Das lange Ende von „Obamacare“: Republikaner tun sich schwer – Süddeutsche.de

Direkt aus dem dpa-Newskanal

Washington (dpa) – Das neue Gesundheitszentrum in Fort Yukon ist häufiger zu als geöffnet. In dem 800-Einwohner-Dorf in Alaska, knapp nördlich des Polarkreises gelegen, sind die Behandlungstermine strikt limitiert.

Ärzte, Schwestern und auch Arzneimittel müssen mit dem Buschflieger aus den größeren Städten gebracht werden, aus Anchorage etwa oder Fairbanks.

Schon der Bau des Zentrums war nicht so einfach. Mehr als acht Millionen Dollar kostete die Krankenstation, die der damalige Präsident Barack Obama 2008 dem praktisch ausschließlich von Ureinwohnern bewohnten und nicht ans Straßennetz angeschlossenen Gebiet am Yukon-Fluss geschenkt hatte. Vorher hatten die Ärzte ihre Patienten in zwei Containern versorgt – vom Gipsverband bis zur Geburtshilfe.

Gesundheitsversorgung im US-Bundesstaat Alaska ist eine Herausforderung. Die 740 000 Einwohner sind auf eine Fläche verteilt, die mehr als vier Mal so groß ist wie Deutschland. Und dieser Umstand könnte nun massive politische Verwicklungen nach sich ziehen. Die Vertreterin Alaskas im US-Senat, Lisa Murkowski, gilt neben ihrer Kollegin Susan Collins aus Maine als größte Wackelkandidatin bei der Frage, ob es US-Präsident Donald Trump und seinen Republikanern doch noch gelingt, das ungeliebte Gesundheitsversorgungsgesetz, bekannt unter dem Titel „Obamacare“, abzuschaffen und zu ersetzen.

Nach mehreren erfolglosen Anläufen bleibt dafür noch bis 30. September Zeit – danach rücken geänderte Mehrheitsregelungen im Senat einen Abstimmungserfolg der Republikaner in unerreichbare Ferne. Schon jetzt haben Rand Paul (Kentucky) und John McCain aus Arizona erklärt, nicht für den Vorschlag ihrer Kollegen Lindsey Graham und Bill Cassidy zu stimmen. Damit bleibt den Republikanern kein Spielraum mehr. Kein weiterer Senator darf sich querstellen, sonst ist das Scheitern perfekt – nach sieben Jahren des Lamentierens über die Probleme von „Obamcare“.

Alaskas Senatorin Lisa Murkowski hat große Bauchschmerzen. Schon bei früheren Runden hatte sie sich in den Weg gestellt. Der neueste Vorschlag würde bedeuten, dass Alaska über Bundesstaats-Pauschalen für die Jahre 2020 bis 2026 eine Milliarde Dollar weniger vom Bund für die Gesundheit zur Verfügung gestellt bekäme.

Jedem Einwohner von Alaska stünden mehr als 1300 Dollar weniger für die Gesundheit zur Verfügung. Die Versorgung in dem riesigen, mit sozialen Problemen reich bestückten Staat würde zusammenbrechen. In anderen strukturschwachen Staaten, in Maine etwa oder in Utah, herrschen ähnliche, wenngleich nicht ganz so drastische Probleme.

Im fernen Washington stehen diese Sorgen nicht ganz oben. Die Senatoren um den republikanischen Mehrheitsführer Mitch McConnell wollen mit aller Macht ein Gesetz durchpeitschen. McConnell wisse wohl, dass er scheitern kann. Er wolle sich aber nicht nachsagen lassen, es nicht noch einmal versucht zu haben, wird kolportiert. So groß ist der Druck auf die Parlamentarier in der Hauptstadt geworden. Acht Monate Donald Trump – und immer noch kein wesentliches Vorhaben in ein Gesetz gegossen. Das ist fast ein Negativrekord, zumal die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern halten.

Hinzu kommt, dass Trump selbst mit einem geschickten Schachzug den Druck erhöht hat. Als die in sich völlig zerstrittenen Republikaner bei der Diskussion um die Schuldenobergrenze nicht zu Potte kamen, holte der Präsident in einem Überraschungscoup die oppositionellen Demokraten ins Boot und stellte so eine Mehrheit her. Die alten Politfüchse in Senat und Abgeordnetenhaus standen im Regen.

