Gesundheitsreport: 77 Prozent der Berufstätigen haben Schlafprobleme – tz.de

Bayern schläft schlecht. Das ist das Ergebnis des DAK-Gesundheitsreports 2017. Laut der Untersuchung leiden 77 Prozent aller Erwerbstätigen (18 – 65 Jahre) in Bayern unter Schlafproblemen.

In konkreten Zahlen sind das über fünf Millionen. Vor sieben Jahren waren es noch 57 Prozent weniger. Und: 6,3 Prozent der Bayern haben sogar besonders schwere Schlafstörungen – 423 000 Menschen kämpfen mit sogenannter Insomnie.

Gesundheitsreport

„Viele Menschen haben nachts das Smartphone an der Steckdose, können aber ihre eigenen Akkus nicht mehr aufladen“, sagt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertetung der DAK-Gesundheit Bayern. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass sie „ziemlich oft, meistens oder immer müde“ seien. Jeder Dritte (31 Prozent) hat wenigstens dreimal pro Woche Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Immerhin: Bayern schneidet besser ab als der Bundesdurchschnitt. In einer deutschlandweiten Studie berichteten etwa 80 Prozent der Erwerbstätigen von Problemen.

Schlafstörungen sind Warnsignal

Schlafstörungen werden leicht unterschätzt[1]“, sagt Schwab. Dabei seien Einschlaf- und Durchschlafstörungen ein Warnsignal. Chronisch schlechter Schlaf könne der Gesundheit ernsthaft schaden. Folgen seien unter anderem Müdigkeit und Unkonzentriertheit bei der Arbeit. Bei Schlecht-Schläfern steige das Risiko für Stoffwechselstörungen, Depressionen und Angststörungen, Bluthochdruck und Herzschäden. „Die zunehmenden Schlafstörungen in der Bevölkerung in Bayern sollten uns wachrütteln, sie Zahlen sind alarmierend“, sagt Schwab.

Gründe sind vielseitig

Nur einige Faktoren sind das Arbeiten in Nachtschichten, genereller Termindruck, ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend und vor allem das häufige Arbeiten an der Leistungsgrenze. Heißt: Stress und Druck am Tag rauben uns den Schlaf der Nacht – und das macht uns auf Dauer krank!

Umso wichtiger ist die Frage: Wie vermeidet man Schlafprobleme?

„Vor dem Zubettgehen sollte man Faktoren wie Kaffeetrinken, übermäßigen Sport, aber auch übermäßiges Essen vermeiden“, sagt Prof. Hans Fürstl, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychartrie und Psychotherapie sowie des Schlafmedizinischen Zentrums am Klinikum rechts der Isar. Entscheidend sei, dass man bei Schlafproblemen nicht im Bett liegen bleibe. Denn: Wer sich ewig hin- und herwälzt, macht’s nur schlimmer. Allerdings sind „erfolgreiche Methoden zum besseren Einschlafen so unterschiedlich wie das Schlafbedürfnis oder Schlafgewohnheiten[2]“, so Fürstl. Deshalb sollten Betroffene den Weg zum Arzt nicht scheuen. Schwere Schlafstörungen werden derzeit noch zu wenig behandelt – 70 Prozent der Betroffenen waren noch nie bei einem Arzt! Auch deshalb hat die DAK jetzt eine Schlaf-Hotline (040/325 325 805) eingerichtet.

„Gesunde Seitenlage für Erholung“

„Ich schlafe seit Februar in einem neuen Boxspringbett – das ist sehr erholsam. Durch das neue Bett habe ich sogar meine Schlafposition von der ungesunden Bauch- zur Seitenlage verändert. Wir bei Bettenrid stellen für jeden Kunden ein individuelles Betten- und Schlafsystem zusammen. Dafür haben wir eine Anmessstation, bei der wir die optimale Position ermitteln.“ – Christiane Hoss-Nurminen (43), Marketingchefin, Bettenrid

„Es war heftig“

„Ich schlafe mittlerweile hervorragend – allerdings war das nicht immer so. Als ich noch berufstätig war, konnte ich oft nicht so gut schlafen. Die Gründe dafür waren meiner Meinung nach der Stress und die Arbeitszeiten. Mein Tipp, um dann zur Ruhe zu kommen: Sofort das Bett verlassen und den Fernseher einschalten oder ein gutes Buch zur Hand nehmen.“ – Ebhard Bernauer (65), Rentner aus Penzberg

„Wechselhaft“

Bei mir ist das ziemlich unregelmäßig. Unter der Woche schlafe ich meistens zu kurz – nur etwa fünf bis sechs Stunden pro Nacht. Dafür gönne ich mir dann am Wochenende mehr Schlaf – bis zu zehn Stunden. Häufig kann ich nicht so gut einschlafen, dann schaue ich mir einen Film an. Lesen wirkt bei mir nicht so gut: Das macht mich eher wach als schläfrig. – Esther Prummer (20), Studentin aus München

„Dienst ist hart“

„Ich falle abends todmüde ins Bett und werde morgens brutal durch meinen Wecker aus dem Schlaf gerissen. Dabei komme ich etwa auf sechs Stunden Schlaf pro Tag. Im Bereitschaftsdienst sieht das ganz anders aus: Dort schlafe ich höchstens drei Stunden. Den darauffolgenden Tag nennen wir auch den „verlorenen Tag“, weil man sich da dann erst mal vom anstrengenden Dienst erholen muss.“ – Matthias Thaeter (27), Arzt aus Aachen

Die Probleme kommen mit dem Alter“

„Früher habe ich sehr gut geschlafen – da hatte ich keine Probleme. Aber seit einem halben Jahr schlafe ich überhaupt nicht mehr gut. Manchmal wache ich schon um fünf Uhr in der Früh auf und setze mich dann in den Sessel, weil ich nicht wieder einschlafen kann. Da helfen auch die vielen Kopfkissen nichts. Ich glaube, dass mein Schlafproblem eine Alterserscheinung ist.“ – Elisabeth Koschany (86), Rentnerin aus Friedberg

Hier schlafen Sie allein unter Wölfen

Zur Fotostrecke[3]

Quelle:

www.tz.de

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