Prostatakrebs: Neue Methode am St. Josef – NRZ

Moers.   Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Sobald der Verdacht auf Prostatakrebs besteht, ist eine schnelle und schonende Diagnose gefragt. Das St. Josef Krankenhaus in Moers bietet nun nach eigener Darstellung als einziges Krankenhaus am linken Niederrhein die Fusionsbiopsie an.

Je früher Prostatakrebs erkannt wird, desto größer sind die Chancen auf Heilung. Sobald der Verdacht auf Prostatakrebs besteht, ist eine schnelle und schonende Diagnose gefragt. Das St. Josef Krankenhaus in Moers bietet nun nach eigener Darstellung als einziges Krankenhaus am linken Niederrhein die Fusionsbiopsie an.

„Bei der Fusionsbiopsie wird zunächst ein MRT durchgeführt,“ erklärt Dr. Michael Reimann, Chefarzt der urologischen Klinik, „so können verdächtige Herde lokalisiert werden. Danach wird eine schonendere Biopsie durch den Damm durchgeführt, wobei die MRT-Bilder mit dem Ultraschall fusioniert werden und gezielt biopsiert werden kann.“

Auch das Infektionsrisiko ist bei diesem neuen Verfahren deutlich geringer als bei der bisherigen Methode. Das Infektionsrisiko bei der herkömmlichen Methode, wobei die Biopsie durch den Enddarm mit Hilfe einer Ultraschallsonde entnommen wurde, liegt aufgrund der Darm-Bakterien, die in die Drüse gelangen können, bei 1 – 3 %.

„Die Fusionsbiopsie wird durch den Damm-Bereich, also außerhalb des Darms durchgeführt“, so Dr. Reimann, „somit besteht ein deutlich vermindertes Infektionsrisiko, da dieser Bereich steril abgewaschen werden kann.“ Mit der neuen Methode hätten die Urologen bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

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Quelle:

www.nrz.de

Scheidenimplantate – sinnvoll oder gefährlich? – DIE WELT

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Ist alles in Ordnung, spüren die meisten Menschen ihre Beckenbodenmuskulatur nicht. Sie bemerken sie erst, wenn sie ihre Funktion nicht mehr erfüllt. Denn die Beckenbodenmuskulatur dient als eine Art Hängematte, um die Organe des unteren Bauchbereichs (Harnblase, Enddarm, Gebärmutter) zu tragen.

Wer jedoch unter einer Bindegewebsschwäche leidet oder innerhalb kurzer Zeit mehrere Kinder zur Welt gebracht hat, der bekommt sehr unangenehm zu spüren, wenn die Beckenbodenmuskulatur und ihre Bänder locker werden: unkontrollierter Urinverlust und Schmerzen beim Sex können die Folge sein.

Australische Patientinnen klagen

Um Betroffenen zu helfen, wurde das „Vaginal Mesh“ entwickelt. Eine Art synthetisches Netz, das die Beckenbodenmuskulatur unterstützt. Es wird operativ eingesetzt, der Eingriff dauert nicht lang, lediglich 60 bis 90 Minuten.

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Doch so vielversprechend das Scheidenimplantat für betroffene Frauen ist, so umstritten ist es auch. Denn bei der Operation selbst kann vieles schiefgehen. Nur absolute Experten sollten sie deshalb durchführen, von denen gibt es jedoch nicht viele. In den USA etwa sind gerade einmal zwölf Prozent der Ärzte, die solche Operationen durchführen, wirklich fachgerecht ausgebildet.

In Australien[1] haben nun 700 Patientinnen das pharmazeutische Unternehmen Johnson & Johnson für die Vermarktung des Scheidenimplantats verklagt. Bei den meisten Betroffenen hat sich das Zellgewebe um das Netz herum entzündet, sie leiden unter extremen Schmerzen. Manche Frauen sitzen deshalb sogar im Rollstuhl. Ihr Vorwurf: Sie wurden vor dem Eingriff über die Risiken nicht ausreichend informiert.

