Über die Heilkunst im Mittelalter – IKZ

Iserlohn.   Eine interessante Ausstellung erwartet die Besucher im Iserlohner Stadtmuseum.

„Geschröpft und zur Ader gelassen – Heilkunst im Mittelalter“ heißt eine Ausstellung im Iserlohner Stadtmuseum am Fritz-Kühn-Platz. Die Sonderschau ist noch bis Sonntag, 20. August, zu sehen – jeweils von 10 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Um Aderlass, Schröpfen oder Viersäftelehre dreht sich die Medizin des Mittelalters, die in der modernen Gesellschaft heute sehr fremd erscheint. Aber vor über 500 Jahren waren dies beliebte Heilmethoden. Von Mikrobiologie, Viren oder Bakterien hatte die Menschen und deren „Heiler“ noch keine Vorstellung. Sie nahmen an, Krankheiten würden über die Luft, durch sogenannte schädliche Miasmen, verbreitet. Für ihre Diagnosen beriefen sich Heilkundige etwa auf die Harnschau. Der Urin wurde nach Farbe, Geruch und sogar Geschmack beurteilt. Auch Kräuterfrauen und Hebammen spielten eine bedeutende Rolle in der Volksmedizin.

Die Ausstellung beleuchtet die vielfältigen Aspekte der mittelalterlichen Heilkunst. Sie berichtet von Badern, Feldschern und Barbieren, von magischen Heilmitteln wie dem Theriak und der „Dreckapotheke“, von den mittelalterlichen Hospitälern und weit verbreiteten Krankheiten wie dem Antoniusfeuer und der Lepra.

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