Ungewisse Zukunft für Verein Gesundheit und Fitness nach Schließung des Bad … – Westfälischer Anzeiger

Bockum-Hövel – Was passiert künftig mit unserem Verein? Das wollten fast 60 der mehr als 500 Mitglieder von „Gesundheit und Fitness“ bei der Jahreshauptversammlung wissen, zu der fast doppelt so viele wie im vergangenen Jahr gekommen waren.

Wurde doch der Geschäftsführer der St.-Barbara-Klinik, Frank Lohmann, erwartet, um auch hier Rede und Antwort zu stehen. Doch sie wurden enttäuscht, wenn sie konkrete Lösungen erwartet hatten. Auch am Donnerstagabend machte Lohmann in der Caféteria des St.-Josef-Krankenhauses klar: „Ohne sie gäbe es das Schwimmbecken nicht mehr. Wir brauchen es für die Heilung der Patienten nicht. Kostendeckend war es auch nicht mehr. Und wenn wir 2020 das St.-Josef-Krankenhaus aufgeben, wird auch das Schwimmbecken geschlossen.“ 

Auf Nachfrage sicherte er dem Verein aber zu, dass es bis dahin keine Kostensteigerung mehr geben werde. Er hoffe jedoch, dass das Becken noch so lange durchhalte, denn immerhin habe es auch schon 40 Jahre auf dem Buckel. Investiert hatte die Klinik in den vergangenen Jahren nicht mehr in das Becken. 

25.000 Euro für den Schwimmbetrieb

Damit der Schwimmbetrieb weitergehen konnte, hatte der Verein selbst rund 25.000 Euro aufgebracht, um die nötigen Arbeiten, zum Beispiel an den Fliesen und an der Technik, Ende 2015 und Anfang 2016 ausführen zu lassen. Damals, so sagte die Vorsitzende Ingrid Budde, sei man davon ausgegangen, dass man damit die Zukunft für viele Jahre gesichert habe. „Sonst hätten wir uns die Investition vielleicht überlegt“, so Budde. 

Finanziert hatte der Verein die Reparaturarbeiten durch Rücklagen, die er in den vergangenen Jahren aus den Vereinsbeiträgen und den Beiträgen für die Kurse gebildet hatte. Nicht alles ist verbraucht. Da mit der Schließung des Bades auch die Auflösung des Vereins drohe, habe man sich Gedanken gemacht, wie das Geld an die Mitglieder zurückfließen könne, erläuterte Schatzmeisterin Christel Jozwiak in ihrem Kassenbericht. Das solle durch Senkung der Kursgebühren geschehen, sagte sie unter dem Beifall der Mitglieder. 

Bei einer Auflösung des Vereins erhalte andernfalls das Krankenhaus das Geld. So sei es in der Satzung festgeschrieben. Daher plane man außerdem, in der Jahreshauptversammlung im kommenden Jahr diesen Abschnitt der Satzung zu ändern, kündigte sie an. Derzeit bietet der Verein mehr als 40 Wochenstunden an, davon alleine 30 Stunden Aquafitness im warmen Wasser des Bades im St.-Josef-Krankenhaus. 

Alle Angebote weiterführen

Jetzt, nach der Jahreshauptversammlung werde man offensiver damit umgehen und versuchen „das große Rad zu drehen“, um Wege zur Weiterführung aller Angebote zu finden. Wenn das nicht möglich sei, wolle man versuchen, wenigstens den Gymnastikbereich fortzuführen, kündigte Budde an. Probleme dabei seien jedoch, dass es kein weiteres Bad mit warmen Wasser in Hamm gebe und dass man in den anderen Bädern gar nicht so viele Zeiten bekommen könne. 

Die Formalien der Jahreshauptversammlung waren schnell erledigt. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet und im Amt bestätigt. Die 2. Vorsitzende, Marion Lohr-sträter, erinnerte an Isolde Dunkerbeck, die den Verein im Jahr 1999 gegründet hatte und im Januar dieses Jahres gestorben war. Eingestellt wurden im vergangenen Jahr zwei neue Übungsleiterinnen. 

Eine zusätzliche Kraft im Büro hilft, den weiter gestiegenen Arbeitsaufwand zu bewältigen. Zusätzlich zu den Investitionen ins Bad hat der Verein auch Geld ausgegeben, um neue Geräte wie Ergometer, Crosstrainer und Wurfscheiben anzuschaffen. Ein großer Erfolg war 2016 der Jahresausflug, der nach Lüdinghausen und Davensberg führte. 

In diesem Jahr ist am 18. Juni eine Fahrt an den Möhnesee geplant. Der Bus startet um 8.30 Uhr am alten Markt Bockum-Hövel. Drei Stunden werden die Teilnehmer gemeinsam auf einem Schiff verbringen und dort mit einem Büfett verköstigt. Anschließend geht es noch zum Kaffeeklatsch und geselligen Beisammensein ins Heinrich-Lübcke-Haus in Günne.

Quelle:

www.wa.de

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