Die Umfragewerte der Parlamentarier, von denen viele 2018 zur Neuwahl anstehen, sind noch schlechter als die von Trump. Die hatten sich zuletzt zwar ganz leicht erholt, sind jedoch noch immer extrem schwach. Ausgerechnet von den Demokraten gefoppt worden zu sein, die bis dahin eher glücklos gegen einen schwachen Trump agiert hatten, schmerzt die Republikaner doppelt.

So scheint es für viele in der republikanischen Partei schon fast egal, was in dem Gesetz steht – wenn es denn nur eine Mehrheit fände und endlich ein Arbeitsnachweis geführt werden könnten. Donald Trump stellte sich hinter den Vorschlag. Er sei „great“, twitterte der Präsident – was auch sonst.

Die Autoren des Entwurfes, Lindsey Graham und Bill Cassidy, sollen nach Medienberichten schon bereit sein, Zugeständnisse zu machen. Ausnahmeregelungen für Alaska seien im Gespräch, so dass die Menschen dort zumindest ihre Steuerfreibeträge aus „Obamacare“ behalten können. Auf diese Weise will man Lisa Murkowski und auch ihren Kollegen Dan Sullivan doch noch ins Boot holen.

Doch das Eis ist dünn – Senatoren anderer Staaten könnten sofort Lunte riechen und ihrerseits Sonderwünsche anmelden. Dann wäre das Gesetz praktisch implodiert, bevor es überhaupt zur Abstimmung kommt. Donald Trump und seine Republikaner stünden dann wieder ohne Erfolg da.

Für die Menschen im fernen Alaska wäre dann zwar das Schlimmste abgewendet, aber auch nichts gewonnen. „Obamacare“ ächzt an allen Ecken und Enden, die Versicherer reagieren mit drastischen Prämien-Erhöhungen. Dass es in der Zukunft zu einem parteiübergreifenden Kompromiss kommt, bei dem beide Seiten ihr Gesicht wahren können, steht derzeit nicht in Aussicht.

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Weniger Karies bei Kleinkindern in Sachsen – Dresdner Neueste Nachrichten

Dresden. Fast 90 Prozent der Dreijährigen in Sachsen haben ein naturgesundes Gebiss. Nach Angaben des Sozialministeriums und der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (LAGZ) hat sich die Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen landesweit verbessert. „Frühkindlicher Karies ist vermeidbar“, sagt Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) vor dem Tag der Zahngesundheit (25. September). Mit der seit Jahren praktizierten Gruppenprophylaxe werden 86 Prozent der Kita- und 80 Prozent der Schulkinder erreicht. Aber etwa 11 Prozent aller Zwei- bis Dreijährigen haben Karies an den Milchzähnen. „Jeder kariöse Zahn ist einer zu viel“, sagt LAGZ-Chefin Birte Bittner.

dpa

Quelle:

www.dnn.de

Urologen warnen vor drohender Unterversorgung – FOCUS Online

Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) hat zum Abschluss ihrer Jahrestagung in Dresden vor einer drohenden Unterversorgung gewarnt. Es sei deshalb ein konzentriertes Handeln erforderlich, teilte die DGU am Samstag mit Blick auf die Politik und andere Akteure im Gesundheitswesen mit. Im Fokus stehe vor allem die Bevölkerungsgruppe der über 65-Jährigen.

Künftig werde der Versorgungsbedarf um 20 Prozent steigen. „Damit ist die Urologie das größte Zukunftsfach in der Medizin, das entsprechend gestaltet werden muss“, erklärte DGU-Generalsekretär Maurice Stephan Michel. Die Fachgesellschaft will mit einer „Zukunftsoffensive Urologie 2030“ auf drohende Missstände reagieren.

Rund 6500 Teilnehmer aus dem Inland hatte den Kongress in den vergangenen Tagen in Dresden[1] besucht. Laut DGU ist er die weltweit drittgrößte Wissenschafts- und Fortbildungsplattform für Urologen. Dabei geht es um neue Erkenntnisse aus Diagnostik und Therapie in allen Bereichen des Fachgebietes. Im Mittelpunkt standen die urologischen Tumorerkrankungen. Nach den Worten von Kongress-Präsident Tilman Kälble behandeln Urologen rund ein Viertel aller Krebserkrankungen in Deutschland.

