Gesundheit im Glas – Hannoversche Allgemeine

Hannover. Sie sind cremig, lecker und auf den ersten Blick ungeheuer praktisch: Smoothies. Mit den Fruchtgetränken scheint es so einfach, den täglichen Vitaminbedarf abzudecken. Obst und Gemüse schälen, gegebenenfalls entkernen und rein in den Mixer – fertig ist die Gesundheitsbombe. Die täglichen fünf Portionen Obst und Gemüse, wie sie in gängigen Ernährungsempfehlungen angeraten werden, sind so mit einem Knopfdruck zusammengerührt. Nur: Mittlerweile melden sich immer mehr Experten zu Wort, die davor warnen, Smoothies als vollständigen Ersatz anzusehen. Hinzu kommt: Durch die hohe Konzentration von Fruchtzucker und Säure werden bei regelmäßigem Konsum die Zähne angegriffen. Zahnärzte raten deshalb, vor dem Verzehr zur Zahnbürste zu greifen, um einen Säureschutz zu schaffen – keinesfalls aber danach, weil die Zähne durch die aggressiven Stoffe ohnehin schon geschwächt sind. Deshalb ist es nach dem Smoothie-Genuss sinnvoller, den Mund mit Wasser aus- zuspülen.

Grundsätzlich ist gegen ein leckeres, in Maßen genossenes Fruchtmixgetränk aber nichts einzuwenden – vor allem im Spätsommer und Herbst, wenn auf den Märkten besonders viele erntefrische Früchte angeboten werden. Im Gegensatz zu Fruchtsäften wird bei Smoothies die ganze Frucht bis auf Schale und Kern verarbeitet und mit weiteren Zutaten gemischt. Das englische Wort „smooth“ (zu Deutsch: fein, cremig) beschreibt dabei die Konsistenz des Getränks. Immer beliebter werden auch grüne Smoothies, für die zusätzlich Gemüse und Kräuter wie Spinat oder Giersch verwendet werden.

Einfach Obst schneiden und in den Mixer geben – fertig ist der selbst gemachte Smoothie. Einfach Obst schneiden und in den Mixer geben – fertig ist der selbst gemachte Smoothie.

Einfach Obst schneiden und in den Mixer geben – fertig ist der selbst gemachte Smoothie.

Quelle: iStockphoto.com/Goldfaery

Der Trend kommt aus den traditionellen Saftbars der USA. Erst vor einigen Jahren wurden die Fruchtbomben dann auch in Europa immer beliebter. Der Begriff Smoothie ist nicht geschützt. In den Mixer dürfen deshalb grundsätzlich alle Zutaten, die lebensmittelrechtlich zulässig sind. In Supermärkten, wo Smoothies mittlerweile in Flaschen als Fertigprodukt angeboten werden, empfiehlt sich daher immer ein Blick auf die Zutatenliste. Denn einige Hersteller verwenden auch künstliche Zusatzstoffe und Zucker. Auch deshalb warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) davor, mit Smoothies den täglichen Verzehr von Obst und Gemüse zu ersetzen. Denn die Fruchtsäfte enthalten im Vergleich zu den Ausgangsprodukten nicht das identische Spektrum an Inhaltsstoffen. So sitzen etwa bei Äpfeln und Birnen viele Nährstoffe unter der Schale. Zudem scheint der Smoothie auf den ersten Blick zwar ein Getränk zu sein, vom Nährwert ist er allerdings als Mahlzeit einzustufen. Da nicht gekaut werden muss, bleibt der Sättigungseffekt aus, so kann der Smoothie im Laufe der Zeit sogar zum echten Dickmacher werden.

Quelle:

www.haz.de

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