Katholische Hochschule Mainz startet neuen Masterstudiengang „Klinische … – Allgemeine Zeitung Mainz

Von Lisa Marie Steinhaus

MAINZ – Kompetenz in Therapie und Versorgung ausbauen: Im gerade begonnenen Sommersemester 2017 ist an der Katholischen Hochschule der neue Masterstudiengang „Klinische Expertise in Gesundheit und Pflege“ gestartet. Dieser richtet sich an die Berufsfelder der psychiatrischen Pflege, der Logopädie, der Physiotherapie sowie des Hebammenwesens.

Der Master soll eine vertiefende Auseinandersetzung mit Therapieansätzen und Versorgungsformen bei komplexen Fällen ermöglichen, die über das eher generalistische Wissen im Bachelorstudium hinausgeht. „Dabei ist die Verknüpfung von Forschung und Praxis ein wichtiger Teil des Studiums“, erzählt die Professorin für Logopädie und Prodekanin des Fachbereichs Gesundheit und Pflege, Dr. Sabine Corsten. Die Studierenden sollten Fälle aus der Praxis aufgreifen und so zum Beispiel Forschungserkenntnisse zu Therapiemethoden in der Praxis nutzbar machen.

Dabei ist der Studiengang ein konsekutives Studienangebot. Voraussetzung ist das erfolgreiche Absolvieren des Bachelorstudiengangs „Gesundheit und Pflege“ mit dem Schwerpunkt „Klinische Expertise“ sowie eine abgeschlossene Ausbildung in der Pflege, Logopädie, Physiotherapie oder dem Hebammenwesen.

Im vergangenen Semester hätten bereits die ersten Studierenden des Wahlpflichtbereichs „Klinische Expertise“ ihr Studium abgeschlossen, erzählt Corsten. „Ihnen können wir nun direkt ein weiterführendes, fachspezifisches Masterstudium anbieten.“ Dabei werden in den vier Disziplinen unterschiedliche Schwerpunkte gelegt.

Ziel: Austausch der Fachdisziplinen stärken

In der Pflege geht es besonders um die psychiatrische Versorgung und die seelische Gesundheit, erzählt Professor Dr. Brigitte Anderl-Doliwa. In diesem Bereich seien Pflegekräfte oftmals als sogenannte Bezugspersonen fallführend für einen Patienten verantwortlich. „Dabei müssen sie häufig sehr komplexe Krankheitsbilder und Versorgungslagen managen.“

Die Studierenden sollen hier neue Therapieansätze zum Beispiel in der Logopädie und Physiotherapie kennenlernen und neue Konzepte entwickeln. Im Schwerpunkt Hebammenwesen wird neben der Weiterbildung zur Familienhebamme auch vertiefendes Fachwissen vermittelt.

In diesem Jahr haben sich Absolventinnen aus dem Bereich Pflege und Logopädie für das Masterstudium entschieden, die nächsten Jahre sollen vor allem auch Physiotherapeuten sowie Hebammen und Entbindungspfleger gewonnen werden. „Die Professionalisierung dieser Berufsgruppen und der Austausch der Fachdisziplinen auf Masterebene soll weiter verstärkt werden“, so Corsten.

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