Landwirte entdecken Osteopathie für Tiere – FM1Today

Ob hinkender Hund, Pferd mit Rückenschmerzen oder Kuh mit gestörter Verdauung: Schweizer lassen kranke Tiere immer häufiger von Osteopathen behandeln. Die Behandlungsmethode, die im Wesentlichen mit blossen Händen durchgeführt wird, verbreitet sich – trotz Skepsis.

Sarah Miccichè Walzinger ist ausgebildete Veterinär-Osteopathin und übt den Beruf bereits seit 15 Jahren aus. «Mit der Osteopathie entwickelt man einen Sinn für die Berührung und eine andere Art des Verständnisses von Gesundheit», sagt sie.

Bei der Behandlung gehe es darum, einem Körper seine Beweglichkeit und seine Energie zurückzugeben. Wichtigstes Instrument ist die blosse Hand: «Mit Abtasten und Beobachten erstellen wir eine medizinische Diagnose. Danach behandeln wir die Krankheit mit manuellen Techniken.»

Doch nicht nur Katzen- und Hundebesitzer machen davon Gebrauch – auch Landwirte entdecken die Tier-Osteopathie. Zum Beispiel Roch Chatton in La Corbaz FR. Eine seiner Kühe war auf der Weide umgefallen und kam kaum mehr auf die Beine. «Im Stall hat sie sich dann sofort hingelegt und konnte nur mit Mühe wieder aufstehen», erzählt Chatton.

Eine erste Diagnose durch den Tierarzt ergab, dass der Schmerz von den Nerven ausging, der Kuh aber nicht geholfen werden konnte. Auf Anraten eines Freundes rief Chatton den Osteopathen. «Ich hatte Mühe zu glauben, dass das funktionieren sollte», räumt er ein.

Der Bauer beobachtet nun, wie der Praktiker die Wirbelsäule der Kuh abtastet, um die Nerven zu spüren. Ganz auf dem Damm ist das Tier noch nicht, aber es geht ihm deutlich besser.

Anfänglich wurde Osteopathie bei Menschen angewendet. Ab den 80er-Jahren passten die Therapeutinnen und Therapeuten die Technik an und legten auch bei Pferden Hand an. Heute wird die Methode auch bei Haltern anderer Haus- und Nutztiere – nicht nur Kühen, sondern auch Ziegen, Esel und Lamas – immer beliebter.

Die Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Komplementär- und Alternativmedizin (camvet.ch) zählt derzeit 190 Mitglieder, die mit verschiedenen alternativen Methoden behandeln. Vor fünf Jahren waren es erst 120. «Als ich anfing, haben nur sehr wenige die Anwendung dieser Therapie bei Tieren gekannt», sagt Miccichè Walzinger.

Miccichè Walzinger ist beim Verband camvet.ch für den Bereich Osteopathie zuständig. Dass die Heilmethode in immer mehr Praxen Einzug hält, liege an der Annäherung der alternativen Heilmethoden an die klassische Medizin, sagt sie.

«Die Menschen wenden sich selbst an Alternativmediziner. Da überrascht es nicht, dass sie diese Behandlungen auch für ihre Tiere wünschen.» 2009 sprachen sich die Stimmberechtigten für einen Verfassungsartikel zur Förderung von Komplementärmedizin aus.

Sarah Miccichè Walzinger möchte Osteopathie ihren Tierarzt-Kollegen und -Kolleginnen näher bringen, was zur Herausforderung werden kann: «Es ist nicht leicht, sich Respekt zu verschaffen. Kollegen sagen mir, dass sie nicht an Osteopathie glauben – wie wenn das eine Religion wäre!»

«Aber da gibt es nichts zu glauben. Wenn man eine Wirbelsäule nimmt, mobilisiert man sie mit einem Handgriff. Und dann geht es besser, das ist ein Fakt.» Es sei das Problem der Komplementärmedizin generell, dass sie sich auf empirische Resultate stütze und zurzeit keine wissenschaftlichen Beweise beibringen könne.

Dennoch: Mehr und mehr Tierärztinnen und Tierärzte wenden sich der Ostheopathie zu. Seit September gibt es eine von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte anerkannte Nachdiplom-Ausbildung mit Fähigkeitszeugnis – eine Schweizer Premiere.

«Jedes Jahr lassen sich etwa 15 Personen ausbilden», sagt Miccichè Walzinger. Sie hat den Kurs «Schweizerische Tierärztliche Osteopathie Ausbildung» aufgebaut, um einem Bedürfnis gerecht zu werden. Zuvor hatten sich Tierärztinnen und Tierärzte im Ausland in Osteopathie ausbilden lassen müssen.

Auch der im März 2016 gegründete Schweizerische Verband der Tier-Osteopathen (SVTO) will einen Lehrgang aufbauen. Im Verband sind Veterinär-Osteopathen zusammengeschlossen. Sie haben eine qualifizierte Ausbildung absolviert, sind aber nicht zwingend Tierärztinnen oder Tierärzte.

