Das Gehirn schützen: Digital Detox im Alltag integrieren – FOCUS Online

Alle sind ständig online. Ob auf dem Weg zur Arbeit, zuhause oder beim Treffen mit Freunden. Der neue Trend ist jetzt, regelmäßig alle technischen Geräte auszuschalten, und nennt sich digitale Entgiftung.

Berlin[1] (dpa/tmn) – Von Hundert auf null: So halten es viele mit der digitalen Entgiftung. Nachdem sie im normalen Leben ununterbrochen mit den Augen am Bildschirm kleben, schalten sie im Urlaub[2] zwei Wochen lang alle technischen Geräte ab.

„Das schadet zwar nicht“, erläutert Iris Hauth, E-Mental-Health-Expertin vom Alexianer St. Joseph Krankenhaus Berlin-Weißensee. Aber wer sein Gehirn effektiv vor dem schützen will, was das ständige Einprasseln von Informationen möglicherweise anrichtet, sollte besser den eigenen Alltag anpassen.

Hauth rät zum Beispiel zu smartphone- und computerfreien Stunden – etwa nach Feierabend: „Ich selbst diszipliniere mich, zwischen 19.00 und 22.00 Uhr nicht aufs Handy zu schauen.“ Am Wochenende sei es zudem sinnvoll, keine beruflichen E-Mails zu lesen. In manchen Unternehmen ist das mittlerweile sogar verboten.

Grundsätzlich verteufeln will die Chefärztin der psychiatrischen Klinik die neuen Medien nicht. Sie gibt nur zu bedenken, dass die Informationsflut und ständige Verfügbarkeit mit großer Wahrscheinlichkeit die Wahrnehmung, die Konzentration und das Erinnerungsvermögen beeinflussen. „Nachweisen lässt sich das bisher allerdings noch nicht“, betont sie. Um das eigene Gehirn vor möglichen Gefahren zu schützen, plädiert sie dennoch dafür, Maß zu halten.

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Es helfe schon, sich zum Beispiel immer wieder klarzumachen, dass Messenger wie WhatsApp[4] nur eine Möglichkeit darstellen, mit Freunden und der Familie zu kommunizieren. „Stattdessen kann man sich auch einfach mal wieder zum Essen treffen.“ Das Smartphone bleibt dann am besten in der Tasche.

Quelle:

www.focus.de

Fußnoten:

  1. ^ Mehr zu Berlin (www.focus.de)
  2. ^ Mehr zu im Urlaub (www.focus.de)
  3. ^ Zum PDF-Ratgeber: So bleiben Ihre Daten überall sicher (pdf.focus.de)
  4. ^ Mehr zu WhatsApp (www.focus.de)

Das neue Zumba-Work-out hat es in sich – Merkur.de

Strong heißt das neue Fitnessprogramm aus dem Hause Zumba. Dabei sind Musikelemente genau auf das Work-out abgestimmt. Mit dem, was Sportler als Zumba kennen, hat das Konzept kaum etwas zu tun.

München (dpa/tmn) – Zwei Schritte zur Seite, ein Kick in die Luft. Ausfallschritt nach vorne. Kniebeuge. In den Liegestütz springen und wieder zurück. Hört sich nach hochintensivem Intervalltraining, kurz HIIT, an – und sieht auch so aus. Nicht umsonst heißt das Konzept Strong, also „stark“.

Es kommt aus dem Hause Zumba – mit vollem Namen heißt das Konzept Strong by Zumba[1]. Und doch hat es mit klassischem Zumba wenig zu tun. Man schwitzt stärker, keucht lauter und ist sehr froh über die kurzen Pausen, die eine Stunde Training in vier Quartale unterteilen.

Zumba wurde in den 1990er Jahren in Kolumbien kreiert und vereint Aerobic- und Tanzelemente zu südamerikanischen Klängen. Inzwischen gibt es zahlreiche weitere Varianten: Zumba im Wasser etwa oder Zumba Gold, das speziell für ältere Menschen mit weniger belastenden Bewegungen konzipiert wurde.

So bleibt man als Fitness-Anbieter im Gespräch, erklärt Frank Daumann, Professor für Sport- und Gesundheitsökonomie an der Universität Jena: „Man versucht immer wieder Produktinnovationen in den Markt zu bringen und dadurch auf sich aufmerksam zu machen.“

Wo Zumba draufsteht, wird in der Regel zu fetziger Musik trainiert – beim neuen Konzept allerdings etwas anders als bisher. Während sich beim klassischen Zumba die Choreographie an den Liedern orientiert, ist es hier genau umgekehrt. Zuerst haben die Macher eine Choreographie mit verschiedenen Übungen für ein Ganzkörper-Work-out entwickelt. Danach wurde die Musik dazu produziert. Die Musikelemente sind genau auf die einzelnen Bewegungen abgestimmt.

