Einsamkeit macht krank – Deutschlandfunk

Einsamkeit kann schädliche Auswirkungen auf die Gesundheit haben.

Eine Psychologieprofessorin der Brigham Young Universität in den USA stellte ihre Ergebnisse dazu beim jährlichen Treffen der US-amerikanischen Psychologenvereinigung[1] vor. Sie verwies auf zwei Meta-Studien: Die eine fasste fast 150 Studien mit mehr als 300.000 Teilnehmern zusammen und kam zu dem Schluss, dass Menschen mit guten sozialen Kontakten ein halb so großes Risiko haben, früh zu sterben, wie Menschen, die keine sozialen Kontakte haben. Die andere Metastudie fasste 70 Studien mit insgesamt fast 3,5 Millionen Teilnehmern, auch außerhalb der USA, zusammen. Sie ergab, dass soziale Isolation, Einsamkeit und Alleinleben einen ähnlichen oder sogar größeren Effekt auf einen frühen Tod haben wie andere Risikofaktoren, zum Beispiel Fettleibigkeit.

Die Psychologin fordert, generell stärker auf andere Menschen einzugehen: Ärzte sollten die soziale Vernetzheit ihrer Patienten abfragen, und alte Menschen sollten sich nicht nur finanziell auf die Rente einstellen, sondern auch sozial. Bei der Erziehung von Kindern sollte der Psychologin zufolge das Sozialverhalten eine größere Rolle spielen.

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