«Wir wollen unseren Beruf anerkennen lassen», betont Eva Huguelet, eine der drei Mitbegründerinnen des SVTO. Denn auf Gesetzesstufe geschützt ist der Titel Veterinär-Osteopath nicht, und ebensowenig ein Reglement für die Ausbildung.

Die geltenden Bestimmungen können sich von Kanton zu Kanton stark unterscheiden. In den meisten Kantonen sei das Praktizieren frei, sagt Huguelet. Auch die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte verlangt vereinheitlichte Regelungen und strengere Kontrollen.

(SDA)

Wer ist in Deutschland populistisch? – svz.de

INFOGRAFIK 25. Juli


Wie populistisch sind die Deutschen? Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung[1] zeigt, dass hierzulande etwa 29 Prozent der Befragten populistischen Aussagen zustimmen. Dabei unterscheidet sich der Anteil je nach politischer Richtung, wie die Grafik von Statista zeigt. So ist die Zustimmung zu populistischen Aussagen besonders hoch bei Menschen mit politisch rechter Meinung, gefolgt von Befragten, die politisch mittig eingeordnet wurden. Die geringste Zustimmung bekamen populistische Aussagen bei Befragten mit politisch mitte-linker Einstellung, gefolgt von Befragten mit mitte-rechter Einstellung. 

Die Ergebnisse der Studie können als repräsentativ für die deutsche Wahlbevölkerung zum Zeitpunkt der Bundestagswahl 2013[2] angesehen werden. Befragt wurden 2.371 Wahlberechtigte nach ihrer Einstellung zu acht populistischen Aussagen. Wer dem überwiegenden Teil zustimmte, wird als populistisch eingestuft.

Infografik: Wer ist in Deutschland populistisch? | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista[3] 

INFOGRAFIK 24. Juli


Immer weniger Menschen gehen mit Firefox[4] und Internet Explorer online. Laut aktuellen Daten von StatCounter[5] kommen beide zusammen nur noch auf einen Desktop-Marktanteil von 23,3 Prozent. Verantwortlich für den Absturz ist Chrome, Der Google-Browser kletterte zuletzt auf rund 63 Prozent. Auch Andreas Gal, ehemaliger Chief Technology Officer bei Mozilla, geht in einem Beitrag von Caschys Blog[6]davon aus, „dass vor allem Googles immer aggressivere Werbung für Chrome Nutzer abziehe. Deswegen schwinden die Nutzer des Browsers aktuell von Jahr zu Jahr – auch wenn Mozilla vieles an Firefox modernisiert hat.“ Laut Gal ist das Ende des Firefoxes quasi nur eine Frage der Zeit.

Infografik: IE und Firefox auf dem Weg in die Nische | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista[7] 

INFOGRAFIK 24. Juli


SPD und CDU liegen in den aktuellen Umfragen mit ihren Stimmanteilen wieder etwa beim Ergebnis der Bundestagswahl 2013[8]. Nach dem Umfragehoch im Frühjahr 2017 ging es für die SPD zuletzt wieder stark bergab. 

In der vergangenen Legislaturperiode von 2009 bis 2013 konnten die Sozialdemokraten ebenfalls zwei Mal zur Union aufschließen, wie die Grafik von Statista zeigt. Einmal im Sommer 2010, ebenfalls eng wurde es 2011. Zuletzt holte die SPD in den Sonntagsfragen von Emnid[9] mehr als ein Jahr vor der Bundestagswahl 2013 auf, danach ging es stetig auf den Unterschied von knapp 16 Prozentpunkten zu, wie die Grafik von Statista zeigt.

Infografik: SPD: Keine Konkurrenz für die CDU? | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista[10]

Infografik: Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre (KW 30) | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista[11] 

 

INFOGRAFIK 21. Juli


Fast jeder zweite Deutsche (46 Prozent) hat schon einmal Naturheilverfahren ausprobiert. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage von YouGov[12] und Statista. 13 Prozent der Befragten gaben darin an, regelmäßig alternative Heilmethoden zu nutzen. 

Der häufigste Anlass, für den die Deutschen zum Heilpraktiker gehen würden, ist dabei die Behandlung einer Migräne[13]: Wie die Grafik von Statista zeigt, würden 38 Prozent der Befragten hierfür alternative Heilmethoden in Erwägung ziehen. 35 Prozent würden bei Rückenschmerzen und 32 Prozent bei Magen-Darm-Beschwerden Naturheilverfahren ausprobieren. 

Bei schweren Erkrankungen wie Krebs[14] oder Herzleiden vertrauen die Deutschen jedoch eher der Schulmedizin: Laut der YouGov-Umfrage würden lediglich zehn Prozent der Deutschen hierbei einen Heilpraktiker aufsuchen.

