Gesundheit: Nasebohren und Verspeisen von Nasenschleim soll tatsächlich … – Heilpraxisnet.de

Essen von fest gewordenen Nasenschleim schützt unter anderem unsere Zähne
Viele Kinder bohren in der Nase, um dann entfernten Inhalt zu essen. Eltern sehen so etwas generell nicht so gerne und achten dementsprechend darauf, dass der Nachwuchs dieses Verhalten einstellt. Forscher fanden jetzt aber heraus, dass Nasenbohren und der anschließende Verzehr des Nasensteins zu gesundheitlichen Vorteilen führen kann.

Die Wissenschaftler der international anerkannten Harvard University und des Massachusetts Institute of Technology stellten bei ihrer Studie fest, dass Nasenbohren und der anschließende Verzehr des fest gewordenen Nasenschleims (Popel) unter anderem zu gesundheitlichen Vorteilen für unsere Zähne führen kann. Die Mediziner veröffentlichten die Ergebnisse ihrer Studie in der Fachzeitschrift „Applied and Environmental Microbiology[1]“.

Gerade kleine Kinder bohren häufig in der Nase. Dieses Verhalten wird von Eltern überhaupt nicht gerne gesehen. Mediziner fanden heraus, dass in der Nase bohren und anschließender Verzehr des fest gewordenen Nasenschleims die Gesundheit verbessern kann und speziell unsere Zähne schützt. (Bild: MAK/fotolia.com)

Sollten Menschen mehr in der Nase bohren?
Das Verzehren von fest gewordenem Nasenschleim (Popel) ist häufig bei kleinen Kindern zu beobachten. Es gibt allerdings auch durchaus Erwachsene, welche in der Nase bohren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. Diese Art von Verhalten wird in der heutigen Gesellschaft als widerlich und verkehrt angesehen. Und genau diese Ansicht der Mehrheit aller Menschen scheint verkehrt zu sein. Nach der Ansicht von Forschern, sollten wir alle mehr in der Nase bohren und unsere Popel nach der Entfernung verspeisen.

Gesundheitliche Vorteile des Nasenbohrens sind wichtig für heranwachsende Kinder
Der Grund für diese eigenartig anmutende Empfehlung sind gesundheitliche Vorteile im Zusammenhang mit dem Verzehr. Dieser könnten besonders wichtig für heranwachsende Kinder sein, sagen die Autoren. Die Wissenschaftler stellten bei ihrer Studie fest, dass fest gewordener Nasenschleim sogenannte Speichel-Mucine enthält, welche unsere Zähne vor schädlichen Bakterien schützen. Solche Bakterien verursachen normalerweise Hohlräume in unseren Zähnen, erläutern die Experten.

Wissenschaftler entwickeln zur Zeit einen synthetischen Nasenschleim
Forscher sind mittlerweile sogar damit beschäftigt, einen synthetischen Schleim zu entwickeln, welcher in Zukunft in Kaugummi oder Zahnpasta enthalten sein könnte, und ebenfalls die Zähne schützt. Es gibt auch immer mehr Hinweise darauf, dass der Nasenschleim beispielsweise vor Atemwegserkrankungen und Magengeschwüren zu schützen scheint, fügen die Mediziner hinzu.

Nasenbohren ist ganz natürlich und macht medizinisch gesehen durchaus Sinn
Einige Experten sind sogar der Meinung, dass in der Nase bohrende Menschen generell glücklicher, gesünder und besser im Einklang mit ihrem Körper sind, verglichen mit andere Menschen. Das Nasenbohren und das spätere Verzehren der trockenen Überreste von Nasenschleim sei eine großartige Möglichkeit, um das Immunsystem unseres Körpers zu stärken. Dieses Verhalten mache medizinisch gesehen Sinn und sei eigentlich ein ganz natürlicher Vorgang, erläutern die Wissenschaftler.

Bakterien im Nasenschleim funktionieren im Darm wie eine Art Medizin
In Bezug auf das Immunsystem ist die Nase quasi ein Filter, in dem viele Bakterien angesammelt werden, erklären die Forscher. Wenn diese Mischung von Bakterien dann durch den Verzehr in den Darm gelangt, funktionieren sie dort wie eine Art Medizin.

Sollten Eltern ihren Kindern jetzt beibringen in der Nase zu bohren?
Die soziale Stigmatisierung des Nasenbohrens ist verkehrt und sollte eingestellt werden, sagen die Experten. Eigentlich sollten Eltern ihre Kinder sogar dazu ermutigen, dass diese in der Nase bohren und den gefundenen fest gewordenen Nasenschleim verzehren, so die Forscher weiter. (as)

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Fußnoten:

  1. ^ Applied and Environmental Microbiology (www.ncbi.nlm.nih.gov)
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