„Das erhöht den motivierenden Effekt der Musik“, sagt Dave Sibley, der bei Zumba für den europäischen Markt zuständig ist. So falle es den Menschen leichter, an oder sogar über ihre gefühlten Grenzen zu gehen. Ist es die Musik, die zur Bewegung animiert, kommt es einem weniger anstrengend vor, und man lernt schneller – so die Theorie.

Tatsächlich hilft die Kombination von bestimmten Bewegungen und spezifischen Klängen dabei, die Bewegungen genauer auszuführen. Das hat Alfred Effenberg herausgefunden. Er ist Professor für Bewegungswissenschaften an der Universität Hannover. „Wenn die Klänge oder Klangfolgen eine präzise Orientierung geben, wie lang die einzelnen Bewegungselemente sind und mit welchem Rhythmus und Tempo sie aufeinander folgen, hilft das, solche Abfolgen schneller zu erlernen“, sagt er.

Diesen Eindruck bekommt man auch im Training. Schon beim ersten Mal kann man sich gut an der Musik orientieren und hört, wann der nächste Wechsel kommt. Wird die Musik schneller, zieht man auch das Tempo der Bewegung an, reißt zum Beispiel die Knie immer flotter abwechselnd in die Luft.

Trainingstechnisch orientiert sich das Konzept am momentan sehr angesagten Work-out mit dem eigenen Körpergewicht. Wer schon in diesem Bereich trainiert, kennt die Bewegungen: Burpees, Squats oder Lunges. Man springt in den Liegestütz und wieder auf die Füße, geht tief in die Hocke, macht einen Ausfallschritt und berührt mit dem Knie den Boden. Auch Kampfsportelemente sind enthalten, bei denen die Teilnehmer mit der Faust oder mit dem Ellbogen in die Luft boxen oder mit dem Fuß kicken.

Dadurch, dass die Bewegungen einander zügig ablösen, werden immer wieder andere Muskelgruppen beansprucht. Das hilft beim Durchhalten. Nach jeder Einheit kann man sich kurz auflockern und etwas trinken.

Wie anspruchsvoll ein Work-out ist, hängt letztlich vom Trainer ab. Grundsätzlich kann man auch als Fitnessneuling einsteigen und besonders fordernde Bewegungen erst einmal auslassen oder abschwächen. Wer sich nicht sicher ist, ob er schon fit genug für das Training ist, kann direkt bei den Anbietern nachfragen.

Und wer schon regelmäßig trainiert und sich über Fitness-Trainer ärgert, die mit breitem Grinsen rufen, wie viele Wiederholungen noch zu absolvieren sind, darf sich freuen. Denn bei diesem Work-out gibt die Musik den Ton an.

Übersicht über Kurse in Deutschland[2]

Quelle:

www.merkur.de

Fußnoten:

  1. ^ Strong by Zumba (strong.zumba.com)
  2. ^ Übersicht über Kurse in Deutschland (strong.zumba.com)

Wenn Sie DAS jeden Morgen essen, passiert Unglaubliches – Merkur.de

  • Jasmin Pospiech

    vonJasmin Pospiech
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Die einen frühstücken gar nicht, die anderen können nicht ohne – für letztere gibt es jetzt eine gute Nachricht: Dieses Frühstück macht schlank – und schützt das Herz.

Es ist voller wichtiger Mineralstoffe, soll schlank machen und ein wahres Power-Paket am frühen Morgen sein – und dabei ist es doch so simpel. Laut Chris Seal, einem Professor für Ernährungswissenschaften der Newcastle University gibt es keinen Zweifel: Dieses Wunder-Frühstück schlägt alle anderen, was seinen Nährstoffgehalt und die gesundheitlichen Auswirkungen angeht.

Während viele gerade auf den neuesten Ernährungsschrei, das Intermittierende Fasten schwören, soll dieses Frühstück für alle diejenigen eine gesunde und schmackhafte Alternative sein, die es nicht können oder wollen. Schließlich ist der Verzicht aufs Frühstück[1] nicht für jeden geeignet, vor allem Schwangere, Menschen mit gesundheitlichen Problemen wie Diabetes oder Schilddrüsenerkrankungen sowie Senioren sollten hier besser vorsichtig sein.