Infografik: Wofür die Deutschen zum Heilpraktiker gehen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista[15] 

 

INFOGRAFIK 21. Juli


Der deutsche Außenhandelsverband (BGA) rechnet nach den deutlichen Worten der deutschen Politik Richtung Türkei[16] mit einem Einbruch des Exports. Zudem könne deutschen Unternehmen nicht empfohlen werden, weitere Investitionen in der Türkei zu tätigen. 

Wie die Grafik von Statista zeigt, nahm der Wert der deutschen Einfuhren in die Türkei in den vergangenen Jahren stetig zu, während der der Ausfuhren 2016 leicht unter dem Wert von 2015 lag. Top 3 Ausfuhrgüter sind laut GTAI[17] Kfz und zugehörige Teile, Maschinen und Elektrotechnik, während hierzulande aus der Türkei am meisten Textilien und Bekleidung eingeführt werden. 

Deutschland ist für die Türkei das wichtigste Export- und das zweitwichtigste Importland. Dementsprechend hart könnte das Land von einem Einbruch des Warenhandels betroffen sein. Im deutschen Außenhandel belegt die Türkei bei den Exporten Platz 15, bei den Importen Platz 16.

Infografik: Deutsch-türkische Handelsbeziehungen | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista[18] 

 

> ARCHIV: DIESE INFOGRAFIKEN HABEN SIE VERPASST![19]

zur Startseite[20]

von svz.de
erstellt am 09.Feb.2017 | 10:42 Uhr

Quelle:

www.svz.de

Fußnoten:

  1. ^ Externer Link (www.bertelsmann-stiftung.de)
  2. ^ Externer Link (de.statista.com)
  3. ^ Externer Link (de.statista.com)
  4. ^ Externer Link (de.statista.com)
  5. ^ Externer Link (gs.statcounter.com)
  6. ^ Externer Link (stadt-bremerhaven.de)
  7. ^ Externer Link (de.statista.com)
  8. ^ Externer Link (de.statista.com)
  9. ^ Externer Link (www.wahlrecht.de)
  10. ^ Externer Link (de.statista.com)
  11. ^ Externer Link (de.statista.com)
  12. ^ Externer Link (yougov.de)
  13. ^ Externer Link (de.statista.com)
  14. ^ Externer Link (de.statista.com)
  15. ^ Externer Link (de.statista.com)
  16. ^ Externer Link (de.statista.com)
  17. ^ Externer Link (www.gtai.de)
  18. ^ Externer Link (de.statista.com)
  19. ^ > ARCHIV: DIESE INFOGRAFIKEN HABEN SIE VERPASST! (www.svz.de)
  20. ^ zur Startseite (www.svz.de)

Osteophatie für Hund und Pferd – zugerzeitung.ch

ALTERNATIVMEDIZIN ⋅ Ob hinkender Hund, Pferd mit Rückenschmerzen oder Kuh mit gestörter Verdauung: Schweizer lassen kranke Tiere immer häufiger von Osteopathen behandeln. Die Behandlungsmethode, die im Wesentlichen mit blossen Händen durchgeführt wird, verbreitet sich – trotz Skepsis.

Sarah Miccichè Walzinger ist ausgebildete Veterinär-Osteopathin und übt den Beruf bereits seit 15 Jahren aus. „Mit der Osteopathie entwickelt man einen Sinn für die Berührung und eine andere Art des Verständnisses von Gesundheit“, sagt sie.

Bei der Behandlung gehe es darum, einem Körper seine Beweglichkeit und seine Energie zurückzugeben. Wichtigstes Instrument ist die blosse Hand: „Mit Abtasten und Beobachten erstellen wir eine medizinische Diagnose. Danach behandeln wir die Krankheit mit manuellen Techniken.“

Doch nicht nur Katzen- und Hundebesitzer machen davon Gebrauch – auch Landwirte entdecken die Tier-Osteopathie. Zum Beispiel Roch Chatton in La Corbaz FR. Eine seiner Kühe war auf der Weide umgefallen und kam kaum mehr auf die Beine. „Im Stall hat sie sich dann sofort hingelegt und konnte nur mit Mühe wieder aufstehen“, erzählt Chatton.

Eine erste Diagnose durch den Tierarzt ergab, dass der Schmerz von den Nerven ausging, der Kuh aber nicht geholfen werden konnte. Auf Anraten eines Freundes rief Chatton den Osteopathen. „Ich hatte Mühe zu glauben, dass das funktionieren sollte“, räumt er ein.

Der Bauer beobachtet nun, wie der Praktiker die Wirbelsäule der Kuh abtastet, um die Nerven zu spüren. Ganz auf dem Damm ist das Tier noch nicht, aber es geht ihm deutlich besser.