Die 70. Jahrestagung soll Ende September 2018 in Dresden stattfinden.

Quelle:

www.focus.de

Fußnoten:

  1. ^ Mehr zu Dresden (www.focus.de)

Weniger Karies bei Kleinkindern in Sachsen – FOCUS Online

Fast 90 Prozent der Dreijährigen in Sachsen haben ein naturgesundes Gebiss.

Nach Angaben des Sozialministeriums und der Landesarbeitsgemeinschaft für Jugendzahnpflege (LAGZ) hat sich die Zahngesundheit bei Kindern und Jugendlichen landesweit verbessert. „Frühkindlicher Karies ist vermeidbar“, sagt Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU[1]) vor dem Tag der Zahngesundheit (25. September). Mit der seit Jahren praktizierten Gruppenprophylaxe werden 86 Prozent der Kita- und 80 Prozent der Schulkinder erreicht. Aber etwa 11 Prozent aller Zwei- bis Dreijährigen haben Karies an den Milchzähnen. „Jeder kariöse Zahn ist einer zu viel“, sagt LAGZ-Chefin Birte Bittner.

Quelle:

www.focus.de

Fußnoten:

  1. ^ Mehr zu CDU (www.focus.de)

Umfrage zum Tag der Zahngesundheit am 25. September: Schönheit geht vor … – Presseportal.de (Pressemitteilung)

Villingen-Schwenningen (ots) – Acht von zehn Bundesbürgern pflegen ihre Zähne vorschriftsmäßig. Doch bei vielen Menschen ist es weniger die Angst vor dem Bohrer, die zur Zahnbürste greifen lässt. Mehr als jeder Dritte pflegt seine Zähne vor allem, damit sie gut aussehen. In der Altersgruppe der 18- bis 34-Jährigen war sogar bei fast jedem Zweiten der ästhetische Aspekt vorrangig. Das sind Ergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage der Schwenninger Krankenkasse zum Tag der Zahngesundheit am 25. September, für die 1.000 Bundesbürger befragt wurden.

Vier von zehn Teilnehmern zeigen sich mit dem Aussehen ihrer Zähne unzufrieden. Damit diese noch heller und schöner werden, hält es fast jeder Dritte für sinnvoll, seine Zähne zu bleichen. Auch hier liegen die jüngeren Befragten weit vorne: Während sich 43 Prozent der 18- bis 34-Jährigen offen für zahnaufhellende Maßnahmen zeigten, war es in der Generation 50+ nur etwas mehr als jeder Zehnte.

Dr. Tanja Katrin Hantke, Gesundheitsexpertin der Schwenninger, beobachtet den Trend zum Bleaching mit Skepsis: „Die Zahnaufhellung besteht in einem invasiven Verfahren, welches in die Zahnhartsubstanz eingreift. Welche langfristigen Konsequenzen und Nebenwirkungen dieses Verfahren besitzt, ist nach gegenwärtiger wissenschaftlicher Datenlage in letzter Konsequenz noch nicht zu beantworten.“

Allerdings hat sich bisher auch erst jeder fünfte Bundesbürger tatsächlich schon einmal die Zähne bleichen lassen oder selbst ein Bleaching- beziehungsweise Whitening-Mittel angewendet. Ein entscheidender Grund dafür mag sein, dass professionelle Bleaching-Maßnahmen mehrere hundert Euro kosten. Geld, das bei den jüngeren Befragten aber offenbar etwas lockerer sitzt. Mit einem Wert von 30 Prozent liegen die 18- bis 34-Jährigen hier weit über dem Durchschnitt.

Wichtig ist, Bleaching-Maßnahmen fachgerecht in einer qualifizierten Zahnarztpraxis durchführen zu lassen. „Dabei sollten die Zähne gesund sein. Bei undichten Füllungen, Karies oder einem defekten Zahnschmelz kann das Verfahren Schmerzen auslösen. Wer Kronen und Implantate im sichtbaren Bereich trägt, sollte außerdem bedenken, dass sie sich nicht bleichen lassen. Gegebenenfalls können diese Zähne nach der Behandlung farblich hervorstechen und so das harmonische Gesamtbild stören“, erklärt die Gesundheitsexpertin der Schwenninger.