In Deutschland dürfen nur zertifizierte Ärzte operieren

Johnson & Johnson weist darauf hin, dass die Klage gegen die australische Firma gerichtet ist. Johnson & Johnson Deutschland ist davon nicht betroffen. „Die Produkte, die wir heutzutage vertreiben, werden von einer überwältigenden Mehrheit der Ärzte, die sich der Behandlung von Harninkontinenz widmen, als Vorbild für die Behandlung von Stressinkontinenz erachtet“, heißt es hier.

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In Amerika und Australien gibt es keine strengen Regulierungen und auch nicht zertifizierte Ärzte dürfen diesen Eingriff durchführen. In Europa beobachten Ärzte dies schon seit Längerem mit Sorge. Und haben Konsequenzen gezogen: Unter Beteiligung von Experten wie Heinz Kölbl, Professor der Urogynäkologie in Wien, setzten sie den Europäischen Konsensus für die Verwendung von Implantaten durch.

Darin wurde festgelegt, dass in Deutschland das Vaginal Mesh nur noch in absoluten Härtefällen eingesetzt wird, wenn eine Beckenbodensenkung auch nach mehreren Behandlungen wiederholt auftritt.

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Patient erzählt

Zur Behandlung einer Beckenbodensenkung werden in Deutschland vor allem konservative Behandlungsmethoden wie Beckenbodengymnastik vor und nach der Schwangerschaft empfohlen. Alternativ können Ärzte vor dem Einsatz eines synthetischen Materials die Verwendung des eigenen Gewebes mit der Patientin besprechen. Füllmittel unterstützen die Harnblase.

Erst wenn diese Methoden nicht mehr ausreichen, raten Experten zum operativen Einsatz eines synthetischen Vaginal Mesh, der in Deutschland nur von zertifizierten Ärzten vorgenommen werden darf. „Betroffenen kann das dann ein leidenfreies Leben ermöglichen,“ sagte Kölbl der WELT.

Quelle:

www.welt.de

Fußnoten:

  1. ^ Australien (www.welt.de)

Hormon steuert Wachstum – Nordwest-Zeitung

Oldenburg[1] Die medizinisch als Prostata bezeichnete Vorsteherdrüse umfasst den oberen Teil der Harnröhre, die wiederum in die Harnblase des Mannes mündet. Eine gesunde Prostata ähnelt in Größe und Form einer Kastanie. Die von einer Hülle umschlossene Drüse grenzt nach unten an das Schambein sowie im rückwärtigen Bereich an den Enddarm, erklärt Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek. Hauptaufgabe der Prostata ist es, zur Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes beizutragen.

Im Inneren der Prostata finden sich neben Bindegewebe und Muskelfasern insbesondere Drüsenzellen, die ein flüssiges Sekret bilden, das sich bei einem Orgasmus des Mannes in die Harnröhre entleert. Diese Prostata-Flüssigkeit bildet gemeinsam mit dem Sekret der Samenbläschen und den im Hoden produzierten Samenzellen das Ejakulat, das entscheidend an der Befruchtung weiblicher Eizellen – und damit dem Entstehen einer Schwangerschaft – beteiligt ist. Das Prostatasekret hat dabei in erster Linie die Funktion, für eine ausreichende Beweglichkeit der Spermien zu sorgen.

Ihre Funktionsfähigkeit entwickelt die Prostata erst im Zuge der Pubertät mit der dann einsetzenden Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron, das dann später für einen lebenslangen Wachstumsreiz der Drüse sorgt. Viele Männer leben ab der zweiten Lebenshälfte mit einer gutartig vergrößerten Prostata, was zu Problemen beim Wasser lassen führen kann, aber nicht mit einem bösartigen Tumor verbunden ist.