Viel Power für den Tag und wertvolle Nährstoffe: Daraus besteht das Wunder-Frühstück

Doch auch Sie können sich durch eine ganz bestimmte erste Mahlzeit des Tages etwas Gutes tun, so Seal gegenüber der DailyMail[2] – und zwar mit einem leckeren Haferbrei. Es klingt unglaublich: Nur eine Schüssel davon täglich am frühen Morgen soll seiner Meinung nach die Gesundheit drastisch verbessern. Der Grund dafür: Eine Schüssel voll habe mehr Ballaststoffe als eine Scheibe Vollkornbrot, ist fett- und zuckerarm und ist reich an wertvollen Spurenelementen wie Mangan, Kupfer und Eisen sowie B-Vitaminen.

Vor allem die wasserlöslichen Ballaststoffe, die in Haferflocken in hohen Mengen vorkommen, sollen besonders gesund sein. Diese liegen nämlich in einer Form vor, die auch als Beta-Glucan bekannt ist. Dieses bildet im Magen eine gelartige Substanz, die sich wie eine Schutzschicht an die Mageninnenwände legt. Dadurch tritt das Sättigungsgefühl schneller ein – und man isst weniger. Zudem fördert es die Verdauung und stärkt das Immunsystem, senkt die Cholesterinwerte und soll sogar vor Krebs schützen, so Professor Seal.

Doch das Beste an Beta-Glucan sei, dass es durch seine gelartige Masse dabei hilft, schlechtes Cholesterin zu absorbieren und dadurch zu verhindern, dass zu viel davon im Blutkreislauf zirkuliert. Andernfalls könnte es sein, dass es sich in Arterien anlagert, diese verengt – und am Ende sogar Herzerkrankungen drohen. Doch Studien haben entdeckt, dass drei Gramm Beta-Glucan pro Tag (das entspricht einer Schüssel mit 70 Gramm Haferflocken) das böse LDL-Cholesterin bereits um sieben Prozent reduzieren kann.

Cholesterin-Blocker Haferflocken: Können sie es sogar mit Statinen aufnehmen?

Das Erstaunliche daran: „Das ist dasselbe Ergebnis, wie wenn Sie Statine nehmen würden“, berichtet Dr. George Grimble, Studienleiter der Medizinfakultät des University College London. Doch im Gegensatz zu einem chemischen Cholesterinblocker haben Haferflocken keine Nebenwirkungen. Zudem konnte er während seiner Studien noch weitere gesundheitsfördernde Eigenschaften des Beta-Glucans ausmachen: „Beta-Glucan bildet Säuren, unter anderem Buttersäure, welche auf die DNA von Zellen im Dickdarm einwirken können und vor Krebs schützen.“

Auch interessant: Studien haben Erstaunliches über gesättigte Fette im Essen herausgefunden[3].

Zu diesem Schluss kommt auch eine Langzeitstudie der Universität Harvard. Dazu untersuchten die Forscher 14 Jahre lang 100.000 Probanden. Dabei kam heraus: Diejenigen, die am meisten Hafer und Vollkornprodukte aßen, litten auch weniger an Herzerkankungen. Sie gingen sogar so weit, zu behaupten, dass regelmäßiger Verzehr von Vollkornprodukten die Lebenserwartung steigern kann[4]. „Ich denke, wenn jeder Haferbrei essen würde, würden sicherlich weniger Menschen an Herzkrankheiten oder sogar Darmkrebs erkranken“, pflichtet auch Dr. Grimble bei. Zudem haben Haferflocken einen niedrigen glykämischen Index – das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel nur langsam und wenig ansteigt und sie somit auch für Diabetiker geeignet sind.

Lesen Sie auch[5]: Diese drei Fehler machen Sie garantiert auch immer beim Frühstück

jp

Gute von schlechten Kohlenhydraten unterscheiden

Zur Fotostrecke[6]

Quelle:

www.merkur.de

US-Senat wird nicht über Abschaffung von „Obamacare“ abstimmen – ZEIT ONLINE

Washington (dpa) – Der dritte und letzte Anlauf der Republikaner zur Abschaffung der Krankenversicherung „Obamacare“ ist endgültig gescheitert. Mehrere republikanische US-Senatoren sagten, sie hätten keine Mehrheit für einen alternativen Gesetzentwurf. „Wir haben die Stimmen nicht zusammen“, sagte Senator Bill Cassidy. Einer der Urheber des neuen Gesetzes, Lindsey Graham, sagte, nun sei zunächst das Thema Steuerreform an der Reihe. Danach werde man auf die Krankenversicherung zurückkommen. Die Regierungspartei war bereits mit mehreren Versuchen gescheitert, das Gesundheitssystem zu reformieren.

