Gesundheit Welchen Sonnenschutz für meinen Hauttyp? – Allgemeine Zeitung

Gesundheit : Welchen Sonnenschutz für meinen Hauttyp?

Immer der richtige Sonnenschutz. Gerade Kinder brauchen einen hohen Lichtschutzfaktor. Ihre Haut ist noch zu empfindlich. Foto: goodluz – 292626953 / Shutterstock.com

Endlich Sommer! Wenn die Temperaturen jenseits der 25-Grad-Marke liegen, zieht es fast jeden hinaus vor die Türe. Manch einen mit einem etwas mulmigen Gefühl. Denn die Sonnenbrandgefahr ist groß[1]. Keine Sorge: Es gibt für jeden Hauttyp die passende Sonnencreme. Aber wer weiß schon, welcher Hauttyp er ist? Unsere Tabelle gibt Aufschluss:

Die verschiedenen Hauttypen
Typ 1 Der hellste Hauttyp hat die Ziffer 1. Diese Menschen leben meist im hohen Norden, etwa in Skandinavien. Es gibt sie aber auch in Deutschland. Der Typ 1 wird nicht braun, verbrennt sich aber schnell. Ein hoher Eigenschutz ist daher bei diesem Typ extrem wichtig.
Typ 2 und 3 Die Haut des Typ 2 und 3 ist ebenfalls hell. Die Gefahr, sich einen Sonnenbrand zu holen, ist bei diesem Typ ebenfalls hoch. Die Bräunung der Haut geht nicht über die Marke „minimal“ hinaus. Auch dieser Typ sollte einen hohen Lichtschutzfaktor wählen.
Typ 4 Der Typ 4 ist der eher mediterrane Mensch. Hauptsächlich aus Südeuropa kommen diese Hauttypen. Seine Hautfarbe ist von Natur aus schon bräunlich gefärbt. Sonnenbrand bekommt dieser Typ eher selten, muss sich aber dennoch vor der gefährlichen UV-Strahlung schützen. Jedoch nicht mit einem extrem hohen Lichtschutzfaktor.
Typ 5 und 6 Dieser Typ ist vornehmlich auf dem afrikanischen Kontinent zuhause. Die Haut dieses Menschen ist von Natur aus dunkelbraun bis schwarz. Sonnenbrand bekommt dieser Typ so gut wie nie.

Tabelle: Die verschiedenen Hauttypen. In Deutschland leben überwiegend Menschen mit den Hauttypen 2 und 3.

Normale Haut, Mischhaut, trockene Haut oder fettige Haut?

Bei den Hauttypen wird auch noch zwischen normaler Haut, Mischhaut, trockener Haut und fettiger Haut unterschieden. Welche Sonnencreme sich am besten für die jeweiligen Hauttypen eignet, erfragen Sie am besten bei Ihrem Hausarzt. Auch Fachportale, wie doktor-haut.de leisten guten Rat[2]. Auch ein Blick auf die Testergebnisse der Stiftung Warentest kann hilfreich sein. Dabei sollten Sie auch beachten, dass die Haut, je älter sie wird, trockener wird. Wer also in jungen Jahren Mischhaut hatte, kann heute schon sehr trockene Haut haben.

Was ist eigentlich UV-Strahlung?

UV-Strahlung ist die Abkürzung für Ultraviolette Strahlung. Sie wird in drei Bereiche eingeteilt:

  • UV-A-Strahlung
  • UV-B-Strahlung
  • UV-C-Strahlung

Der Unterschied liegt in der Wellenlänge[3]. Während UV-A- und UV-B-Strahlung die Erdoberfläche noch erreicht, wird UV-C-Strahlung von der Erdatmosphäre vollständig herausgefiltert.

Je näher man dem Äquator ist, desto höher ist die Strahlung. Auch mit zunehmender Höhe, also beispielsweise in den Bergen, ist die Strahlung intensiver. Übrigens dringen UV-Strahlen auch zu uns durch, wenn der Himmel bedeckt ist.

UV-Strahlung ist nicht sichtbar und kann auch sonst mit keinem Sinnesorgan wahrgenommen werden. Sie wirkt vor allem auf unsere Haut und unsere Augen. Die Strahlung kann sofortige Reaktionen der Haut hervorrufen. Die Haut bräunt sich. Erreicht uns zu viel der Strahlung, drohen Sonnenbrände. Diese sind extrem gesundheitsschädlich, weil sie Hautkrebs auslösen können.

