Rentnerin will beweisen: Dieser Wald im Taunus heilt – extratipp.com

Weilrod – Gudrun Vorsmann und Reinhard Dehn vom Projekt „Sprechstunde Dr. Wald“ sind sich sicher: Der Wald in Weilrod besitzt heilende Kräfte. Dass sich beim sogenannten Waldbaden der Gesundheitszustand verbessert, wollen die beiden jetzt mit einem Bluttest beweisen. Von Janine Drusche

Lesen Sie dazu auch:

Offenbacher Pilzberater: So sammelt man richtig[1]

„Tief einatmen und schnell und kurz wieder ausatmen. Wenn man das eine Zeit lang hier im Wald macht, merkt man, wie der Körper auf den Aufenthalt im Grünen reagiert“, freut sich Gudrun Vorsmann aus Weilrod. Was sie macht, nennt sich Waldbaden. „Man taucht tief in das Innere unseres Heil-Waldes ein, schaut in die Wipfel, bewegt sich nicht viel, konzentriert sich auf die Geräusche um einen herum und nimmt mal wieder seine Sinne wahr“, sagt die 77-jährige, die Persönlichkeits- und Motivationstrainerin war. 

Zusammen mit dem Therapeuten Reinhard Dehn hat sie das Projekt „Sprechstunde Dr. Wald“ ins Leben gerufen, das sich an der japanischen Heilmethode Shinrin-Yoku orientiert. „Das japanische Institut für Gesundheit und öffentliche Hygiene hat die positive Wirkung bestimmter Waldregionen auf den menschlichen Organismus bewiesen. Es ist dort eine anerkannte Heilmethode“, sagt Vorsmann. Ihr Ziel: Auch der waldreiche Taunus soll dafür genutzt werden.

Dafür bieten sich, laut Vorsmann, besonders Stellen im Weilroder Wald an, an denen die Bäume oben zusammengewachsen sind: „Weil sich da der Sauerstoff hält“, behauptet die Wald-Expertin. Sie habe die Wirkung am eigenen Leib erfahren: „Ich habe erst kürzlich ein Blutbild machen lassen. Das Ergebnis war sehr dickes Blut. Dann war ich drei Stunden im Wald. Meine Heilpraktikerin sagt, in dieser kurzen Zeit habe sich mein Blut schon total verändert.“ Geht es nach Vorsmann, soll der Effekt bei drei Stunden Aufenthalt etwa einen Tag anhalten, bei fünf Stunden sogar zwei Tage. 

Erstes „Waldbaden“ in zwei Wochen

Nun will die Rentnerin auch andere Menschen davon überzeugen und lädt mit dem Projekt „Dr. Wald“ dazu ein, die Heillkräfte des Taunuswalds zu nutzen. In etwa zwei Wochen soll das erste „Waldbaden“ angeboten werden. In Gruppen von acht bis zehn Personen wird den Teilnehmern dann zunächst von einer Heilpraktikerin ein Tropfen Blut abgenommen, der noch vor Ort unter dem Mikroskop untersucht wird. Danach gehen die Gruppen in den Wald. „Dort machen wir japanische Bewegungen und Atemübungen, konzentrieren uns auf die Sinne und schulen damit das Gehirn“, sagt Vorsmann. Danach geht’s wieder zurück, es wird erneut Blut abgenommen und untersucht. 

Auch Wanderungen sind geplant

„Damit wollen wir zeigen, dass unser Wald heilende Kräfte hat und darauf aufmerksam machen, wie gut es tut, öfter rauszugehen. Da heute viele junge Leute nur auf ihr Handy schauen, entgeht ihnen so viel. Sie verlernen auf Blickkontakt und Körpersprache zu achten“, sagt Vorsmann. Dem entgegenzuwirken, sei auch Ziel des neuen Shinrin-Yoku-Angebots im Taunus. Zum Programm gehören geführte Wanderungen in ausgesuchten Wäldern, die durch vermehrte Sauerstoffaufnahme, laut Vorsmann, zu besserer Durchblutung und Stärkung des Immunsystems beitragen sollen.

Eine überzeugte Rentnerin ist auch Hilde Eckert: Die Frankfurterin ist sicher, ein Anti-Fußpilz-Mittel erfunden zu haben[2].

Fotos: Mit Pilzberater Dietmar Krüger unterwegs im Wald

Zur Fotostrecke[3]

Keine Neuigkeiten und Gewinnspiele mehr verpassen? Dann einfach EXTRA TIPP-Fan auf Facebook werden![4]

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s