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Forscher: An Instagram-Posts kann man Depressionen erkennen

am 08.08.2017 um 20:29 Uhr

„Tote Mädchen lügen nicht“: Darum ist diese Netflix-Serie so umstritten

Mediziner und Experten warnen vor der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“. Die Serie thematisiert den Selbstmord einer Jugendlichen. Offenbar sind nun sogar erste Suizide auf die Serie zurückzuführen.

Mo, 03.07.2017, 12.01 Uhr

Mediziner und Experten warnen vor der Netflix-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“. Die Serie thematisiert den Selbstmord einer Jugendlichen. Offenbar sind nun sogar erste Suizide auf die Serie zurückzuführen.

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Instagram-User mit Depressionen posten anders als gesunde, sagen US-Forscher. Ein Computer-Programm soll die Krankheit erkennen können.

Cambridge.  Kann man an den Bildern, die jemand auf Instagram postet, eine Depression erkennen? Ja, sagen US-Forscher, und dazu braucht man nicht einmal Menschen, die sich Bilder angucken. In einer am Dienstag veröffentlichten Studie[1] beschreiben Chris Danforth und Andrew Reece von der Harvard-Universität und der Universität Vermont, welche Merkmale von depressiven Nutzern gepostete Bilder besonders häufig aufweisen. Zuerst hatte Spiegel Online[2] über die Studie berichtet.

So bevorzugen Nutzer, die an einer Depression[3] leiden, im Vergleich zu anderen Motive in blauen, grauen und generell dunkleren Farbtönen. Öfter als andere Instagramer filtern sie Farbe sogar vollständig aus den Bildern.

Dunkle Farben, weniger Menschen

Und während Nutzer mit Depression auf Instagram häufiger Fotos posten, auf denen Gesichter von Menschen zu sehen sind, sind auf den Bildern mit Gesichtern im Durchschnitt weniger Personen zu sehen als bei nicht depressiven Usern. Das könnte ein Hinweis auf eingeschränkte soziale Aktivität sein, so Reece und Danforth – diese sei ein bekannter Indikator von Depressionen.

Herausgefunden haben die Psychologen all das, indem sie die Fotos hunderter Instagram-User analysieren ließen – einmal von Menschen, einmal durch eine Software. Die Ergebnisse belegten, dass visuelle Informationen aus sozialen Netzwerken „zugänglich sind für die skalierbare, rechnerische Analyse“ von Gefühlen, so die Autoren der Studie.

Die Software ist besser als die Diagnosen von Allgemeinärzten

Besonders interessant sei dieses Ergebnis in Fällen, in denen die Depression noch gar nicht diagnostiziert sei: Da liefere ihre Software präzisere Diagnosen als Allgemeinärzte, so die Forscher. Mehr als die Hälfte von deren Depressions-Diagnosen seien sogenannte „false positives“ gewesen, also Fälle, in denen die Ärzte eine Depression diagnostiziert haben, wo gar keine ist.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass weltweit mehr als 300 Millionen Menschen[4] mit einer Depressionen leben. Die Wahrscheinlichkeit, im Laufe des Lebens daran zu erkranken[5] , wird auf 11 bis 15 Prozent geschätzt. (tma)

Anmerkung der Redaktion: Wenn Sie selbst unter Stimmungsschwankungen, Depressionen oder Selbstmordgedanken leiden oder Sie jemanden kennen, der daran leidet, können Sie sich bei der Telefonseelsorge helfen lassen. Sie erreichen sie telefonisch unter 0800/111-0-111 und 0800/111-0-222 oder im Internet auf http://www.telefonseelsorge.de. Die Beratung ist anonym und kostenfrei, Anrufe werden nicht auf der Telefonrechnung vermerkt.

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