Empfindlichere Kinderhaut

Bei Kindern ist ein noch höherer Schutz Pflicht. Kinderhaut ist wesentlich empfindlicher[4], als die von Erwachsenen. Sie ist dünner und der Eigenschutz bildet sich erst im Laufe der Lebensjahre. Das Hautkrebsrisiko steigt um das Zwei- bis Dreifache. Pralle Sonne sollten Sie daher vermeiden. Verwenden Sie nur Sonnenschutzmittel, die speziell für Kinder geeignet sind. Cremes und Lotionen trocknen die empfindliche Kinderhaut aus, sodass besser Gele verwendet werden sollten. Der Lichtschutzfaktor (LSF) sollte möglichst hoch sein, mindestens aber 20 betragen. Beim Aufenthalt am oder im Wasser empfehlen sich wasserfeste Sonnencremes.

Welche Lichtschutzfaktoren gibt es? Auf den Hauttyp kommt es an!

„Sonnenschutzmittel“ dürfen sich nur die Produkte nennen, die einen Lichtschutzfaktor von mindestens 6 beinhalten. Die Ziffer 6 bedeutet in diesem Fall, dass man sechs Mal länger in der Sonne bleiben darf, als das mit der Eigenschutzzeit, also völlig ohne Sonnenschutz, möglich wäre. Welche Eigenschutzzeit Ihre Haut hat, hängt von Ihrem Hauttyp ab. Ausgehend von durchschnittlicher UV-Strahlung, ergeben sich folgende Beispiele:

  • Hauttyp 1: Die Eigenschutzzeit liegt bei weniger als 10 Minuten
  • Hauttyp 2: Die Eigenschutzzeit liegt bei etwa 10 bis 20 Minuten
  • Hauttyp 3: Die Eigenschutzzeit liegt bei etwa 20 bis 30 Minuten
  • Hauttyp 4: Die Eigenschutzzeit liegt bei mehr als 30 Minuten

Multipliziert man also die Eigenschutzzeit mit dem Lichtschutzfaktor, erhält man die Zeit, die man geschützt in der Sonne verbringen darf. Ein Mensch mit Hauttyp 3 darf also mit Lichtschutzfaktor 6 zwei bis 3 Stunden in der Sonne verbringen, ohne Schaden zu nehmen.

Vorsicht: Der Lichtschutzfaktor schützt natürlich nur die Haut. Auch die Augen müssen vor UV-Strahlung geschützt werden. Hierfür gibt es spezielle Sonnenbrillen. Denken Sie auch an die Kopfbedeckung. Ohne drohen Sonnen-Stich und Hitzekollaps! Trinken Sie viel, weil wir bei Hitze Flüssigkeit verlieren.

Wenn Sie zusätzlich zum Sonnenschutz auch ein Mückenschutz-Mittel verwenden wollen, sollten Sie zuerst das Sonnenschutzmittel auftragen und dann das Mückenmittel darüber.

Nachcremen bringt nichts

Wer denkt, die Zeit in der Sonne verlängert sich, wenn man sich einfach neu eincremt, irrt. Ist die Zeit abgelaufen, sollte man schattige Plätze aufsuchen oder die Haut mit Kleidung bedecken. Wer sich neu eincremt, erneuert zwar den Schutz vor der Sonne, er verlängert ihn aber nicht. Tatsächlich sollten Sie die Zeit in der Sonne auch nicht komplett ausnutzen, sondern nur etwa 60 Prozent der Schutzzeit in der Sonne verbringen.

Ein sehr häufiger Fehler ist auch das Auftragen von zu wenig Sonnenschutz. Erwachsene Menschen brauchen etwa 30 bis 40 Milliliter Sonnencreme, um den ganzen Körper zu bedecken. Achtung bei den häufig vergessenen Stellen. Auch Ohren, Füße und Geheimratsecken benötigen ausreichend Schutz. Wer sehr dünne Kleidung trägt, sollte auch darunter Sonnencreme auftragen. Denn sehr dünne Kleidung lässt ebenfalls UV-Strahlung durch.

UV-Strahlung durch Autoglas?

Die gesundheitsschädlichen UV-Strahlen dringen auch durch Autoscheiben. Es ist ein Märchen, dass man durch Autoglas keinen Schaden nehmen kann. Vor allem die Seitenscheiben sind dabei gefährlich. Bei längeren Fahrten sollten Sie sich daher ausreichend mit Sonnencreme einreiben.

Fußnoten:

  1. ^ die Sonnenbrandgefahr ist groß (www.azonline.de)
  2. ^ leisten guten Rat (www.doktor-haut.de)
  3. ^ liegt in der Wellenlänge (www.bfs.de)
  4. ^ Kinderhaut ist wesentlich empfindlicher (www.kindergesundheit-info.de)
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