Kreisfreie Stadt Worms: Kontinenz- und Beckenbodenzentrum zertifiziert – FOCUS Online

Nur wenige gehen zum Arzt

Hinzu kommt noch eine Vielzahl vor allem weiblicher Patienten mit chronischer Verstopfung. Diese stigmatisierenden Beschwerden führen häufig zu massiven Beeinträchtigungen des Alltagslebens und zu sozialer Isolation.

Obwohl sehr viele Menschen täglich unter diesen Problemen leiden, ertragen zwei von drei Betroffenen ihr Leiden still und unbehandelt. Nur wenige Patienten gehen zum Arzt oder informieren sich. Dabei sind die Beschwerden sehr gut therapierbar.

Um Patienten/innen optimal betreuen zu können haben sich daher vor drei Jahren die Abteilungen für Allgemeinchirurgie, Urologie und Gynäkologie zusammen mit der Praxis für Urogynäkologie in Alzey (Hr. Dr. Lange) im Beckenbodenzentrum Rheinhessen zusammengeschlossen.

Die Bemühungen um eine bessere Versorgung Betroffener wurden nun im letzten Jahr mit der Zertifizierung als Beckenbodenzentrum honoriert. Diese Zertifizierung setzt ein hohes Maß an Kooperation und Spezialisierung voraus, wie sie nur selten gegeben ist.

So finden sich im Beckenbodenzentrum Rheinhessen Kooperationspartner aus dem ganzen Gebiet Rheinhessens wieder. Urologen, Gynäkologen, Chirurgen, Physiotherapeuten, Selbsthilfegruppen, Pflegeexperten, spezialisierte Beckenbodentherapeuten etc..

Warum ist das so wichtig?

Der Beckenboden bildet den muskulären Abschluss unseres Bauchraumes in dem Blase, Prostata, weibliche Geschlechtsorgane und der Enddarm in sehr enger Beziehung zueinander liegen und deren Funktion oder Fehlfunktion sich gegenseitig beeinflussen.

Zeit unseres Lebens ist der Beckenboden vielen Belastungen ausgesetzt die natürlich sind, wie z.B. der aufrechte Gang. Der Beckenboden ist aber auch durch Geburten, Operationen oder Bestrahlungsbehandlungen im Bereich der Blase und Prostata, der weiblichen Geschlechtsorgane und des Enddarmes oft zusätzlich beansprucht.

Meist liegt nicht ein einzelnes Problem vor, sondern die Summe vieler Veränderungen führt am Ende zu einer Blasen- und/oder Darmentleerungsstörung. Die Symptome können dabei ganz unterschiedlicher Natur sein. So kann es einerseits zur chronischen Verstopfung oder einem Harnverhalt kommen andererseits aber auch zur Urin- und/oder Stuhlinkontinenz. Da häufig eine Kombination unterschiedlicher Probleme zu den Beschwerden führt, ist es wichtig mit dem Blick über den eigenen Tellerrand die richtigen Schritte zu veranlassen. Denn so wie die Probleme, die zu der Funktionsstörung führen, häufig unterschiedlicher Natur sind hat auch die Behandlung eines urologischen, gynäkologischen oder darmchirurgischen Befundes Einfluss auf die anderen Bereiche.

Sehr häufig steht nach ausführlicher Diagnostik zunächst eine konservative medikamentöse oder physiotherapeutische[1] Therapie im Vordergrund, die schon zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führt. Erst wenn hier der Erfolg ausbleibt kommen weiterführende auch operative Therapiemöglichkeiten in Betracht.

Wie auch im konservativen Bereich eine spezialisierte Therapie gute Erfolge verspricht, so ist auch im operativen Bereich eine Spezialisierung unabdingbar, um gute Erfolge für die betroffenen Patienten zu erzielen. Im Beckenbodenzentrum Rheinhessen am Klinikum Worms stehen daher alle modernen operativen Therapiemöglichkeiten zur Verfügung und es kann so individuell für jeden Patienten die richtige Therapie ausgewählt werden. Das Spektrum reicht hier von kleinen Operationen wie schmerzarmer Hämorrhoidenoperationen über die Einpflanzung von Netzen oder minimalinvasiver Darmoperationen bis hin zur Beckenbodenschrittmachertherapie. Ziel ist es, den Patientinnen und Patienten durch eine optimale Behandlung aller Disziplinen ihre Lebensqualität zurückzugeben und lange zu erhalten.

http://www.klinikum-worms.de

Quelle:

www.focus.de

Fußnoten:

  1. ^ Mehr zu physiotherapeutische (www.focus.de)
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