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Startseite[1]

Quelle:

www.zeit.de

Fußnoten:

  1. ^ Startseite (www.zeit.de)

US-Senat wird nicht über Ende von „Obamacare“ abstimmen – t-online.de

Washington (dpa) – Der dritte und letzte Anlauf der Republikaner zur Abschaffung der Krankenversicherung „Obamacare“ ist endgültig gescheitert. Die republikanischen US-Senatoren gestanden ein, keine Mehrheit für einen alternativen Gesetzentwurf zu haben.

Nachrichten des Tages

Dieses Scheitern markiert für die Republikaner das Ende eines sieben Jahre währenden Bemühens, die massiv bekämpfte Errungenschaft Barack Obamas abzuschaffen oder zu ersetzen.

Der Mehrheitsführer im US-Senat, Mitch McConnell, zog am Dienstag offiziell den Stecker: Man werde in dieser Woche nicht mehr abstimmen. Lindsey Graham, einer der Urheber des neuen Gesetzes, sagte, nun sei zunächst das Thema Steuerreform an der Reihe. Danach werde man auf die Krankenversicherung zurückkommen.

„Obamacare“ abzuschaffen, war auch eines der wichtigsten Wahlkampfthemen Donald Trumps gewesen. Der US-Präsident zeigte sich bereits vor dem endgültigen Scheitern offen frustriert. Er sei sehr enttäuscht über einige republikanische Senatoren, sagte er am Dienstag. Trump bezeichnete sie als „sogenannte Republikaner“.

Die Senatoren Rand Paul, John McCain und Susan Collins hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, bei einer Abstimmung über den Entwurf mit Nein stimmen zu wollen. Die Konservativen könnten sich aber maximal zwei Gegenstimmen aus dem eigenen Lager erlauben, um auf die nötige Mehrheit von 50 zu kommen. Die Republikaner haben 52 Sitze. Die Demokraten sind geschlossen dagegen.

Mit dem Monat September – und dem letzten Sitzungstag des Senats an diesem Freitag – endet die Frist, in der die Republikaner mit einer Mehrheit von 50 Stimmen im Senat „Obamacare“ hätten abschaffen können. Danach brauchen sie 60 Stimmen, weil dann wegen des Auslaufens einer befristeten Sonderregel keine einfache Mehrheit mehr reicht.

In den vergangenen Monaten war die Regierungspartei bereits mit mehreren Versuchen gescheitert, das Gesundheitssystem zu reformieren.

Dass die Republikaner überhaupt einen dritten Anlauf unternehmen konnten, liegt letztlich auch an den US-Demokraten. Eigentlich hatte der gesamte Monat September vom Thema Schuldenobergrenze beherrscht werden sollen. In einem Überraschungscoup hatte Trump sich mit den Demokraten gegen die in dieser Frage intern zerstrittenen Republikaner geeinigt. So wurde Zeit frei, dem im Juli gestarteten Entwurf Versuch zweier Senatoren in Sachen „Obamacare“ zur Mehrheit zu verhelfen.

Republikaner vor erneuter Niederlage bei Gesundheitsreform – t-online.de

Washington (dpa) – Der dritte und letzte Anlauf der Republikaner zur Abschaffung der Krankenversicherung „Obamacare“ ist endgültig gescheitert. Mehrere republikanische US-Senatoren sagten, sie hätten keine Mehrheit für einen alternativen Gesetzentwurf.

Nachrichten des Tages

„Wir haben die Stimmen nicht zusammen“, sagte Senator Bill Cassidy am Dienstag in Washington. Lindsey Graham, einer der Urheber des neuen Gesetzes, sagte, nun sei zunächst das Thema Steuerreform an der Reihe. Danach werde man auf die Krankenversicherung zurückkommen.

Die Senatoren Rand Paul, John McCain und Susan Collins hatten in den vergangenen Tagen angekündigt, bei einer Abstimmung über den Entwurf mit Nein stimmen zu wollen. Die Konservativen könnten sich aber maximal zwei Gegenstimmen aus dem eigenen Lager erlauben, um auf die nötige Mehrheit von 50 zu kommen. Die Republikaner haben 52 Sitze. Die Demokraten sind geschlossen dagegen.

Mit dem Monat September endet die Frist, in der die Republikaner mit einer Mehrheit von 50 Stimmen im Senat „Obamacare“ hätten abschaffen können. Danach brauchen sie 60 Stimmen.

In den vergangenen Monaten war die Regierungspartei bereits mit mehreren Versuchen gescheitert, das Gesundheitssystem zu reformieren.

