Villingen-Schwenningen: Gesundheit ist wichtig und ein wertvolles Gut – Schwarzwälder Bote

Die CDU und Arztschilder aus Schokolade, über die Hermann Gröhe sich sichtlich freute, hatte die Genusswerkstatt in St. Georgen hergestellt. Links Thorsten Frei, rechts Jürgen Roth Foto: Schück Foto: Schwarzwälder-Bote

Die CDU und Arztschilder aus Schokolade, über die Hermann Gröhe sich sichtlich freute, hatte die Genusswerkstatt in St. Georgen hergestellt. Links Thorsten Frei, rechts Jürgen Roth Foto: Schück Foto: Schwarzwälder-Bote

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Die „CDU“ und Arztschilder aus Schokolade, über die Hermann Gröhe sich sichtlich freute, hatte die Genusswerkstatt in St. Georgen hergestellt. Links Thorsten Frei, rechts Jürgen Roth Foto: Schück Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Frage nach einer auskömmlichen Finanzierung der Krankenhausstrukturen ließ Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe so im Raum stehen. Statt dessen stellte er Vernetzungsgesetze in Aussicht.

Schwarzwald-Baar-Kreis[1]. Gesundheit[2], so waren sich der CDU-Bundestagsabgeordnete Thorsten Frei und der Minister im Atrium der Schwenninger Krankenkasse einig, sei wichtig und wertvoll. Das deutsche Gesundheitssystem schilderte der Minister als eine der ältesten Errungenschaften des Sozialstaates und warf einen Blick auf die USA, wo man mit 18 Prozent des Bruttoinlandeinkommens wesentlich mehr aufwende als in Deutschland, aber weniger Menschen versorgt seien. Auch die spanische Grippe, die vor 100 Jahren ungefähr so viele Menschen dahingerafft habe wie der Zweite Weltkrieg, fand Erwähnung des Ministers.

Ebenso die Zunahme von TB-Fällen in Osteuropa („Also, wenn man in Berlin ist, ist das bedrohlich nahe.“) Wie soll Gesundheit im ländlichen Raum in Zukunft aussehen, das war eine der Fragestellungen, die der Gröhe im mit 150 Menschen gut gefüllten Atrium beantworten wollte. Auf keinen Fall seien im Gesundheitswesen „Klassenkampf und Sozialneid“ angesagt.

Gröhe ist gegen eine Aufgabe der privaten Krankenkassen und bekannte sich selbst als gesetzlich versichert. Die bestmögliche Versorgung des ländlichen Raumes könne nur mit Vernetzung und „Mannschaftsleistung“ geschehen. Ambulante und stationäre Einrichtungen müssten zusammenarbeiten, außerdem auch die Krankenhäuser, erklärte Gröhe den Zuhörern, unter ihnen Klinikgeschäftsführer Matthias Geiser und der ärztliche Direktor des Schwarzwald-Baar-Klinikums, Ulrich Fink.

Eine Behandlung aus einem Guss müsse angeboten werden. „Häufig entsteht das Neue schmerzhaft, nicht nur im Kreißsaal, sondern auch in der Krankenhauslandschaft“. Große Zukunft räumt Gröhe dem Thema Digitalisierung ein. Arztbrief, Rezept und Krankmeldung solle es künftig digital geben. Weiterhin will der Gesundheitsminiert mehr Mediziner ausbilden und dabei Wert darauf legen, dass Allgemeinmedizin in den Studieninhalten stärker berücksichtigt wird. In ärztlichen Assistenzberufen sieht er außerdem Zukunft.

Schon Jürgen Roth hatte das Thema Finanzierung der Krankenhausleistungen angesprochen, Thorsten Frei das Schwarzwald-Baar-Klinikum als größtes Krankenhaus zwischen Tübingen und Freiburg geschildert.

Dass es bei den kleineren Spezialkliniken im Kreis ähnliche Probleme gibt, wie bei den großen, machte ein Beitrag von Roland Wehrle deutlich. Der Geschäftsführer der Tannheimer Nachsorgeklinik klagte über 20 Prozent weniger Geld bei viel schwierigeren Patienten und behördliche Hindernisse.

Hermann Gröhe stellte in Aussicht, dass die Bundesregierung sich in der nächsten Legislaturperiode mit dem Thema Reha beschäftigen werde. Die Frage von Renate Breuning nach einer Impfpflicht für Masern beantwortete er so, dass es demnächst eine Meldepflicht geben werde.

Fußnoten:

  1. ^ Schwarzwald-Baar-Kreis (www.schwarzwaelder-bote.de)
  2. ^ Gesundheit (www.schwarzwaelder-bote.de)
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