Gesundheit | Schluss mit dem Wetterfrust! – BILD

Seit Ostern bedecken dunkle Wolken den Himmel über Deutschland. Es ist für die Jahreszeit viel zu kalt und ständig piesacken uns Regenschauer. Dabei sind wir doch alle auf Sonne und Frühjahr eingestellt. Ganz Deutschland ist genervt von dem blöden Mistwetter, viele Menschen sind müde, andere entwickeln plötzlichen Heißhunger, wieder andere werden aggressiv oder depressiv.

BILD erklärt, warum das so ist. Und was wir dagegen tun können.

Was macht wechselhaftes Wetter mit unserem Körper?

Das größte Problem ist derzeit das fehlende Sonnenlicht. Wir bekommen zu wenig UV-Strahlung ab. Im Körper werden deshalb zu wenige Hormone gebildet, unser Hormonspiegel ist im Keller.

Dr. Peter Schleicher, Immunologe aus München: „In der Folge fühlen wir uns müde und abgeschlagen, haben keinen Antrieb, weil z. B. zu wenig Testosteron gebildet wird. Das ist das Leistungshormon.“

Und das sind weitere innere Prozesse, die uns beeinflussen:

► Da das Glückshormon Serotonin fehlt, fühlen sich viele Menschen depressiv, haben keine Lust auf Sex.

► Heißhunger entsteht, weil dem Körper Vitamine fehlen. Wir essen dann aber oft leider das Falsche, nämlich Süßes.

► Und aggressiv werden wir über eine direkte Verbindung zwischen Nervensystem und unserer Leber: Denn die Hormone Melatonin und Serotonin haben auch Einfluss auf den Leberstoffwechsel.

Das macht jetzt munter & vital

Das Wetter ärgert uns. BILD sagt, was wir jetzt am besten gegen den Wetterfrust tun können.

► Körper und Geist abhärten: Morgens eine kalte Dusche
nach dem Aufstehen. Und bei jedem Wetter rausgehen. Natürlich mit der richtigen Kleidung (Zwiebellook)!

► Bewegung regt den Kreislauf an: Dreimal in der Woche mindestens 20 Minuten Sport, Schwimmen oder schnelles Laufen.

► Mit Lichttherapie-Lampen (30 Minuten am Tag) oder einem
guten Solarium (einmal in der Woche für acht Minuten) zusätzliches Licht besorgen. Wirkt stimmungsaufhellend.

► Eine vitaminreiche Ernährung aus Obst und Gemüse hilft gegen den Heißhunger.

► Auch eine kalziumreiche Kost ist jetzt wichtig. Denn unser Körper braucht Kalzium zur Hormonproduktion: Essen Sie jetzt Käse, Joghurt und trinken Sie Milch.

► Weil die Sonne fehlt, sollten wir zusätzlich Vitamin D
aufnehmen: Das geht über fetten Fisch (z. B. Lachs) oder Vitamin-D Präparate aus Drogerie oder Apotheke.

► Studien haben gezeigt: Wer depressiv oder aggressiv ist, sollte einfach sein Haustier streicheln. Das macht glücklich und beruhigt.

► Und das ist das Glücksrezept: Rhabarber in Wasser
oder Weißwein leicht dünsten. Mit Puderzucker und geraspelter Bitterschokolade überstreuen. Darin steckt die Aminosäure L-Triptophan, die der Körper zur Produktion des Glückshormons Serotonin braucht, sowie hoch-wirksames Kalzium.

Foto: Stock4B/Getty Images

Spielt Wetterfühligkeit dabei auch eine Rolle?

Ja! Laut Untersuchungen bezeichnen sich 50 Prozent der Deutschen als wetterfühlig. Sie sagen: Das aktuelle Wetter hat einen großen Einfluss auf mich. Viele bekommen Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden oder sogar Rheumaschübe.

Der Biometeorologe Prof. Andreas Matzarakis vom Deutschen Wetterdienst: „Das Wetter ist nur eine Ursache von vielen, es bringt das Fass zum Überlaufen. Der allgemeine Fitnesszustand oder Vorerkrankungen spielen auch eine Rolle.“

Ein weiteres Problem ist die Erwartungshaltung: Eigentlich wollen wir jetzt nach draußen, gieren nach Sonne und Wärme. Aber Regen und Kälte halten uns ab.

Prof. Matzarakis: „Das ist ein großer Fehler. Wir haben verlernt, bei jedem Wetter rauszugehen, sind nicht mehr angepasst an unsere Umwelt. Deshalb kommt unser Körper auch mit raschen Änderungen nicht mehr klar.“

Wer ist besonders betroffen?

Ältere Menschen, sowie Menschen mit geschwächtem Immunsystem. Aber auch chronisch Kranke leiden besonders unter Wetterfühligkeit und häufigen Wetterwechseln.

Woanders ist es auch mies …

Nicht nur wir Deutschen leiden unter dem aktuellen Mistwetter:

Belgrad: In den kommenden Tagen gibt es immer wieder Gewitter, teils heftige Unwetter. Rund 12 Grad.

Wien: Auch in der alten Kaiserstadt ist es eher wechselhaft. Bei 18 Grad.

Paris: Wolken und Regen bestimmen das Wetter. 14 bis 19 Grad.

New York: Regen das ganze Wochenende. Nur 16 Grad.

Ankara: Selbst in der Türkei wird es wechselhaft und gewittrig. Immerhin 15 bis 20 Grad.

Wer profitiert vom Regenwetter?

Derzeit vor allem Allergiker! Wenn es viel regnet, fliegen weniger Pollen. Aber auch die Landwirte freuen sich:

Denn nach dem trockenen Winter brauchen die Böden und die Pflanzen dringend ausreichend Feuchtigkeit.

Wann wird es endlich schöner?

So schnell leider nicht. Bis mindestens Mitte Mai bleibt es wechselhaft und eher kühl.

Dipl.-Meteorologe Dominik Jung (wetter.net): „Zwischendurch kann es zwar mal einen Lichtblick geben, Richtung Muttertag könnte es bis zu 25 Grad warm werden. Aber dann sorgen immer wieder Schauer und sogar stramme Gewitter für Abkühlung.

Unser Problem: Ein stabiles Schönwetterhoch ist derzeit nirgendwo in Sicht.“

Quelle:

www.bild.de

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