit im Training. Diese Arbeit ist mit wenigen Spielern auf dem Platz nicht möglich. Eine Besserung dieser Situation ist nicht in Sicht. Vereinen, Trainern und Nationalspielern bleibt wohl nur eins übrig: auf die Zähne beißen.

Ex-FCB-Physio warnt vor Dauerbelastung: „Nichtstun kommt zu kurz“[1]

Manuel Bonke

Quelle:

www.tz.de

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