TV-Kolumne „Markt“: Expertin erklärt, wieso der Starbucks-Pappbecher der … – FOCUS Online

Einwegbecher und die Umweltverschmutzung, die sie verursachen, sind derzeit ein breit diskutiertes Thema. Das NDR-Verbrauchermagazin „Markt“ hat die beliebten To-Go-Becher nun noch unter einem anderen Gesichtspunkt betrachtet und unter die Lupe genommen, wie schädlich sie eigentlich für die Gesundheit sind.

In einem Labor ließen die Sendungsmacher fünf Einwegbecher testen: Diese stammten aus dem Hause Starbucks, von McDonald’s, von Tchibo und aus der im Norden beliebten Familienbäckerei von Allwörden. Darüber hinaus wurde ein No-Name-Becher getestet, der häufig an Raststätten oder in Kantinen ausgegeben wird.

Heißgetränke lösen Chemikalien

Das Ergebnis: Sowohl im No-Name-Becher, als auch in denen von Starbucks[1] und McDonald’s wurden Weichmacher gefunden. Der höchste Wert beim NDR-Vergleich wurde bei dem beliebten roten Starbucks-Becher festgestellt.

Auch wenn die gemessenen Werte alle unter dem gesetzlich festgelegten Maximalwert lagen, findet Umwelttoxikologin Jane Muncke das Ergebnis dennoch bemerkenswert. Der Grund: Bei heißen Lebensmitteln lösten sich Chemikalien schneller aus dem Kunststoff, mit dem Einwegbecher innen beschichtet sind.

McDonald’s-Becher gibt noch mehr Anlass zur Skepsis

„Phthalate, sogenannte Weichmacher, stehen unter Generalverdacht, das Hormonsystem zu schädigen“, erklärt die Expertin. Sie gelangten über viele Lebensmittel in den menschlichen Körper, beispielsweise durch das Trinken aus einer Plastikflasche. Durch heiße, teils fetthaltige Kaffeegetränke würden sich die Stoffe jedoch „in größeren Mengen“ aus dem Kunststoff lösen.

Noch ein anderes Messergebnis gibt Anlass zur Skepsis gegenüber den To-Go-Bechern, auch wenn die Werte wieder in den gesetzlich zulässigen Bereich fielen. In den Bechern von McDonald’s und von Allwörden fanden die Tester einen Mix aus Kohlenwasserstoffen.

„Chemikalien, die gehören nicht in den Körper“

„Das sind Chemikalien, die gehören nicht in den Körper“, kommentiert die Expertin. Vermutlich könnten sie sich im Körperfett anreichern. „Was das für die Gesundheit heißt, ist im Moment noch eine unbeantwortete Frage“, so Muncke.

Um Gesundheit ging es am Montagabend auch in einem weiteren Beitrag des Magazins „Markt“. Genauer gesagt um Heilpraktiker, von denen über 30.000 in Deutschland praktizieren. Vom Quacksalber bis hin zum spezialisierten Therapeuten ist da alles vertreten.

Heilpraktiker Christian Wilms, der zu letzteren gehört, erklärt den Grund dafür so: „Die Berufsordnung ist nicht verbindlich, der Heilpraktiker ist nur verpflichtet, sich nach dieser zu richten, wenn er Mitglied ist in einem Verband, der die Berufsordnung zur Bedingung macht.“

Heilpraktiker kann quasi jeder werden

Die Folge: Fast jeder, der will, kann Heilpraktiker werden. Laut NDR muss ein Anwärter dafür nur über 26 Jahre alt sein, braucht einen Hauptschulabschluss, ein polizeiliches Führungszeugnis und eine Zulassung vom Gesundheitsamt.

Die Zulassung wird nach einer Amtsärztlichen Überprüfung ausgestellt. Verbindliche Grundlagen, die Heilpraktiker-Anwärter können müssen, gibt es nicht. Die Folge ist dramatisch: „Das kann theoretisch dazu führen, dass jemand mit Glück, die amtsärztliche Überprüfung schafft und dann eine Erlaubnis bekommt, um alles zu tun, aber eigentlich kann er noch nichts“, so der Leiter einer alteingesessen Heilpraktikerschule in Hamburg[2], Reinhard Naupert.

Im Video: Ab Mitte November: So bekommen Kunden bei McDonald’s künftig immer Rabatt

Quelle:

www.focus.de

Fußnoten:

  1. ^ Mehr zu von Starbucks (www.focus.de)
  2. ^ Mehr zu Hamburg (www.focus.de)
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