Die gesamte Umfrage zum Thema Zahngesundheit (PDF) finden Sie hier: www.Die-Schwenninger.de/Studie[1]

Kurzprofil „Die Schwenninger Krankenkasse“:

Die Schwenninger Krankenkasse zählt mit rund 330.000 Kunden zu den Top 20 der bundesweit geöffneten gesetzlichen Krankenkassen. Sitz der Zentrale ist Villingen-Schwenningen, dazu kommen 15 Geschäftsstellen. Den Vorstand bilden seit 2006 Siegfried Gänsler als Vorsitzender und Thorsten Bröske. Die für ihre Leistungen mehrfach ausgezeichnete Schwenninger beschäftigt rund 800 Mitarbeiter. Mit „Die Gesundarbeiter – Zukunftsverantwortung Gesundheit“ hat die Schwenninger 2013 als erste gesetzliche Krankenkasse eine Stiftung gegründet. Diese fördert Projekte im Bereich Prävention und Gesundheitsfürsorge, schwerpunktmäßig für Kinder und Jugendliche.

Pressekontakt:

Roland Frimmersdorf
Unternehmenssprecher

Die Schwenninger Krankenkasse
Spittelstraße 50
78056 Villingen-Schwenningen

Telefon: 07720 9727-11500
Fax: 07720 9727-12500
Mail: R.Frimmersdorf@Die-Schwenninger.de
Web: www.Die-Schwenninger.de[2][3]

Büro Berlin:
Telefon: 030 98363885

Original-Content von: Die Schwenninger Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

Fußnoten:

  1. ^ www.Die-Schwenninger.de/Studie (www.Die-Schwenninger.de)
  2. ^ R.Frimmersdorf@Die-Schwenninger.de (www.presseportal.de)
  3. ^ www.Die-Schwenninger.de (www.Die-Schwenninger.de)

Das lange Ende von „Obamacare“: Republikaner tun sich schwer – ZEIT ONLINE

Washington (dpa) – Das neue Gesundheitszentrum in Fort Yukon ist häufiger zu als geöffnet. In dem 800-Einwohner-Dorf in Alaska, knapp nördlich des Polarkreises gelegen, sind die Behandlungstermine strikt limitiert.

Ärzte, Schwestern und auch Arzneimittel müssen mit dem Buschflieger aus den größeren Städten gebracht werden, aus Anchorage etwa oder Fairbanks.

Schon der Bau des Zentrums war nicht so einfach. Mehr als acht Millionen Dollar kostete die Krankenstation, die der damalige Präsident Barack Obama 2008 dem praktisch ausschließlich von Ureinwohnern bewohnten und nicht ans Straßennetz angeschlossenen Gebiet am Yukon-Fluss geschenkt hatte. Vorher hatten die Ärzte ihre Patienten in zwei Containern versorgt – vom Gipsverband bis zur Geburtshilfe.

Gesundheitsversorgung im US-Bundesstaat Alaska ist eine Herausforderung. Die 740 000 Einwohner sind auf eine Fläche verteilt, die mehr als vier Mal so groß ist wie Deutschland. Und dieser Umstand könnte nun massive politische Verwicklungen nach sich ziehen. Die Vertreterin Alaskas im US-Senat, Lisa Murkowski, gilt neben ihrer Kollegin Susan Collins aus Maine als größte Wackelkandidatin bei der Frage, ob es US-Präsident Donald Trump und seinen Republikanern doch noch gelingt, das ungeliebte Gesundheitsversorgungsgesetz, bekannt unter dem Titel „Obamacare“, abzuschaffen und zu ersetzen.

Nach mehreren erfolglosen Anläufen bleibt dafür noch bis 30. September Zeit – danach rücken geänderte Mehrheitsregelungen im Senat einen Abstimmungserfolg der Republikaner in unerreichbare Ferne. Schon jetzt haben Rand Paul (Kentucky) und John McCain aus Arizona erklärt, nicht für den Vorschlag ihrer Kollegen Lindsey Graham und Bill Cassidy zu stimmen. Damit bleibt den Republikanern kein Spielraum mehr. Kein weiterer Senator darf sich querstellen, sonst ist das Scheitern perfekt – nach sieben Jahren des Lamentierens über die Probleme von „Obamcare“.