Vom Menschen zum Tier

Anfänglich wurde Osteopathie bei Menschen angewendet. Ab den 80er-Jahren passten die Therapeutinnen und Therapeuten die Technik an und legten auch bei Pferden Hand an. Heute wird die Methode auch bei Haltern anderer Haus- und Nutztiere – nicht nur Kühen, sondern auch Ziegen, Esel und Lamas – immer beliebter.

Die Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Komplementär- und Alternativmedizin (camvet.ch) zählt derzeit 190 Mitglieder, die mit verschiedenen alternativen Methoden behandeln. Vor fünf Jahren waren es erst 120. „Als ich anfing, haben nur sehr wenige die Anwendung dieser Therapie bei Tieren gekannt“, sagt Miccichè Walzinger.

„Wie wenn das eine Religion wäre“

Miccichè Walzinger ist beim Verband camvet.ch für den Bereich Osteopathie zuständig. Dass die Heilmethode in immer mehr Praxen Einzug hält, liege an der Annäherung der alternativen Heilmethoden an die klassische Medizin, sagt sie.

„Die Menschen wenden sich selbst an Alternativmediziner. Da überrascht es nicht, dass sie diese Behandlungen auch für ihre Tiere wünschen.“ 2009 sprachen sich die Stimmberechtigten für einen Verfassungsartikel zur Förderung von Komplementärmedizin aus.

Sarah Miccichè Walzinger möchte Osteopathie ihren Tierarzt-Kollegen und -Kolleginnen näher bringen, was zur Herausforderung werden kann: „Es ist nicht leicht, sich Respekt zu verschaffen. Kollegen sagen mir, dass sie nicht an Osteopathie glauben – wie wenn das eine Religion wäre!“

„Aber da gibt es nichts zu glauben. Wenn man eine Wirbelsäule nimmt, mobilisiert man sie mit einem Handgriff. Und dann geht es besser, das ist ein Fakt.“ Es sei das Problem der Komplementärmedizin generell, dass sie sich auf empirische Resultate stütze und zurzeit keine wissenschaftlichen Beweise beibringen könne.

Von Mund zu Mund

Dennoch: Mehr und mehr Tierärztinnen und Tierärzte wenden sich der Ostheopathie zu. Seit September gibt es eine von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte anerkannte Nachdiplom-Ausbildung mit Fähigkeitszeugnis – eine Schweizer Premiere.

„Jedes Jahr lassen sich etwa 15 Personen ausbilden“, sagt Miccichè Walzinger. Sie hat den Kurs „Schweizerische Tierärztliche Osteopathie Ausbildung“ aufgebaut, um einem Bedürfnis gerecht zu werden. Zuvor hatten sich Tierärztinnen und Tierärzte im Ausland in Osteopathie ausbilden lassen müssen.

Keine Vorschriften

Auch der im März 2016 gegründete Schweizerische Verband der Tier-Osteopathen (SVTO) will einen Lehrgang aufbauen. Im Verband sind Veterinär-Osteopathen zusammengeschlossen. Sie haben eine qualifizierte Ausbildung absolviert, sind aber nicht zwingend Tierärztinnen oder Tierärzte.

„Wir wollen unseren Beruf anerkennen lassen“, betont Eva Huguelet, eine der drei Mitbegründerinnen des SVTO. Denn auf Gesetzesstufe geschützt ist der Titel Veterinär-Osteopath nicht, und ebensowenig ein Reglement für die Ausbildung.

Die geltenden Bestimmungen können sich von Kanton zu Kanton stark unterscheiden. In den meisten Kantonen sei das Praktizieren frei, sagt Huguelet. Auch die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte verlangt vereinheitlichte Regelungen und strengere Kontrollen. (sda)

Landwirte und Haustierbesitzer entdecken die Osteopathie für Tiere – FM1Today

Ob hinkender Hund, Pferd mit Rückenschmerzen oder Kuh mit gestörter Verdauung: Schweizer lassen kranke Tiere immer häufiger von Osteopathen behandeln. Die Behandlungsmethode, die im Wesentlichen mit blossen Händen durchgeführt wird, verbreitet sich – trotz Skepsis.

Sarah Miccichè Walzinger ist ausgebildete Veterinär-Osteopathin und übt den Beruf bereits seit 15 Jahren aus. «Mit der Osteopathie entwickelt man einen Sinn für die Berührung und eine andere Art des Verständnisses von Gesundheit», sagt sie.

Bei der Behandlung gehe es darum, einem Körper seine Beweglichkeit und seine Energie zurückzugeben. Wichtigstes Instrument ist die blosse Hand: «Mit Abtasten und Beobachten erstellen wir eine medizinische Diagnose. Danach behandeln wir die Krankheit mit manuellen Techniken.»

Doch nicht nur Katzen- und Hundebesitzer machen davon Gebrauch – auch Landwirte entdecken die Tier-Osteopathie. Zum Beispiel Roch Chatton in La Corbaz FR. Eine seiner Kühe war auf der Weide umgefallen und kam kaum mehr auf die Beine. «Im Stall hat sie sich dann sofort hingelegt und konnte nur mit Mühe wieder aufstehen», erzählt Chatton.

