Keine Angst vor einem Tabu-Thema – sz-online

Samstag, 24.06.2017

Beim nächsten SZ-Gesundheits- Forum in Bautzen spricht Dr. Ursula Straube über die Behandlung von Tumoren am Enddarm.

Von Carmen Schumann

Beim SZ-Gesundheitsforum spricht Dr. Ursula Straubeüber die Behandlung von Tumoren im Enddarm. Sie zeigt hier ein Endo-Sonografie -Gerät. Beim SZ-Gesundheitsforum spricht Dr. Ursula Straube über die Behandlung von Tumoren im Enddarm. Sie zeigt hier ein Endo-Sonografie -Gerät.

© Carmen Schumann

Bautzen. Man spricht nicht gern darüber. Darmerkrankungen sind ein Tabu-Thema. Dennoch rät Dr. Ursula Straube, Oberärztin an der medizinischen Klinik des Bautzener Krankenhauses, darüber zumindest mit dem Hausarzt zu sprechen, wenn man im Enddarm etwas bemerkt, was sich wie ein Fremdkörper anfühlt. Oder wenn Blut im Stuhl oder der Stuhlgang wechselhaft ist. Der Hausarzt kann dann den Patienten zum Spezialisten überweisen. Ursula Straube bietet jeden Dienstag von 8 bis 12 Uhr eine Sprechstunde im Bautzener Krankenhaus an. Bei einem Verdacht auf einen Enddarm-Tumor kann sie eine Darmspiegelung oder eine Endo-Sonografie, also eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen. Wie sie sagt, bieten die Krankenkassen diese Vorsorge-Untersuchungen für alle ab 55 Jahren kostenlos an. Aber auch jüngere Menschen sollten bei Verdachtsmomenten eine solche Untersuchung nicht scheuen. Denn je eher die Diagnose gestellt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Darüber wird die Chirurgin und Proktologin beim SZ-Gesundheitsforum am kommenden Mittwoch sprechen. Im Besonderen wird sie die bei Enddarm-Tumoren im Frühstadium angewendete Operation ohne äußeren Schnitt vorstellen.

Diese Operation wird im Bautzener Krankenhaus schon seit 1999 erfolgreich praktiziert. Dabei wird eine Sonde in den Enddarm eingeführt. Über ein sechsfach vergrößerndes Mikroskop kann der Operateur den Tumor begutachten und ihn entfernen. Das Gewebe wird dann vom Pathologen begutachtet. Denn es sei wichtig, dass der Tumor restlos entfernt wird, damit er nicht zurückkehrt. In den meisten Fällen verheile der Enddarm-Abschnitt sehr gut. Auf diese Weise bleibt der Schließmuskel erhalten und es muss kein künstlicher Darmausgang gelegt werden. Deswegen wird die Oberärztin ihren Zuhörern eindrücklich die Notwendigkeit der Vorsorge-Untersuchung vor Augen führen. Sie wird aber auch erklären, wie die Tumore entstehen.

Im Bautzener Krankenhaus fanden anfangs fünf bis sechs solche Operationen pro Jahr statt. Mittlerweile sind es jährlich 25 bis 30. Insgesamt 390 Patienten sind seitdem auf diese Weise behandelt worden.

Das SZ-Gesundheitsforum findet am 28. Juni, 19 Uhr, im Konferenzraum des Bautzener Krankenhauses, Stadtwall 3, statt.

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Bautzen. Man spricht nicht gern darüber. Darmerkrankungen sind ein Tabu-Thema. Dennoch rät Dr. Ursula Straube, Oberärztin an der medizinischen Klinik des Bautzener Krankenhauses, darüber zumindest mit dem Hausarzt zu sprechen, wenn man im Enddarm etwas bemerkt, was sich wie ein Fremdkörper anfühlt. Oder wenn Blut im Stuhl oder der Stuhlgang wechselhaft ist. Der Hausarzt kann dann den Patienten zum Spezialisten überweisen. Ursula Straube bietet jeden Dienstag von 8 bis 12 Uhr eine Sprechstunde im Bautzener Krankenhaus an. Bei einem Verdacht auf einen Enddarm-Tumor kann sie eine Darmspiegelung oder eine Endo-Sonografie, also eine Ultraschall-Untersuchung vornehmen. Wie sie sagt, bieten die Krankenkassen diese Vorsorge-Untersuchungen für alle ab 55 Jahren kostenlos an. Aber auch jüngere Menschen sollten bei Verdachtsmomenten eine solche Untersuchung nicht scheuen. Denn je eher die Diagnose gestellt wird, desto höher sind die Heilungschancen. Darüber wird die Chirurgin und Proktologin beim SZ-Gesundheitsforum am kommenden Mittwoch sprechen. Im Besonderen wird sie die bei Enddarm-Tumoren im Frühstadium angewendete Operation ohne äußeren Schnitt vorstellen. (…) Link zum Artikel: http://www.sz-online.de/nachrichten/keine-angst-vor-einem-tabu-thema-3712535.html

Fußnoten:

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