Alaskas Senatorin Lisa Murkowski hat große Bauchschmerzen. Schon bei früheren Runden hatte sie sich in den Weg gestellt. Der neueste Vorschlag würde bedeuten, dass Alaska über Bundesstaats-Pauschalen für die Jahre 2020 bis 2026 eine Milliarde Dollar weniger vom Bund für die Gesundheit zur Verfügung gestellt bekäme.

Jedem Einwohner von Alaska stünden mehr als 1300 Dollar weniger für die Gesundheit zur Verfügung. Die Versorgung in dem riesigen, mit sozialen Problemen reich bestückten Staat würde zusammenbrechen. In anderen strukturschwachen Staaten, in Maine etwa oder in Utah, herrschen ähnliche, wenngleich nicht ganz so drastische Probleme.

Im fernen Washington stehen diese Sorgen nicht ganz oben. Die Senatoren um den republikanischen Mehrheitsführer Mitch McConnell wollen mit aller Macht ein Gesetz durchpeitschen. McConnell wisse wohl, dass er scheitern kann. Er wolle sich aber nicht nachsagen lassen, es nicht noch einmal versucht zu haben, wird kolportiert. So groß ist der Druck auf die Parlamentarier in der Hauptstadt geworden. Acht Monate Donald Trump – und immer noch kein wesentliches Vorhaben in ein Gesetz gegossen. Das ist fast ein Negativrekord, zumal die Republikaner die Mehrheit in beiden Kammern halten.

Hinzu kommt, dass Trump selbst mit einem geschickten Schachzug den Druck erhöht hat. Als die in sich völlig zerstrittenen Republikaner bei der Diskussion um die Schuldenobergrenze nicht zu Potte kamen, holte der Präsident in einem Überraschungscoup die oppositionellen Demokraten ins Boot und stellte so eine Mehrheit her. Die alten Politfüchse in Senat und Abgeordnetenhaus standen im Regen.

Die Umfragewerte der Parlamentarier, von denen viele 2018 zur Neuwahl anstehen, sind noch schlechter als die von Trump. Die hatten sich zuletzt zwar ganz leicht erholt, sind jedoch noch immer extrem schwach. Ausgerechnet von den Demokraten gefoppt worden zu sein, die bis dahin eher glücklos gegen einen schwachen Trump agiert hatten, schmerzt die Republikaner doppelt.

So scheint es für viele in der republikanischen Partei schon fast egal, was in dem Gesetz steht – wenn es denn nur eine Mehrheit fände und endlich ein Arbeitsnachweis geführt werden könnten. Donald Trump stellte sich hinter den Vorschlag. Er sei „great“, twitterte der Präsident – was auch sonst.

Die Autoren des Entwurfes, Lindsey Graham und Bill Cassidy, sollen nach Medienberichten schon bereit sein, Zugeständnisse zu machen. Ausnahmeregelungen für Alaska seien im Gespräch, so dass die Menschen dort zumindest ihre Steuerfreibeträge aus „Obamacare“ behalten können. Auf diese Weise will man Lisa Murkowski und auch ihren Kollegen Dan Sullivan doch noch ins Boot holen.

Doch das Eis ist dünn – Senatoren anderer Staaten könnten sofort Lunte riechen und ihrerseits Sonderwünsche anmelden. Dann wäre das Gesetz praktisch implodiert, bevor es überhaupt zur Abstimmung kommt. Donald Trump und seine Republikaner stünden dann wieder ohne Erfolg da.

Für die Menschen im fernen Alaska wäre dann zwar das Schlimmste abgewendet, aber auch nichts gewonnen. „Obamacare“ ächzt an allen Ecken und Enden, die Versicherer reagieren mit drastischen Prämien-Erhöhungen. Dass es in der Zukunft zu einem parteiübergreifenden Kompromiss kommt, bei dem beide Seiten ihr Gesicht wahren können, steht derzeit nicht in Aussicht.

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Quelle:

www.zeit.de

Fußnoten:

  1. ^ Startseite (www.zeit.de)

„Lebensförderung“ mit Rekordbeteiligung – Lokalkompass.de

 

Mülheim an der Ruhr[1]: Schloss Broich |

Mehr Stände, mehr Aussteller, mehr Vielfalt – die sechste Auflage der Mülheimer Messe „Lebensförderung“ überzeugt schon im Vorfeld mit beeindruckenden Ergebnissen.