Fußnoten:

  1. ^ Oldenburg (www.nwzonline.de)

Hormon steuert Wachstum – Nordwest-Zeitung

Oldenburg[1] Die medizinisch als Prostata bezeichnete Vorsteherdrüse umfasst den oberen Teil der Harnröhre, die wiederum in die Harnblase des Mannes mündet. Eine gesunde Prostata ähnelt in Größe und Form einer Kastanie. Die von einer Hülle umschlossene Drüse grenzt nach unten an das Schambein sowie im rückwärtigen Bereich an den Enddarm, erklärt Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek. Hauptaufgabe der Prostata ist es, zur Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes beizutragen.

Im Inneren der Prostata finden sich neben Bindegewebe und Muskelfasern insbesondere Drüsenzellen, die ein flüssiges Sekret bilden, das sich bei einem Orgasmus des Mannes in die Harnröhre entleert. Diese Prostata-Flüssigkeit bildet gemeinsam mit dem Sekret der Samenbläschen und den im Hoden produzierten Samenzellen das Ejakulat, das entscheidend an der Befruchtung weiblicher Eizellen – und damit dem Entstehen einer Schwangerschaft – beteiligt ist. Das Prostatasekret hat dabei in erster Linie die Funktion, für eine ausreichende Beweglichkeit der Spermien zu sorgen.

Ihre Funktionsfähigkeit entwickelt die Prostata erst im Zuge der Pubertät mit der dann einsetzenden Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron, das dann später für einen lebenslangen Wachstumsreiz der Drüse sorgt. Viele Männer leben ab der zweiten Lebenshälfte mit einer gutartig vergrößerten Prostata, was zu Problemen beim Wasser lassen führen kann, aber nicht mit einem bösartigen Tumor verbunden ist.

Fußnoten:

  1. ^ Oldenburg (www.nwzonline.de)

Hormon steuert Wachstum – Nordwest-Zeitung

Oldenburg[1] Die medizinisch als Prostata bezeichnete Vorsteherdrüse umfasst den oberen Teil der Harnröhre, die wiederum in die Harnblase des Mannes mündet. Eine gesunde Prostata ähnelt in Größe und Form einer Kastanie. Die von einer Hülle umschlossene Drüse grenzt nach unten an das Schambein sowie im rückwärtigen Bereich an den Enddarm, erklärt Prof. Dr. Friedhelm Wawroschek. Hauptaufgabe der Prostata ist es, zur Fortpflanzungsfähigkeit des Mannes beizutragen.

Im Inneren der Prostata finden sich neben Bindegewebe und Muskelfasern insbesondere Drüsenzellen, die ein flüssiges Sekret bilden, das sich bei einem Orgasmus des Mannes in die Harnröhre entleert. Diese Prostata-Flüssigkeit bildet gemeinsam mit dem Sekret der Samenbläschen und den im Hoden produzierten Samenzellen das Ejakulat, das entscheidend an der Befruchtung weiblicher Eizellen – und damit dem Entstehen einer Schwangerschaft – beteiligt ist. Das Prostatasekret hat dabei in erster Linie die Funktion, für eine ausreichende Beweglichkeit der Spermien zu sorgen.

Ihre Funktionsfähigkeit entwickelt die Prostata erst im Zuge der Pubertät mit der dann einsetzenden Produktion des männlichen Sexualhormons Testosteron, das dann später für einen lebenslangen Wachstumsreiz der Drüse sorgt. Viele Männer leben ab der zweiten Lebenshälfte mit einer gutartig vergrößerten Prostata, was zu Problemen beim Wasser lassen führen kann, aber nicht mit einem bösartigen Tumor verbunden ist.

