Blutprobe reicht aus – Nordwest-Zeitung

Dr. Ludwig Wrede (Bild) ist Facharzt für Urologie und Andrologie mit Praxis in Oldenburg.

Frage: Worauf muss man sich bei einer Bestimmung des PSA-Werts einstellen?

Wrede: Der PSA-Wert wird aus einer Blutprobe bestimmt. Es ist dafür nicht nötig, dass der Patient nüchtern oder zu einer bestimmten Tageszeit zur Blutentnahme kommt. Das Ergebnis liegt nach drei bis fünf Tagen vor.

Frage: Reicht die Bestimmung des PSA-Werts aus?

Wrede: Man muss beachten, dass der PSA-Wert allein nur begrenzt aussagefähig ist. Zur Interpretation des PSA-Werts gehören immer eine rektale digitale Untersuchung der Prostata und möglichst auch eine Sonografie der Prostata durch den Enddarm, um die Beschaffenheit und Größe der Prostata zu bestimmen. Der PSA-Wert ist nur einer der Faktoren für die Beurteilung, ob möglicherweise ein Prostatakarzinom vorliegt.

Frage: Sollte die Bestimmung des PSA-Werts bei einem Hausarzt oder einem Urologen erfolgen?

Wrede: Ein Prostatakarzinom kann auch mit sehr niedrigen PSA-Werten einhergehen. Andererseits können Entzündungen im Urogenitaltrakt, eine stark vergrößerte Prostata, aber auch intensives Fahrradfahren zu einem erhöhten PSA-Wert führen. Das Abtasten der Prostata vom Darm aus und die Sonografie der Prostata durch den Enddarm führen Urologen sehr häufig in ihren Praxen durch. Insofern haben Urologen sicher die größte Kompetenz bei der Interpretation des PSA-Werts. Das ist auch der Grund, weshalb alle Urologen in Oldenburg die Berechtigung haben, den PSA-Wert in ihrem eigenen Labor zu bestimmen.

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