Studie: Ausschlafen am Wochenende soll Gesundheit gefährden – Augsburger Allgemeine

Endlich ausschlafen – darauf freuen sich wohl die meisten Arbeitnehmer, wenn es auf das Wochenende zugeht. Wer sich am Samstag eine ausgiebige Portion Schlaf gönnt, fühlt sich danach erholt. Doch der Eindruck trügt – Ausschlafen ist nicht unbedingt gut für unsere Gesundheit. Im Gegenteil: Laut einer amerikanischen Studie kann es der Gesundheit sogar schaden, wenn man am Wochenende viel länger schläft als an Arbeitstagen.

Studie: Ausschlafen kann Gesundheit gefährden

Dass Ausschlafen am Wochenende negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben kann, wurde von Forschern des Sleep and Health Forschungsprojekts an der University of Arizone herausgefunden. Sie analysierten das Schlafverhalten im Zusammenhang mit der allgemeinen Gesundheit der Probanden. Die Ergebnisse wurden in Form einer Mitteilung des Tucson College of Medicine[1] publiziert.

Das Forschungsteam stützte sich dabei auch auf die Auswertungen der sogenannten SHADES-Studie, die sich mit Schlaf im Zusammenhang mit Gesundheit, Ernährung, Umwelt und Sozialisierung beschäftigte. Diese Studie wurde an der University of Pennsylvania durchgeführt. Die Wissenschaftler aus Arizona analysierten Daten von insgesamt 984 Probanden dieser Studie im Alter von 22 bis 60 Jahren.

„Social Jetlag“: Unregelmäßiges Ausschlafen bringt innere Uhr durcheinander

Dabei konzentrierten sich die Forscher auf das Phänomen des „social jetlag“, also dem Zeitunterschied, der zwischen den Schlafgewohnheiten an Arbeitstagen und freien Tagen liegt. Durch Ausschlafen am Wochenende werde eine Diskrepanz zwischen der inneren Uhr des Körpers und dem tatsächlichen Schlafverhalten geschaffen, so die Wissenschaftler. Die Studie zeigte offenbar auf, dass jede Stunde eines solchen sozialen Jetlags das Risiko einer Herzerkrankung um elf Prozent erhöht.

Gleichzeitig ließen sich laut den Forschern auch allgemeine Verschlechterungen des Gesundheitszustands durch Ausschlafen am Wochenende beobachten. Diese äußerten sich beispielsweise durch schlechtere Laune oder vermehrte Müdigkeit. Dabei seien diese Folgen jedoch unabhängig davon, wie viel Schlaf die Probanden erhielten, so die Forscher. Die Ergebnisse suggerierten daher, dass die Regelmäßigkeit des Schlafs eine wichtige Rolle für die Gesundheit spielt.

Mehr zum Thema Schlafen:

Schnarchen: Wie Atemaussetzer zur Gefahr werden[2]

Forscher: Klimawandel lässt uns schlechter schlafen[3]

Was hilft gegen Schlaflosigkeit?[4] 

AZ

Fußnoten:

  1. ^ Mitteilung des Tucson College of Medicine (www.augsburger-allgemeine.de)
  2. ^ Schnarchen: Wie Atemaussetzer zur Gefahr werden (www.augsburger-allgemeine.de)
  3. ^ Forscher: Klimawandel lässt uns schlechter schlafen (www.augsburger-allgemeine.de)
  4. ^ Was hilft gegen Schlaflosigkeit? (www.augsburger-allgemeine.de)
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