Mecklenburg-Vorpommern: Länderpate für Gesundheitskongress – svz.de

Das Deutsche Netzwerk für Versorgungsforschung veranstaltet jährlich einen Kongress zur Krankenversorgung. Ein immer wichtigeres Thema wird dabei die Sicherung des medizinischen Angebots auf dem Lande. Gerade auch für Mecklenburg-Vorpommern eine Herausforderung.

Mecklenburg-Vorpommern will beim 16. Deutschen Kongress für Versorgungsforschung Anfang Oktober in Berlin seine Erfahrungen mit der medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen einbringen und als erstes Bundesland eine Länderpatenschaft für die dreitägige Konferenz übernehmen. Der Nordosten gilt nach Ansicht von Experten als Modellregion für die Auswirkungen des demografischen Wandels. Zum einen nimmt in Folge der wachsenden Lebenserwartung der Bedarf an medizinischer Betreuung zu. Zum anderen drohen vor allem in ländlichen Regionen immer größere Lücken im Netz der Arztpraxen, weil Hausärzte nur schwer Nachfolger finden.

«Wir brauchen mehr kreative Ideen, um neue Lösungsansätze für eine optimale Betreuung der Menschen zu erzielen. Entscheidend ist, dass innovative medizinische Projekte im Erfolgsfall auch in eine Regelversorgung münden», erklärte Wirtschafts- und Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU).

Seit Jahren fördere die Landesregierung daher Modellprojekte unter anderem zur Nutzung der Telemedizin, sagte er. Finanzielle Unterstützung komme auch von den Krankenkassen. Davon profitiere unter anderem der Kreis Vorpommern-Greifswald. Dort sollen durch den Einsatz eines Telenotarztes Rettungsassistenten unterstützt werden. Auf dessen Weisung hin und unter Fernaufsicht könnten die Notfallsanitäter schon mit der medikamentösen Therapie beginnen, während der Notarzt noch auf der Anfahrt ist, hieß es. Zudem sollen Laien in abgelegenen Dörfern besondere Schulungen für Hilfe bei Herz-Kreislaufstillstand erhalten.

Mehrjährige Projekte etwa zur telemedizinischen Beratung bei Hauterkrankungen, zur häuslichen Diabetes-Kontrolle oder zum Einsatz von Gesundheits-Apps sind bereits beendet. Ergebnisse dazu wurden aber noch nicht veröffentlicht. Eine wichtige Rolle bei der Lösung von Versorgungsproblemen in ländlichen Regionen spielt laut Glawe das Institut für Community Medicine der Universitätsmedizin Greifswald.

Telemedizin in Mecklenburg-Vorpommern[1]

Netzwerk Versorgungsforschung[2]

Quelle:

www.svz.de

Fußnoten:

  1. ^ Externer Link (www.dokumentation.landtag-mv.de)
  2. ^ Externer Link (dkvf2017.de)

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.