Gesundheit: Giftbelastete Eier auch nach Rheinland-Pfalz gelangt – FOCUS Online

Der Skandal um Gift-Eier hat Rheinland-Pfalz erreicht: Die Eier aus den Niederlanden, die mit einem Insektizid belastet sind, sind in einigen Supermärkten entdeckt worden. Wie geht es weiter?

Gift-Eier mit dem Insektizid Fipronil sind auch in Rheinland-Pfalz entdeckt worden. Das teilte das Umweltministerium am Freitag in Mainz mit. Die Eier, die wegen einer möglichen Belastung gelistet seien, wurden demnach in Supermärkten zum Beispiel in Mainz und Koblenz verkauft. Auch der Westerwaldkreis meldete, dass mehrere Chargen in drei Supermärkten auftauchten, die aber von den Betreibern schon aus dem Verkehr gezogen worden seien.

Ernährungsministerin Ulrike Höfken (Grüne) erklärte: „Wir nehmen die Lage sehr ernst. Denn Fipronil ist ein Insektizid und hat in Nahrungsmitteln absolut nichts zu suchen.“ Das Ministerium riet Verbrauchern, Eier mit den betroffenen Stempelnummern nicht zu essen und sie an den Markt zurückzugeben.

Ein Kind mit 10 Kilo Körpergewicht, was einem Alter von etwa einem Jahr entspricht, kann nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein Ei pro Tag essen, ohne dass der gesundheitliche Richtwert überschritten wird. Ein Erwachsener von 65 Kilo könnte demnach 7 Eier an einem Tag essen.

Das Ernährungsministerium in Mainz wartet noch auf die Information aus anderen Ländern, welche rheinland-pfälzischen Betriebe beliefert wurden. Die Lebensmittelüberwachung prüfe auch, ob Mittel mit dem Insektizid in Legehennenställen eingesetzt wurden. Das Landesuntersuchungsamt listet im Internet alle belasteten Eier in Deutschland auf.

Höfken warb für regionale Lebensmittel: „Bäuerliche Betriebe in der Region sind für uns eine Möglichkeit, Vertrauen zu schaffen und dabei die Auswirkungen von Lebensmittelkrisen zu begrenzen.“

In den Niederlanden[1] war in Legehennenbetrieben der nicht dafür zugelassene Wirkstoff Fipronil eingesetzt worden, viele Eier wurden nach Deutschland verkauft. Vermutlich hatte ein belgischer[2] Hersteller Fipronil beigemischt, ein Gift, das etwa gegen Läuse, Milben und Flöhe wirkt.

Von dem Skandal sind inzwischen fast alle Länder betroffen. Im Saarland prüfen Lebensmittelkontrolleure Eier auf eine mögliche Belastung mit dem Insektizid Fipronil. Aldi Süd und Aldi Nord[3] nehmen deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Rewe und Penny hatten einen Verkaufsstopp für alle niederländischen Eier verhängt.

Quelle:

www.focus.de

Fußnoten:

  1. ^ Mehr zu Niederlanden (www.focus.de)
  2. ^ Mehr zu belgischer (www.focus.de)
  3. ^ Mehr zu Aldi Nord (www.focus.de)
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