Eine erste Diagnose durch den Tierarzt ergab, dass der Schmerz von den Nerven ausging, der Kuh aber nicht geholfen werden konnte. Auf Anraten eines Freundes rief Chatton den Osteopathen. «Ich hatte Mühe zu glauben, dass das funktionieren sollte», räumt er ein.

Der Bauer beobachtet nun, wie der Praktiker die Wirbelsäule der Kuh abtastet, um die Nerven zu spüren. Ganz auf dem Damm ist das Tier noch nicht, aber es geht ihm deutlich besser.

Anfänglich wurde Osteopathie bei Menschen angewendet. Ab den 80er-Jahren passten die Therapeutinnen und Therapeuten die Technik an und legten auch bei Pferden Hand an. Heute wird die Methode auch bei Haltern anderer Haus- und Nutztiere – nicht nur Kühen, sondern auch Ziegen, Esel und Lamas – immer beliebter.

Die Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Komplementär- und Alternativmedizin (camvet.ch) zählt derzeit 190 Mitglieder, die mit verschiedenen alternativen Methoden behandeln. Vor fünf Jahren waren es erst 120. «Als ich anfing, haben nur sehr wenige die Anwendung dieser Therapie bei Tieren gekannt», sagt Miccichè Walzinger.

Miccichè Walzinger ist beim Verband camvet.ch für den Bereich Osteopathie zuständig. Dass die Heilmethode in immer mehr Praxen Einzug hält, liege an der Annäherung der alternativen Heilmethoden an die klassische Medizin, sagt sie.

«Die Menschen wenden sich selbst an Alternativmediziner. Da überrascht es nicht, dass sie diese Behandlungen auch für ihre Tiere wünschen.» 2009 sprachen sich die Stimmberechtigten für einen Verfassungsartikel zur Förderung von Komplementärmedizin aus.

Sarah Miccichè Walzinger möchte Osteopathie ihren Tierarzt-Kollegen und -Kolleginnen näher bringen, was zur Herausforderung werden kann: «Es ist nicht leicht, sich Respekt zu verschaffen. Kollegen sagen mir, dass sie nicht an Osteopathie glauben – wie wenn das eine Religion wäre!»

«Aber da gibt es nichts zu glauben. Wenn man eine Wirbelsäule nimmt, mobilisiert man sie mit einem Handgriff. Und dann geht es besser, das ist ein Fakt.» Es sei das Problem der Komplementärmedizin generell, dass sie sich auf empirische Resultate stütze und zurzeit keine wissenschaftlichen Beweise beibringen könne.

Dennoch: Mehr und mehr Tierärztinnen und Tierärzte wenden sich der Ostheopathie zu. Seit September gibt es eine von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte anerkannte Nachdiplom-Ausbildung mit Fähigkeitszeugnis – eine Schweizer Premiere.

«Jedes Jahr lassen sich etwa 15 Personen ausbilden», sagt Miccichè Walzinger. Sie hat den Kurs «Schweizerische Tierärztliche Osteopathie Ausbildung» aufgebaut, um einem Bedürfnis gerecht zu werden. Zuvor hatten sich Tierärztinnen und Tierärzte im Ausland in Osteopathie ausbilden lassen müssen.

Auch der im März 2016 gegründete Schweizerische Verband der Tier-Osteopathen (SVTO) will einen Lehrgang aufbauen. Im Verband sind Veterinär-Osteopathen zusammengeschlossen. Sie haben eine qualifizierte Ausbildung absolviert, sind aber nicht zwingend Tierärztinnen oder Tierärzte.

«Wir wollen unseren Beruf anerkennen lassen», betont Eva Huguelet, eine der drei Mitbegründerinnen des SVTO. Denn auf Gesetzesstufe geschützt ist der Titel Veterinär-Osteopath nicht, und ebensowenig ein Reglement für die Ausbildung.

Die geltenden Bestimmungen können sich von Kanton zu Kanton stark unterscheiden. In den meisten Kantonen sei das Praktizieren frei, sagt Huguelet. Auch die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte verlangt vereinheitlichte Regelungen und strengere Kontrollen.

(SDA)

Landwirte und Haustierbesitzer entdecken die Osteopathie für Tiere – az Aargauer Zeitung

Sarah Miccichè Walzinger ist ausgebildete Veterinär-Osteopathin und übt den Beruf bereits seit 15 Jahren aus. „Mit der Osteopathie entwickelt man einen Sinn für die Berührung und eine andere Art des Verständnisses von Gesundheit“, sagt sie.