Zum mittlerweile sechsten Mal findet im Mülheimer Schloss Broich die Messe „Lebensförderung“ statt. Am 8. Oktober geht es auf der Veranstaltung einmal mehr um komplementäre und alternative Heilmethoden. Unter dem Motto „Natürlich gesund“ präsentieren rund 30 Aussteller ihr Angebot rund ums Thema „Wohlbefinden“. Nach Angaben von Jürgen Friedmann ist dies ein neuer Ausstellerrekord. „Wir freuen uns riesig, dass die Messe so gut angenommen wird und wir Jahr für Jahr ganz organisch wachsen können“, formuliert der Mülheimer Energietherapeut und Messeveranstalter nicht ohne Stolz und verweist in diesem Zusammenhang auch auf die zahlreichen Vortragsveranstaltungen, die das Ausstellungsangebot einmal mehr kompetent und informativ abrunden.

Ein besonderes Highlight verspricht auch in diesem Jahr der musikalische Schlusspunkt der Veranstaltung zu werden. „Das Messe-Motto „Lebensförderung“ ist für uns kein Lippenbekenntnis, sondern eine grundsätzliche Lebensphilosophie. Deshalb unterstützen wir schon seit geraumer Zeit das Schulprojekt des ghanaischen Vereins „Love from Afrika e.V., der in diesem Jahr nicht nur erstmals als Aussteller mit von der Partie sein wird, sondern auch die Abendveranstaltung musikalisch gestalten wird. Ein Gospel-Chor der Extraklasse wird Messebesucher und Aussteller gleichermaßen mitreißen und die Sonne Afrikas für eine kurze Zeit ins herbstliche Mülheim bringen“, ist sich Friedmann sicher.

Mit 30 Ausstellern und 25 Messeständen sind die stimmungsvollen Räume von Schloss Broich auch in diesem Jahr komplett ausgebucht. „Trotz des großen Ausstellerinteresses habe wir die Standortfrage nie gestellt“, sagt Friedmann. „Allerdings denken wir schon heute darüber nach, wie wir die Messe künftig noch interessanter für unsere Besucher gestalten können. Wir sind sicher, bereits im nächsten Jahr das bestehende Angebot sinnvoll weiterentwickeln zu können und neue, lebensfördernde Akzente zu setzen. Es bleibt also spannend“, verspricht Friedmann.

Reichlich Spannung verspricht auch das diesjährige Ausstellerangebot. So reicht das Spektrum von traditioneller Indischer Medizin und Methoden der Persönlichkeitsentwicklung bis hin zu cransiosacraler Biodynamik, energetischen Heilmethoden, natürlicher Kosmetik und Bienenprodukten als Wirkstoff in der Naturmedizin. „Mit unserem lebensnahen Angebot wollen wir Möglichkeiten aufzeigen, den Alltag attraktiver zu gestalten. Bei uns steht der sofort erlebbare und nachvollziehbare Nutzen für den Messebesucher im Mittelpunkt“, erläutert Friedmann, der in Mülheim eine eigene Praxis für Energie-Therapie betreibt und das Angebot auf der „Lebensförderung“ nicht als Konkurrenz zur klassischen Medizin sondern als hilfreiche Ergänzung versteht. Um sich davon zu überzeugen werden die Besucher an vielen Ständen die Möglichkeit haben, Demonstrationen live zu verfolgen oder gleich eine Kurzbehandlung auszuprobieren .Stärken und entspannen können sich die Besucher zudem in der kleinen Cafeteria, die mit Kaffee, Kuchen und Erfrischungsgetränken zum Verweilen einlädt.

Die 6. Messe „Lebensförderung“ findet am Sonntag, 8.Oktober 2016, in der Zeit von 11 bis 18:30 Uhr (Vorträge ab 12 Uhr) im Mülheimer Schloss Broich statt. Der Eintritt inkl. Abschlussveranstaltung mit Gospel-Chor kostet 9,- Euro. Alle Infos, auch zu den Ausstellern, gibt‘s im Internet unter http://www.lebensfoerderung.de.



Fußnoten:

  1. ^ Mülheim an der Ruhr (www.lokalkompass.de)