Fußnoten:

  1. ^ Oldenburg (www.nwzonline.de)

Was hinter Analleiden steckt – Apotheken Umschau

Schmerzen am After? Seltsames Gefühl beim Stuhlgang? Warum es wichtig ist, bei Problemen die Scham zu überwinden und bei Analbeschwerden zum Arzt zu gehen

von Silke Droll, 07.07.2017

Lästiges Leiden: Analprobleme erschweren oft den Stuhlgang

W&B/Simon Katzer

Frederik Mader sieht in seiner Praxis in Nittendorf in der Oberpfalz manchmal außergewöhnliche Selfies – von einer Körperregion, deren Anblick nicht alltäglich ist: dem ­­­After. Wer dort Probleme hat, will wissen, was los ist. Dazu braucht man einen Spiegel oder eben ein Smartphone.

Was die Handykamera festhält, bekommt dann der Arzt präsentiert. Meistens sind es geschwollene Knoten mit gestocktem Blut in der Größe eines Kirschkerns am Darmausgang. Die Betroffenen können vor Schmerzen oft kaum mehr sitzen und sind in heller Aufruhr. Ist das ein Tumor? Wie wird man die Dinger am Po wieder los? „Eine harmlose Geschichte, die wieder vergeht“, kann Allgemeinmediziner Mader meist beruhigen. Und damit geht es vielen Patienten schon besser.


Dr. Frederik Mader, Allgemeinarzt aus Nittendorf

W&B/Ulrike Frömel

Analvenenthrombose: Harmloses Blutgerinnsel am After

Bei den Knoten handelt es sich um Analvenenthrombosen, oft fälschlicherweise als Hämor­riden bezeichnet. Sie machen etwa ein Viertel der diagnostizierten Afterleiden aus. Es sind harmlose Blutgerinnsel in den Gefäßen, die fast immer plötzlich auftreten. Mader: „Man kann einfach abwarten, bis sie von allein verschwinden, und so lange entzündungshemmende, schmerzlindernde Salben und Tabletten nehmen.“

Werden die Analvenenthrombosen jedoch größer, sollten sie entfernt werden. „Das geschieht unter örtlicher Betäubung“, erklärt Mader. Die Wunde bleibt anschließend offen, damit das Sekret abfließen kann. Nach jedem Stuhlgang wird der Bereich abgebraust. So sollte das Problem nach wenigen Tagen behoben sein.

Wohlstand macht den Stuhl hart

Die Ursache der Thrombosen lässt sich nicht genau klären. Wahrscheinlich ging eine schwierige Sitzung auf der ­Toilette mit viel Pressen voran. Starker Druck stoppt den Blutfluss in den Venen, führt zu einem Gerinnsel.

Einzige mögliche Präventionsmaßnahme ist, den Stuhl weich zu halten –generell der beste Tipp zur Vorbeugung von Analleiden. „Völker, die sich faserreicher ernähren, also weniger Fleisch und mehr Gemüse essen, haben weniger Enddarmprobleme. Viele Anal­lei­den sind typisch für unsere Wohlstands­gesellschaft“, sagt der Freiburger Koloproktologe Dr. Bernhard Stritt­mat­ter. Ballaststoffarme Nahrung führt zu eingedicktem Stuhl. Das Gleiche gilt für zu wenig Sport und Bewegung im Alltag.

Doch auch mit einem optimal beschaffenen Stuhl lassen sich nicht alle analen Beschwerden vermeiden. Wenn sich die Hämorriden[1], die Gefäßpolster in den letzten Zentimetern des Enddarms, vergrößern, liegt das zu 80 Prozent an einer genetisch bedingten ­Gewebeschwäche und kann schlicht eine Alterserscheinung sein, wie Strittmatter erklärt.


Analfissuren verursachen stechende Schmerzen beim Stuhlgang

Schmerzhafter als viele Hämorriden-Probleme sind Analfissuren, die ebenfalls etwa ein Viertel aller Analbeschwerden ausmachen. Die kleinen Risse im „Anoderm“, der sensiblen Haut im After, treten vor allem bei jüngeren Patienten auf.

Etwa bei Studenten in der stressigen Prüfungszeit. Sie ernähren sich häufig schlecht, trinken zu wenig, der Stuhl wird hart, und sie pressen auf der Toilette. Die Analhaut reißt ein, und der Schmerz erhöht die Spannung im Schließmuskel. Dadurch wird der Enddarm weniger durchblutet, und winzige Wunden heilen nicht.