Bei der Behandlung gehe es darum, einem Körper seine Beweglichkeit und seine Energie zurückzugeben. Wichtigstes Instrument ist die blosse Hand: „Mit Abtasten und Beobachten erstellen wir eine medizinische Diagnose. Danach behandeln wir die Krankheit mit manuellen Techniken.“

Doch nicht nur Katzen- und Hundebesitzer machen davon Gebrauch – auch Landwirte entdecken die Tier-Osteopathie. Zum Beispiel Roch Chatton in La Corbaz FR. Eine seiner Kühe war auf der Weide umgefallen und kam kaum mehr auf die Beine. „Im Stall hat sie sich dann sofort hingelegt und konnte nur mit Mühe wieder aufstehen“, erzählt Chatton.

Eine erste Diagnose durch den Tierarzt ergab, dass der Schmerz von den Nerven ausging, der Kuh aber nicht geholfen werden konnte. Auf Anraten eines Freundes rief Chatton den Osteopathen. „Ich hatte Mühe zu glauben, dass das funktionieren sollte“, räumt er ein.

Der Bauer beobachtet nun, wie der Praktiker die Wirbelsäule der Kuh abtastet, um die Nerven zu spüren. Ganz auf dem Damm ist das Tier noch nicht, aber es geht ihm deutlich besser.

Vom Menschen zum Tier

Anfänglich wurde Osteopathie bei Menschen angewendet. Ab den 80er-Jahren passten die Therapeutinnen und Therapeuten die Technik an und legten auch bei Pferden Hand an. Heute wird die Methode auch bei Haltern anderer Haus- und Nutztiere – nicht nur Kühen, sondern auch Ziegen, Esel und Lamas – immer beliebter.

Die Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Komplementär- und Alternativmedizin (camvet.ch) zählt derzeit 190 Mitglieder, die mit verschiedenen alternativen Methoden behandeln. Vor fünf Jahren waren es erst 120. „Als ich anfing, haben nur sehr wenige die Anwendung dieser Therapie bei Tieren gekannt“, sagt Miccichè Walzinger.

„Wie wenn das eine Religion wäre“

Miccichè Walzinger ist beim Verband camvet.ch für den Bereich Osteopathie zuständig. Dass die Heilmethode in immer mehr Praxen Einzug hält, liege an der Annäherung der alternativen Heilmethoden an die klassische Medizin, sagt sie.

„Die Menschen wenden sich selbst an Alternativmediziner. Da überrascht es nicht, dass sie diese Behandlungen auch für ihre Tiere wünschen.“ 2009 sprachen sich die Stimmberechtigten für einen Verfassungsartikel zur Förderung von Komplementärmedizin aus.

Sarah Miccichè Walzinger möchte Osteopathie ihren Tierarzt-Kollegen und -Kolleginnen näher bringen, was zur Herausforderung werden kann: „Es ist nicht leicht, sich Respekt zu verschaffen. Kollegen sagen mir, dass sie nicht an Osteopathie glauben – wie wenn das eine Religion wäre!“

„Aber da gibt es nichts zu glauben. Wenn man eine Wirbelsäule nimmt, mobilisiert man sie mit einem Handgriff. Und dann geht es besser, das ist ein Fakt.“ Es sei das Problem der Komplementärmedizin generell, dass sie sich auf empirische Resultate stütze und zurzeit keine wissenschaftlichen Beweise beibringen könne.

Von Mund zu Mund

Dennoch: Mehr und mehr Tierärztinnen und Tierärzte wenden sich der Ostheopathie zu. Seit September gibt es eine von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte anerkannte Nachdiplom-Ausbildung mit Fähigkeitszeugnis – eine Schweizer Premiere.

„Jedes Jahr lassen sich etwa 15 Personen ausbilden“, sagt Miccichè Walzinger. Sie hat den Kurs „Schweizerische Tierärztliche Osteopathie Ausbildung“ aufgebaut, um einem Bedürfnis gerecht zu werden. Zuvor hatten sich Tierärztinnen und Tierärzte im Ausland in Osteopathie ausbilden lassen müssen.

Keine Vorschriften

Auch der im März 2016 gegründete Schweizerische Verband der Tier-Osteopathen (SVTO) will einen Lehrgang aufbauen. Im Verband sind Veterinär-Osteopathen zusammengeschlossen. Sie haben eine qualifizierte Ausbildung absolviert, sind aber nicht zwingend Tierärztinnen oder Tierärzte.

„Wir wollen unseren Beruf anerkennen lassen“, betont Eva Huguelet, eine der drei Mitbegründerinnen des SVTO. Denn auf Gesetzesstufe geschützt ist der Titel Veterinär-Osteopath nicht, und ebensowenig ein Reglement für die Ausbildung.

Die geltenden Bestimmungen können sich von Kanton zu Kanton stark unterscheiden. In den meisten Kantonen sei das Praktizieren frei, sagt Huguelet. Auch die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte verlangt vereinheitlichte Regelungen und strengere Kontrollen.

