Boateng verrät: Habe meine Gesundheit für den FC Bayern aufs Spiel gesetzt – tz.de

Jerome Boateng absolvierte in der abgelaufenen Spielzeit nur 21 Pflichtspiele für den FC Bayern – dementsprechend bescheiden sieht sein persönliches Saisonfazit aus. 

München – Die Saison 2016/17 endete für Jerome Boateng, wie sie angefangen hatte: mit einer Verletzung. Im letzten Heimspiel gegen Freiburg zog sich der Abwehrspieler bereits nach zehn Minuten eine Muskelverletzung im Oberschenkel zu und verpasste sogar die Meisterfeierlichkeiten im Stadion und anschließend auf dem Marienplatz.

„Die Saison war alles andere als schön und erfolgreich für mich, weil ich viel zu lange verletzt war. Es war schwer, weil ich eigentlich zu keiner Zeit hundert Prozent fit war!“, zieht Boateng im Interview mit Sky[1] ein wenig zufriedenes Resümee. Mit große Hoffnungen nach der für ihn persönlich überragenden EM in Frankreich gestartet, wurde der 28-Jährige gleich im Juli wegen eines Muskelbündelrisses im rechten Oberschenkel für zwei Monate außer Gefecht gesetzt. Boateng kämpfte sich wieder ran, im Dezember folgte dann der nächste Rückschlag: Abriss der Brustmuskelsehne, Operation und drei Monate Pause.

Boateng: „Man sieht, wie schnell sich alles drehen kann“

„Das war sicherlich meine schwierigste Saison beim FC Bayern. Nach der EM war ich auf einem sehr hohen Niveau, danach ging‘s durch Verletzungen ein bisschen runter, dann spielt man auch mal nicht so gute Spiele und dann sieht man, wie schnell sich das umdrehen kann“, blickt der Innenverteidiger zurück: „Gerade die Schulterverletzung hat mich extrem aus dem Rhythmus gebracht. Drei Monate! Dann musste ich schnell fit werden für die Champions-League-Spiele. Heutzutage bekommt man immer weniger Zeit, um hundert Prozent fit zu sein.“

Dass er dabei auch seine eigene Gesundheit aufs Spiel setzte, indem er beispielsweise im Viertelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Real Madrid mit einem kleinen Einriss in den Adduktoren auflief, ist für den Defensivmann Teil des Geschäfts: „Das mache ich seit Jahren und auch gerne für den Verein, weil ich ihm viel zu verdanken habe.“

Die gewohnte Topleistung konnte der Weltmeister allerdings nur selten zeigen. Er kam lediglich auf 13 Bundesligaspiele sowie sechs Einsätze in der Champions League und zwei im DFB-Pokal. Doch Boateng will nicht lamentieren, er akzeptiert die Rückschläge und zieht seine Lehren: „Daraus werde ich nur stärker zurückkehren. Das gehört zum Leben dazu. Ich kann damit umgehen. Wichtig ist, dass ich weiß, was ich tun muss, damit es besser wird.“

Boatengs Transfereinschätzung: „Da muss man sehr viel Geld ausgeben“

Besser hätte auch die Saisonbilanz des FC Bayern[2] ausfallen können – mit der Meisterschaft wurde zwar das Minimalziel realisiert, in Champions League und DFB-Pokal war allerdings vorschnell Schluss. Boateng sieht auch dabei einen positiven Ansatz: „Klar hätten wir gerne mehr Titel geholt, aber man kann nicht jede Saison zwei, drei Titel gewinnen. Manchmal ist das vielleicht auch ganz gut, damit man sich neu motivieren und neue Ziele angreifen kann.“

Beim erneuten Angriff auf das Triple in der kommenden Spielzeit werden Xabi Alonso und Philipp Lahm nicht mehr mithelfen – beide Routiniers beendeten ihre aktive Profikarriere. Der FC Bayern bemüht sich um Ersatz, neben den bereits fest verpflichteten Niklas Süle und Sebastian Rudy aus Hoffenheim machen täglich neue Gerüchte um mögliche Verpflichtungen die Runde[3].

Boateng fühlt mit den Bayern-Bossen mit, die eine schwere Aufgabe zu bewältigen haben. „Es ist nicht so einfach, Spieler zu finden, die sofort helfen und uns verstärken. Da muss man, glaube ich, sehr viel Geld ausgeben“, erklärt der gebürtige Berliner. Zweifel, dass er selbst in der kommenden Saison weiterhin das rote Trikot trägt, hat Boateng jedenfalls keine: „Der Trainer und der Verein haben dazu genug gesagt, dass ich am 1. Juli wieder für Bayern starte und ich hab jetzt auch nichts anderes vor. Ich möchte gesund bleiben und dann fit in die Saison starten.“

Quelle:

www.tz.de

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