Joghurt als Medizin: Darmflora unterstützen – NDR.de

Stand: 25.09.2017 17:35 Uhr

Bei einer Behandlung mit Antibiotika kann probiotischer Joghurt einer Infektion mit dem gefährlichen Bakterium Clostridium difficile vorbeugen. Nach einer Antibiotika-Therapie leiden zwei Drittel der Betroffenen an Durchfällen. Denn Antibiotika zerstören nicht nur krankmachende, sondern auch nützliche Bakterien und können dadurch die Darmflora aus dem Gleichgewicht bringen. Ob Probiotika[1] im Joghurt auch bei gesunden Menschen zu einer besseren Darmflora beitragen, ist umstritten.

Gefährliche Infektion mit Clostridium difficile

Das Bakterium Clostridium difficile ist für etwa 15 bis 20 Prozent der Durchfallerkrankungen verantwortlich, die durch Antibiotika ausgelöst werden. Seine Giftstoffe verursachen lebensgefährliche Darmentzündungen, die sich durch schwere, plötzlich einsetzende, wässrige Durchfälle mit Übelkeit, Bauchschmerzen und Fieber äußern. Typischerweise haben die Durchfälle einen fauligen Geruch.

Probiotika in Milchprodukten und Präparaten

Unter dem Begriff Probiotika werden verschiedene Mikroorganismen zusammengefasst, zum Beispiel Milchsäurebakterien (Lactobacillus casei) und Hefepilze. Sie tragen dazu bei, die Barrierefunktion des Darms zu stärken und die übermäßige Ausbreitung von Krankheitserregern zu verringern.

Probiotika kommen natürlicherweise in milchsauren Produkten vor, zum Beispiel Joghurt, Kefir, Buttermilch und Sauerkraut. Bei probiotischen Joghurts werden zusätzlich größere Mengen eines Bakterienstamms hinzugefügt. Als Arzneimittel sind Probiotika in Kapsel- und Tropfenform erhältlich. Die meisten Präparate enthalten Bifido- und Laktobakterien. Für positive Effekte sind mehr als eine Millionen Mikroorganismen nötig.

Darmflora bei jedem Menschen unterschiedlich

Jeder Mensch besitzt eine eigene, individuelle Zusammensetzung der Darmflora, die vor allem durch die Ernährung und immunologische Prozesse beeinflusst wird. Sie ist wichtig für die Verdauung, die Abwehr von Krankheitserregern und die Stärkung des Immunsystems. Die Darmflora besteht beim Menschen aus rund 2.000 verschiedenen Arten von Darmbakterien. Insgesamt bringen es die etwa 100 Billionen Bakterien im Darm auf ein Gewicht von bis zu zwei Kilogramm.

Weitere Informationen

Verschiedene Trinkjoghurts © NDR

Sie sollen nach Angaben der Hersteller die Darmflora verbessern und das Immunsystem stärken: probiotische Trinkjoghurts. Visite hat sich drei Produkte genauer angesehen. mehr[2]

Eiskugeln © Fotolia.com Fotograf: victoria p.

Viel Zucker und Sahne: Eis ist alles andere als gesund. Doch wer möchte im Sommer schon darauf verzichten? Wie kann man die Kalorien reduzieren, ohne am Geschmack zu sparen? mehr[3]

Grafik eines Darms © Fotolia.com Fotograf: ag_visuell

mit Video

Die Zusammensetzung der Darmflora hat wohl Einfluss auf Erkrankungen, die ihren Ursprung im Gehirn haben. Forscher arbeiten an neuen Therapien, etwa gegen Multiple Sklerose. mehr[4]

3D Abbildung einer Darmflora © fotolia Fotograf: Alex

mit Video

Wenn die Darmflora aus dem Gleichgewicht gerät, leiden Betroffene unter Entzündungen mit heftigem Durchfall. Der Stuhl eines gesunden Spenders kann helfen. mehr[5]

Interviewpartner

Prof. Dr. Harald Matthes
Leitender Arzt Gastroenterologie, Ärztlicher Leiter, Geschäftsführer
Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe gGmbH
Klinik für Anthroposophische Medizin
Kladower Damm 221, 14089 Berlin
Tel. (030) 36501-699, Fax (030) 36501-455
E-Mail info@havelhoehe.de

Prof. Dr. Andreas Stallmacher
Direktor der Klinik für Innere Medizin IV – Gastroenterologie, Hepatologie, Infektiologie
Klinikum der Universität Jena
Am Klinikum 1, 07747 Jena
Tel. (03641) 9 32 42 21, Fax (03641) 9 32 42 22
E-Mail: andreas.stallmacher@med.uni-jena.de

Dieses Thema im Programm:

Visite | 26.09.2017 | 20:15 Uhr

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Quelle:

www.ndr.de