Landwirte entdecken die Osteopathie für Tiere – BauernZeitung Online

Sarah Miccichè Walzinger ist ausgebildete Veterinär-Osteopathin und übt den Beruf bereits seit 15 Jahren aus. „Mit der Osteopathie entwickelt man einen Sinn für die Berührung und eine andere Art des Verständnisses von Gesundheit“, sagt sie.

Der Kuh gehts besser

Bei der Behandlung gehe es darum, einem Körper seine Beweglichkeit und seine Energie zurückzugeben. Wichtigstes Instrument ist die blosse Hand: „Mit Abtasten und Beobachten erstellen wir eine medizinische Diagnose. Danach behandeln wir die Krankheit mit manuellen Techniken.“

Doch nicht nur Katzen- und Hundebesitzer machen davon Gebrauch – auch Landwirte entdecken die Tier-Osteopathie. Zum Beispiel Roch Chatton in La Corbaz FR. Eine seiner Kühe war auf der Weide umgefallen und kam kaum mehr auf die Beine. „Im Stall hat sie sich dann sofort hingelegt und konnte nur mit Mühe wieder aufstehen“, erzählt Chatton.

Eine erste Diagnose durch den Tierarzt ergab, dass der Schmerz von den Nerven ausging, der Kuh aber nicht geholfen werden konnte. Auf Anraten eines Freundes rief Chatton den Osteopathen. „Ich hatte Mühe zu glauben, dass das funktionieren sollte“, räumt er ein.

Der Bauer beobachtet nun, wie der Praktiker die Wirbelsäule der Kuh abtastet, um die Nerven zu spüren. Ganz auf dem Damm ist das Tier noch nicht, aber es geht ihm deutlich besser.

Vom Menschen zum Tier

Anfänglich wurde Osteopathie bei Menschen angewendet. Ab den 80er-Jahren passten die Therapeutinnen und Therapeuten die Technik an und legten auch bei Pferden Hand an. Heute wird die Methode auch bei Haltern anderer Haus- und Nutztiere – nicht nur Kühen, sondern auch Ziegen, Esel und Lamas – immer beliebter.

Die Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Komplementär- und Alternativmedizin (camvet.ch) zählt derzeit 190 Mitglieder, die mit verschiedenen alternativen Methoden behandeln. Vor fünf Jahren waren es erst 120. „Als ich anfing, haben nur sehr wenige die Anwendung dieser Therapie bei Tieren gekannt“, sagt Miccichè Walzinger.

„Wie wenn das eine Religion wäre“

Miccichè Walzinger ist beim Verband camvet.ch für den Bereich Osteopathie zuständig. Dass die Heilmethode in immer mehr Praxen Einzug hält, liege an der Annäherung der alternativen Heilmethoden an die klassische Medizin, sagt sie.

„Die Menschen wenden sich selbst an Alternativmediziner. Da überrascht es nicht, dass sie diese Behandlungen auch für ihre Tiere wünschen.“ 2009 sprachen sich die Stimmberechtigten für einen Verfassungsartikel zur Förderung von Komplementärmedizin aus.

Sarah Miccichè Walzinger möchte Osteopathie ihren Tierarzt-Kollegen und -Kolleginnen näher bringen, was zur Herausforderung werden kann: „Es ist nicht leicht, sich Respekt zu verschaffen. Kollegen sagen mir, dass sie nicht an Osteopathie glauben – wie wenn das eine Religion wäre!“

„Aber da gibt es nichts zu glauben. Wenn man eine Wirbelsäule nimmt, mobilisiert man sie mit einem Handgriff. Und dann geht es besser, das ist ein Fakt.“ Es sei das Problem der Komplementärmedizin generell, dass sie sich auf empirische Resultate stütze und zurzeit keine wissenschaftlichen Beweise beibringen könne.

Von Mund zu Mund

Dennoch: Mehr und mehr Tierärztinnen und Tierärzte wenden sich der Ostheopathie zu. Seit September gibt es eine von der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte anerkannte Nachdiplom-Ausbildung mit Fähigkeitszeugnis – eine Schweizer Premiere.

„Jedes Jahr lassen sich etwa 15 Personen ausbilden“, sagt Miccichè Walzinger. Sie hat den Kurs „Schweizerische Tierärztliche Osteopathie Ausbildung“ aufgebaut, um einem Bedürfnis gerecht zu werden. Zuvor hatten sich Tierärztinnen und Tierärzte im Ausland in Osteopathie ausbilden lassen müssen.

Keine Vorschriften

Auch der im März 2016 gegründete Schweizerische Verband der Tier-Osteopathen (SVTO) will einen Lehrgang aufbauen. Im Verband sind Veterinär-Osteopathen zusammengeschlossen. Sie haben eine qualifizierte Ausbildung absolviert, sind aber nicht zwingend Tierärztinnen oder Tierärzte.

„Wir wollen unseren Beruf anerkennen lassen“, betont Eva Huguelet, eine der drei Mitbegründerinnen des SVTO. Denn auf Gesetzesstufe geschützt ist der Titel Veterinär-Osteopath nicht, und ebensowenig ein Reglement für die Ausbildung.