„Ein harter Partikel im Kot ritzt dann ganz leicht, und der Riss wird immer größer“, erklärt Mader. Jeder Stuhlgang verursacht in der Folge stechende Schmerzen. Salben können die Pein etwas lindern und die Heilung fördern. Weitere seltene Risikofaktoren für Analfissuren sind Antibiotika- und Chemotherapie[2], weil dadurch die Haut empfindlicher wird, sowie Analverkehr.


Frühzeitig zum Arzt gehen

Egal um welche Analbeschwerden es sich handelt: Wenn auf dem Klopapier oder in der Toilette Blut entdeckt wird, sollten Betroffene zum Arzt gehen. Frauen, die ähnliche Untersuchungen vom Gynäkologen kennen, tun das eher als Männer. „Letztere kommen erst, wenn es gar nicht mehr geht. Die Scham ist groß“, sagt Strittmatter.

Doch es lohnt sich, Hemmungen zu überwinden. Das verkürzt den Leidensweg, denn die Therapie kann eher beginnen. Und die Untersuchung ist bei den meisten Analleiden weitgehend schmerzfrei.

Viele Ärzte untersuchen Betroffene in Seitenlage auf einer Liege. Mader ist, wie die Facharzt-Kollegen, mit einem gynäkologischen Stuhl und den speziellen Instrumenten ausgerüstet. Der Arzt tastet zunächst mit dem Finger, und falls er ein Instrument einsetzen muss, kann er den Analkanal leicht betäuben oder bei stärkeren Schmerzen den Patienten sedieren.

Fußnoten:

  1. ^ Hämorriden: Anzeichen, Hausmittel, OP (www.apotheken-umschau.de)
  2. ^ Chemotherapie: Formen, Ablauf, Risiken (www.apotheken-umschau.de)

Blutprobe reicht aus – Nordwest-Zeitung

Dr. Ludwig Wrede (Bild) ist Facharzt für Urologie und Andrologie mit Praxis in Oldenburg.

Frage: Worauf muss man sich bei einer Bestimmung des PSA-Werts einstellen?

Wrede: Der PSA-Wert wird aus einer Blutprobe bestimmt. Es ist dafür nicht nötig, dass der Patient nüchtern oder zu einer bestimmten Tageszeit zur Blutentnahme kommt. Das Ergebnis liegt nach drei bis fünf Tagen vor.

Frage: Reicht die Bestimmung des PSA-Werts aus?

Wrede: Man muss beachten, dass der PSA-Wert allein nur begrenzt aussagefähig ist. Zur Interpretation des PSA-Werts gehören immer eine rektale digitale Untersuchung der Prostata und möglichst auch eine Sonografie der Prostata durch den Enddarm, um die Beschaffenheit und Größe der Prostata zu bestimmen. Der PSA-Wert ist nur einer der Faktoren für die Beurteilung, ob möglicherweise ein Prostatakarzinom vorliegt.

Frage: Sollte die Bestimmung des PSA-Werts bei einem Hausarzt oder einem Urologen erfolgen?

Wrede: Ein Prostatakarzinom kann auch mit sehr niedrigen PSA-Werten einhergehen. Andererseits können Entzündungen im Urogenitaltrakt, eine stark vergrößerte Prostata, aber auch intensives Fahrradfahren zu einem erhöhten PSA-Wert führen. Das Abtasten der Prostata vom Darm aus und die Sonografie der Prostata durch den Enddarm führen Urologen sehr häufig in ihren Praxen durch. Insofern haben Urologen sicher die größte Kompetenz bei der Interpretation des PSA-Werts. Das ist auch der Grund, weshalb alle Urologen in Oldenburg die Berechtigung haben, den PSA-Wert in ihrem eigenen Labor zu bestimmen.