Ist Arbeiten im Stehen wirklich gesünder? – BUNTE.de

Viele von uns verbringen jeden Tag mehrere Stunden im Sitzen. Besonders diejenigen, die im Büro arbeiten, hocken oft bis zu acht Stunden auf ihrem Hinterteil. Und auch nach der Arbeit hört das Rumgesitze nicht auf. Da wird dann noch beim Essen, vorm Fernseher mit Freunden gesessen, was das Zeug hält. Mit Steharbeitsplätzen wollen viele Arbeitgeber dem Dauersitzen entgegenwirken. Doch ist Arbeiten im Stehen wirklich gesünder?

Hintergrund

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Stehen oder sitzen. Was ist besser?

Wenn man der Aussage des Autors Dr. James Levine Glauben schenkt, dann ist Sitzen eine ziemlich schlechte Angewohnheit. Der Autor behauptet sogar, dass Sitzen das neue Rauchen sei. Weitere Forschungsergebnisse von Experten besagen, dass nur zwei Stunden Sitzen am Stück die Risiken für Beschwerden wie Rücken- und Nackenschmerzen, Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes erhöhen. Durch zu viel Sitzen sollen sogar positive Effekte gesunder Ernährung und regelmäßigem Training gemindert werden. Das hört sich jetzt so an, als wäre Sitzen ein absolutes No-Go.

Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn auch ständiges Stehen kann für den Körper schädlich sein. Jede Zwangshaltung, die über einen längeren Zeitraum andauert, ist schlecht für uns. Das merkt man zum Beispiel auch nach ausgedehnten Shopping-Touren, wenn Hüfte und unterer Rücken schmerzen. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) befürwortet Stehpulte, warnt aber auch vor zu langem Stehen. Dadurch könne sich Blut in den Gefäßen stauen und Krampfadern und Thrombosen gefördert werden. Die BAUA empfiehlt eine „Steh-Sitz-Dynamik“, die für mehr Abwechslung sorgen soll. Deshalb ist es umso wichtiger, öfter mal seine Position zu wechseln. Egal, ob sitzend oder stehend.

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Wie du richtig sitzt

Korrektes Sitzen hängt von vielen Faktoren ab. Als allererstes solltest du die Höhe deines Stuhls richtig einstellen. Wenn beide Füße fest auf dem Boden stehen und Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden, ist die ideale Höhe erreicht. Wichtig ist auch, dass du die gesamte Sitzfläche ausnutzt und nicht nur auf der Kante sitzt. Denn nur so wird der Rücken durch die Lehne gestützt. Die Rückenlehne sollte dabei mindestens bis zu den Schulterblättern gehen. Ergonomische Bürostühle sind mit einer Lumbalstütze ausgestattet. Diese Vorwölbung der Rückenlehne im Lendenbereich entlastet deinen Rücken beim Aufrechtsitzen. Armlehnen sollten unter den Tisch passen und so Schultergürtel und Arme entlasten. Die Höhe des Tisches stellst du so ein, dass Unterarme locker auf der Tischplatte liegen und Ober- und Unterarm einen rechten Winkel bilden. Der Bildschirm wird so eingestellt, dass die oberste Zeile auf dem Monitor unterhalb der Augenhöhe liegt. 10 bis 15 cm Abstand ist die ideale Entfernung von Tastatur zur Tischkante, so dass du davor noch bequem deine Handballen ablegen kannst. Deine Maus sollte ziemlich nah an der Tastatur stehen, um die Handgelenke nicht unnötig zu belasten.

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Wie du richtig stehst

Die Höhe des Stehtisches stellst du so ein, dass deine Unterarme bequem und in waagrechter Haltung auf dem Stehtisch aufliegen. Dazu ist es hilfreich, sich aufrecht und mit geradem Rücken an den Schreibtisch zu stellen und darauf zu achten, dass beide Fußsohlen gleichmäßig belastet werden. Ist ein entspannter Zustand für Schulter- und Nackenmuskulatur erreicht, hast du die Höhe korrekt eingestellt. Generell ist es bei stehender Arbeit gut, wenn du dein Gewicht regelmäßig verlagerst und die Haltung öfter wechselst. Mal vor, mal zurück, mal auf einem Bein etc.. Während des Stehens solltest du immer dynamisch bleiben. Dazu kannst du mal die Zehen hoch ziehen, die Gesäßmuskeln anspannen und die Schultern kreisen lassen. Hohe Schuhe wie High Heels sind beim Arbeiten im Stehen nicht zu empfehlen, da die Gelenke zu stark beansprucht werden.

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Hier noch ein paar Tipps, wie du deinen Arbeitsalltag dynamischer gestaltest:

  • Benutze lieber Treppe statt Aufzug. Versuche so oft wie möglich ein paar Stufen in deinen Arbeitsalltag einzubauen

  • Bevor du eine E-Mail schreibst, gehe zu deinem Kollegen und spreche kurz persönlich mit ihm

  • Beim Telefonieren kannst du wunderbar den Gang auf und ab laufen

  • Nutze die Mittagspause für einen kurzen Spaziergang

  • Dehn und streck dich zwischendurch ausgiebig

  • Wechsel öfter mal deine Position. Arbeite mal im Stehen, mal im Sitzen und bleib auch in deiner gewählten Position in Bewegung

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Quelle:

www.bunte.de

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