Die geltenden Bestimmungen können sich von Kanton zu Kanton stark unterscheiden. In den meisten Kantonen sei das Praktizieren frei, sagt Huguelet. Auch die Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte verlangt vereinheitlichte Regelungen und strengere Kontrollen.

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Mit sanften Mitteln gegen den Schmerz – Nordwest-Zeitung

Ann-Kathrin Fliege Hude Logopädin Alexander-Technik

Hude[1] Die Muskeln sind verspannt, der Nacken ist steif, im Rücken zwickt es – Viele, die stundenlang im Büro sitzen und kaum Gelegenheit finden, sich ausreichend zu bewegen, kennen das nur zu gut. Wer bei solchen Beschwerden nicht auf Schmerzmittel zurückgreifen möchte, findet im Bereich der alternativen Heilmethoden ein breites Spektrum.

Eine bisher eher weniger populäre Alternative ist die Alexander Technik (AT). Dabei werden Haltungs- und Bewegungsgewohnheiten beobachtet und analysiert, um die schädliche Verhaltensmuster dann Schritt für Schritt zu durchbrechen.

Dass diese Methode der ganzheitlichen Körperarbeit funktioniert, davon ist Ann-Kathrin Fliege[2] überzeugt. Seit ihrem siebten Lebensjahr litt die gebürtige Ostfriesin, die heute in Hude lebt, an schwerer Migräne. „Mit 26 Jahren galt ich als austherapiert“, erklärt die 38-Jährige aus Leer. Dann habe sie einige alternative Methoden getestet, bis sie auf die AT gestoßen sei.

Wichtiger Baustein

„Mittlerweile ist die Migräne weg. Das liegt nicht nur allein an der Alexander Technik, aber sie ist für mich ein wichtiger Baustein“, sagt sie. Bei der Alexander Technik geht es wie bei anderen Körpertherapien darum, psychosomatische Beschwerden zu bewältigen und aufzuarbeiten. AT wird besonders bei Muskelverspannungen und Gelenkschmerzen sowie bei Beschwerden, die durch Stress verursacht werden wie Migräne, Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt.

„Ich stand vor einigen Jahren vor der Entscheidung, ob ich einen klaren Schnitt mache und mich für den Pfad entscheide, dem mein Bauch zustimmt, aber ungewiss ist oder ob ich in meiner Gewohnheit bleibe, die mit Sicherheit verbunden ist, aber nicht 100 prozentig das ist, was ich machen möchte“, sagt Ann-Kathrin Fliege. Zu der Zeit hatte die Logopädin bereits eine Weiterbildung zur Alexander-Lehrerin begonnen, da sie das Konzept überzeugte. Sie entschied sich für einen neuen Weg: kündigte ihren guten Job, schloss die Weiterbildung zur Alexander-Lehrerin ab und ging in die USA. „Das war sicherlich auch etwas blauäugig damals, aber es war richtig“, sagt die 38–Jährige. Sie absolvierte eine Ausbildung als „Massage Therapist“ und kehrte 2014 nach Deutschland zurück, zunächst zu den Eltern, dann vor zwei Jahren nach Hude.

Dort lehrt sie nun, was ihr selbst geholfen hat: mit sich ins Reine zu kommen und so Leiden zu lindern, in dem man sich entschleunigt, sich zurückbesinnt, beobachtet und dann ein neues Körpergefühl entwickelt, um zu einem besseren Umgang mit sich selbst zu gelangen – die Alexander Technik.

„Das klingt schnell esoterisch, aber die Alexander Technik ist eine Körperarbeit mit leichten Übungen, die bei der individuellen Weiterentwicklung hilft und dabei unterstützt, eingefahrene Bewegungsmuster, die dem Körper nicht gut tun, langsam aufzulösen“, erklärt die Huderin.

Schmerzen lindern

Deshalb kommen nicht nur Büro-Workaholics zu ihr, sondern auch Reiter, Musiker und Menschen, die bei der häuslichen Arbeit immer wieder unter Schmerzen leiden. Fliege unterrichtet sie, lehrt sie neue Bewegungsmuster und Verhalten, damit ihre Schmerzen gelindert werden oder sogar ganz verschwinden.

Wer sich für diese alternative Heilmethode interessiert, wird im Internet schnell fündig. Die Krankenkassen übernehmen jedoch keine Kosten.

Mehr Infos und Ann-Kathrin Fliege finden Sie unter   www.alexander-technik.org  [3]
     www.leichtigkeiterleben.de [4]

Fußnoten:

  1. ^ Hude (www.nwzonline.de)
  2. ^ Ann-Kathrin Fliege (www.nwzonline.de)
  3. ^   www.alexander-technik.org  (www.alexander-technik.org)
  4. ^   www.leichtigkeiterleben.de  (www.leichtigkeiterleben.de)